Pfronten, Haus Kanapee

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      Pfronten, Haus Kanapee

      Kienbergstr. 1

      87459 Pfronten


      Telefon 0 83 63 - 92 60 90 / 92 97 96

      Fax 0 83 63 - 92 97 95

      E-Mail haus_kanapee@hotmail.com


      Kategorien:

      Platzzahl vollstationär: 8

      Geschlecht:

      Gruppengröße: bis zu 8

      Anzahl der Gruppen: 1

      Betreuungsalter: von 14 Jahren bis einschließlich 25 Jahren bis zur Verselbständigung

      Angebote stationär:
      Angebot 1: Familienerziehung

      Angebote teilstationär:

      Angebote ambulant:


      Entgeltsatz

      vereinbart mit: Entgeltkommission

      Name: Südbayern

      auf Basis: Entgeltvereinbarung

      Angebot 3: 4182,31


      Mitarbeiter/innen

      Erzieher/innen

      Sozialpädagogen/innen

      Dipl.-Psychologe/in

      Therapeutische Fachkräfte/in

      Sonstige


      Schulen

      in der Einrichtung:

      am Ort (oder in der Nähe):


      Berufsbildende Angebote

      in der Einrichtung: Nein

      außerhalb: Nein

      Wenn du in dieser Einrichtung warst, dann schreibe deine Erinnerungen bitte hier rein. Viel Spaß!!
      Ich rate jedem dringend, sich so weit wie möglich von dieser Verwahranstalt fern zuhalten.
      Der Umgangsstil kann als menschenverachtend und vernachlässigend bezeichnet werden; Einschüchterungen, Erniedrigungen und verbaler Missbrauch stehen auf der Tagesordnung. Leute, die Vorfälle im Haus nach außen tragen, werden kategorisch als schizophrene Lügner abgetan (auch wenn sie nie schizophren waren oder sind) und systematisch unglaubwürdig gemacht. Hilfe gibt es auch bei Krankheiten und Verletzungen entweder gar nicht oder nur extrem widerwillig (man solle mit offenen Wunden oder einem gebrochenen Arm doch bitte selbst zum Krankenhaus gehen), und Therapien gibt es de facto nur auf dem Papier. Es gibt einfach keine Therapien, da die Verwahrung selbst angeblich die Therapie sein soll; verständlicherweise hat das Haus auch keine Beziehungen zu Therapeuten oder Ärzten außerhalb, weil sie kein Interesse am Befinden ihrer Schutzbefohlenen haben und nicht wollen, dass irgendwas nach außen dringt. Alles was hier zählt, ist Geld: Der Mensch ist nur soviel wert wie das Jugendamt für ihn zahlt.
      Erst eine neuerliche Therapie hat mir geholfen, überhaupt über die Vorfälle in dieser Einrichtung zu schreiben und ich hoffe, dass ich hiermit vielen das Leid ersparen kann, dass bereits so vielen angetan wurde.
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      Pferdesindmeinleben wrote:

      zu schreiben und ich hoffe, dass ich hiermit vielen das Leid ersparen kann, dass bereits so vielen angetan wurde.


      Nein glaube ich nicht.

      Der Weg der vielen wirklich helfen kann ist der Weg an die Öffentlichkeit via Presse oder Fernsehen. Telefonier mal mit den regionalen Sendern, auch private, in Deinem Einzugsgebiet. Ruf die Zeitungen an und lass Dich mit dem zuständigen Redakteur für dieses Thema verbinden. Lass Dich nicht abwimmeln. Versuch bei der Kemptener Presse oder auch überregional. Versuch Termine für ein Interview zu bekommen. Bereite Dich gut vor. Hier gibts genug erfahrene Leute die Dir weiterhelfen können.....
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

      so ein scheiß!!!

      ich war auch in dieser wohngruppe und habe das genaue gegenteil erlebt! die betreuer sind alle voll nett und jung sodass man sich gut mit ihnen austauschen kann. wenn man probleme hat man immer einen ansprechpartner. der heimleiter gibt uns sehr viel freiraum, kann aber auch zu recht streng sein wenn es nötig ist. man wird fair behandelt, es wird alles offen angesprochen und man lernt dort auch selbstständig zu werden. viele die ausgezogen sind erinnern sich gerne an die zeit im kanapee zurück!
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      Kann Pferdesindmeinleben nur zustimmen. Wer Hilfe braucht, ist dort ganz, GANZ falsch. Die Betreuerinnen sitzen immer nur draußen und rauchen (... zusammen mit Minderjährigen...) und geben vor, zu beschäftigt für alles andere zu sein. Den Leiter interessiert scheinbar ausschließlich Geld, die Opfer seiner Anstalt sind ihm absolut und vollkommen egal. Wo wir gerade dabei sind, das Jugendamt ist auch nicht besser - sie sehen einfach zu, obwohl sie über die Missstände sehr wohl Bescheid wissen.


      Loben muss man allerdings die Ärzte und Krankenhäuser in der Umgebung, die immer wieder gegen das Haus vorzugehen versuchen (aber letztendlich scheitern, weil das Jugendamt nur an billiger Verwahrung interessiert ist und ansonsten nichts wissen will). Daher kann ich jedem, der in dem Haus festsitzt, nur raten: Sucht euch unbedingt Hilfe außerhalb (auch wenn euch das Haus davon abhalten will)! Die meisten Ärzte wissen sowieso schon bescheid... mir haben die Ärzte in einem umliegenden Krankenhaus damals das Leben gerettet, indem sie mich da rausgeholt haben.
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      Ich war gute 2 Jahre dort. Und ich habe alles miterlebt, was mich an der Menschheit hat zweifeln lassen. Ich konnte nicht mehr zu Hause bleiben, wegen meinen bipolaren Depressionen.

      Der Anfang war so hart, und hätte ich den Aufenthalt wirklich nach ein paar Wochen geschmissen, hätte ich auch so geschrieben wie TE. Und ich bin mir sicher nicht wenige Mädels sehen dass auch so wie sie. Und ja klar sind die Betreuer leidenschaftliche Raucher ;) als ich dort war, war das rauchen auch noch ab 16, daher war es in meinem Fall nicht kritisch.

      Ich dennoch hab im Kanapee leben gelernt. So viel Nähe und familiäre Liebe wie dort, habe ich bis dahin noch nicht in meinem Leben erfahren. Der Heimleiter, ja er ist ein Mensch der besonderen Sorte! Oft nicht nachvollziehbar. Vllt cholerisch etwas verrückt. Aber für mich hatte er immer ein offenes Ohr. Auch wenn mein Fall, sagen wir es mal, ihm zu langweilig war. Ich war ja nur depressiv. Fleißig in der Schule und vorbildlich *hüstel*. Naja von Eskapaden in der Tenne abgesehen. Aber immer pünktlich zu Hause!!!!

      Noch Heute denke ich oft daran zurück, und wünschte mir ich hätte den Mut nach all den Jahren mal wieder vorbei zu schauen. Ich habe mich einfach nicht mehr gemeldet, als ich eine Ausbildung, eigene Wohnung usw hatte....

      Und wenn es nur dass ist: Pünktlichkeit, Höflichkeit, Ehrlichkeit, Dankbarkeit. Was ich mitnehmen konnte, so waren dass eben die Quintessenzen die mir gefehlt haben!

      Am Ende, auch wenn ich es nicht immer gut fand was die anderen Schicksale angeht. Mir waren mit 15-17 Jahren einfach die Hände gebunden. Bzw musste selbst gesund werden. Aber ich denke an jedes Mädchen dass dort vllt gelitten hat. Wünsche viel Kraft.
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