Welcher Jugendwerkhof und Durchgangsheim hatte eine Zelle

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      Ines wrote:



      Welcher Jugendwerkhof und Durchgangsheim hatte eine Zelle?

      Im Thread "Zellen im Jugendwerkhof" lese ich nun schon öfters, dass diese wohl in fast jedem Jugendwerkhof und jedem Durchgangsheim vorhanden und auch rege genutzt worden sind.
      Das Zellen und das "Einsperren" darin einen haftähnlichen Charakter besitzen ...... das wird wohl jedem hier klar sein.

      Daher meine Idee mal die Jugendwerkhöfe und Durchgangsheime hier aufzulisten, wo Zellen waren .... so als Art Übersicht.

      Beteiligung ist erwünscht. Ich stelle mir das in etwa so vor, dass wir die Liste einfach nur um die Einrichtung bzw. Einrichtungsart erweitern
      Fange ich mal an:

      Durchgangsheim

      Gera
      Halle
      Karl Marx Stadt
      Alt Strahlau


      Jugendwerkhof

      Eckardsberga
      Crimmitschau


      Mal schaun wieviele Jugendwerkhöfe übrig bleiben wo es keine Zelle gab.

      Vielen Dank für Eure Beteiligung.

      LG Ines

      Durschgangsheim in Potsdam sowie Magdeburg und Jugenwerkhof "August - Bebel" in Burg,Spezialkinderheim "Adolf Reichwein" sowie Spezialkinderheim " Thomas Müntzer" in Kehnert bei Tangerhütte .



      "Verlorene Kinder" - Bumeln durch die Zeit , Verdammt in alle Ewigkeit.

      .wrobel10960

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      Ines wrote:



      Welcher Jugendwerkhof und Durchgangsheim hatte eine Zelle?

      Im Thread "Zellen im Jugendwerkhof" lese ich nun schon öfters, dass diese wohl in fast jedem Jugendwerkhof und jedem Durchgangsheim vorhanden und auch rege genutzt worden sind.
      Das Zellen und das "Einsperren" darin einen haftähnlichen Charakter besitzen ...... das wird wohl jedem hier klar sein.

      Daher meine Idee mal die Jugendwerkhöfe und Durchgangsheime hier aufzulisten, wo Zellen waren .... so als Art Übersicht.

      Beteiligung ist erwünscht. Ich stelle mir das in etwa so vor, dass wir die Liste einfach nur um die Einrichtung bzw. Einrichtungsart erweitern
      Fange ich mal an:

      Durchgangsheim

      Gera
      Halle
      Karl Marx Stadt
      Alt Strahlau


      Jugendwerkhof

      Eckardsberga
      Crimmitschau


      Mal schaun wieviele Jugendwerkhöfe übrig bleiben wo es keine Zelle gab.

      Vielen Dank für Eure Beteiligung.

      LG Ines

      Durschgangsheim in Potsdam sowie Magdeburg und Jugenwerkhof "August - Bebel" in Burg,Spezialkinderheim "Adolf Reichwein" sowie Spezialkinderheim " Thomas Müntzer" in Kehnert bei Tangerhütte .



      "Verlorene Kinder" - Bumeln durch die Zeit , Verdammt in alle Ewigkeit.

      .wrobel10960

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      Post was edited 1 time, last by “wrobel10960” ().

      Hallo,
      auch ich kenne die Zelle in alt Stralau,war ein sehr beliebeter Rückzugsort. War dort auch so ca 1-2 Wochen,dann gings ab nach JWH-Rödern,die dortige Zelle habe ich auch sehr schnell kennengelernt. Dort war ich knappe 3Wochen es war über Weihnachten und Neujahr,eine Erfahrun g auf die ich gerne hätte verzichtet,aber irgendwie mochte mich das Teil so das ich circa 3mal hineindurfte. Man möchte gerne vergessen aber es geht nicht,es ist ein Teil meines und Euers Leben auf den alle gerne verzichtet hätten. liebe Grüße Eure Tina :(
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      Hallo,
      auch ich kenne die Zelle in alt Stralau,war ein sehr beliebeter Rückzugsort. War dort auch so ca 1-2 Wochen,dann gings ab nach JWH-Rödern,die dortige Zelle habe ich auch sehr schnell kennengelernt. Dort war ich knappe 3Wochen es war über Weihnachten und Neujahr,eine Erfahrun g auf die ich gerne hätte verzichtet,aber irgendwie mochte mich das Teil so das ich circa 3mal hineindurfte. Man möchte gerne vergessen aber es geht nicht,es ist ein Teil meines und Euers Leben auf den alle gerne verzichtet hätten. liebe Grüße Eure Tina :(
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      ich war von 1971 märz bis 1972 Dezember im durchgangsheim halle-Goldberg,durchgangsheim neudorfgasse Leipzig , durchgangsheim Potsdam und Jugendwerkhof lehnin golitzstrase23.

      Leipzig hatte mindestens 2 zellen ,jwh lehnin 1zelle es gab zu meiner zeit einen Neubau der sich noch im bau befand dort waren weitere 2-3 zellen geplant,in Potsdam war ich nur einen halben tag und weis deshalb nicht ob es zellen gab.

      halle-Goldberg,war das schlimmste was ich zu meiner zeit erlebt habe.irgendwo im landgebiet von halle eine art alter gutshof-Bauernhof mit 1 steh-zelle und 1 arrest-zelle die sich in einen flachen langezogenen stallanbau befanden. flaches Teerdach,altes Mauerwerk wo der putz bröckelte,nur mit geweister Kalkfarbe gestrichen,vorderseitig alte stallholztüren wo der wind durchpfiff.hinter einer dieser Holztüren,ging es nach links in einen stall-ähnlichen raum,in dem sich kein fenster nur ein paar Glasbausteine befanden,in der mitte des kleinen raumes war ein mit rauhen holblocksteinen gemauertes bett nicht glattgeputzt oder so sondern richtig wie Rohbau.wer in diese arrestzelle kam,bekam zusätzlich 2 alte decken..

      privatkleidung wurde jedem ,der sich in diesem durchgangsheim befand,entzogen.stattdessen gab es einen alten Trainingsanzug,mit alter langer unterwäsche ,ein paar arbeitssocken und ein paar Holzpantinen,in denen man kaum laufen konnte.arbeiten mussten wir auf einem angrenzenden verwahrlosten gelände,steine vom boden aussortieren,unkraut mit den bloßen Händen rupfen,natürlichz alles unter ständiger aufsicht,es gab dort Mädchen und jungen ,die getrennt gehalten wurden,ich habe die Mädels in dem ca.1 Monat den ich dort war,zweimal gesehen,einmal als sie aus dem Hauptgebäude zu irgendwelchen arbeiten geführt wurden und einmal im fernsehraum.da kam ein pflichtfilm den wir uns anschauen mussten.die Mädchen saßen vorn und wir hintenjeglicher blickkontakt oder Kontaktaufnahme war strengstens untersagt.mehrere erzieher bewachten unswer es denoch versuchte wurde mit Essensentzug oder eventuell Arrest bestraft.bestrafung ging auch über zigarettenentzug,doweit man welche mitgebracht hat,wenn man eingeliefert wurde.wenn man über welche verfpgte bekam man nach den Mahlzeiten je eine zigarette,die man unter Beobachtung rauchen durfte,wobei die anderen die keine hatten,zukucken mussten.man durftze auch nichts abgeben.die kippen wurden extra entsorgt,nicht das jemand eine stechen konnte.

      es waren dort auch kinder vorübergehend eingesperrt,alter ca.7,8 jahre die von zu hause weggelaufen waren.sie brachten zu meiner zeit einen,wir befanden uns gerade auf dem Hof,als sie ihn aus dem Auto zerrten,schmiss er sich auf den boden,schlug und trampelte um sich,er wurde daraufhin geschlagen,wie ein lumpensack gepackt und in die stehzelle gesperrt.die befand sich etwas neben dem eingang zur Arrestzelle.vorher erfuhr ich dies nur durch Erzählungen und hatte keine Vorstellung.jetzt konnte ich sehen,was man unter stehzelle verstand,es war eine tür,die geöffnet wurde,dahinter eine glatte mauer,wo man praktisch nur stehen konnte,gerade so,hinten die mauer vorn die tür,im unteren drittel eine art Dreieck rausgemauert,sodaß man mit den knien praktisch vorn an der tür sich befindet und mit dem kopf an der tür lehnt,arme nach oben oder unten ist egal.man kann sich so gut wie gar nicht bewqegen.man hat da besonders aufsässige bis ca.3 stunden eingesperrt.wenn sie die tür öffnen,fällst du um,steif wie ein Brett.das war das schlimmste was ich in dieser zeit erlebt habe,könnte ganze bücher schreiben.

      gebe demnächst noch einen bericht über Jugendwerkhof lehnin ein.

      ich hoffe ich kann damit einen kleinen beitrag zur Aufarbeitung über durchgangsheime und jwh´´s leisten.



      mfg

      Reinhard1954
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      ich war von 1971 märz bis 1972 Dezember im durchgangsheim halle-Goldberg,durchgangsheim neudorfgasse Leipzig , durchgangsheim Potsdam und Jugendwerkhof lehnin golitzstrase23.

      Leipzig hatte mindestens 2 zellen ,jwh lehnin 1zelle es gab zu meiner zeit einen Neubau der sich noch im bau befand dort waren weitere 2-3 zellen geplant,in Potsdam war ich nur einen halben tag und weis deshalb nicht ob es zellen gab.

      halle-Goldberg,war das schlimmste was ich zu meiner zeit erlebt habe.irgendwo im landgebiet von halle eine art alter gutshof-Bauernhof mit 1 steh-zelle und 1 arrest-zelle die sich in einen flachen langezogenen stallanbau befanden. flaches Teerdach,altes Mauerwerk wo der putz bröckelte,nur mit geweister Kalkfarbe gestrichen,vorderseitig alte stallholztüren wo der wind durchpfiff.hinter einer dieser Holztüren,ging es nach links in einen stall-ähnlichen raum,in dem sich kein fenster nur ein paar Glasbausteine befanden,in der mitte des kleinen raumes war ein mit rauhen holblocksteinen gemauertes bett nicht glattgeputzt oder so sondern richtig wie Rohbau.wer in diese arrestzelle kam,bekam zusätzlich 2 alte decken..

      privatkleidung wurde jedem ,der sich in diesem durchgangsheim befand,entzogen.stattdessen gab es einen alten Trainingsanzug,mit alter langer unterwäsche ,ein paar arbeitssocken und ein paar Holzpantinen,in denen man kaum laufen konnte.arbeiten mussten wir auf einem angrenzenden verwahrlosten gelände,steine vom boden aussortieren,unkraut mit den bloßen Händen rupfen,natürlichz alles unter ständiger aufsicht,es gab dort Mädchen und jungen ,die getrennt gehalten wurden,ich habe die Mädels in dem ca.1 Monat den ich dort war,zweimal gesehen,einmal als sie aus dem Hauptgebäude zu irgendwelchen arbeiten geführt wurden und einmal im fernsehraum.da kam ein pflichtfilm den wir uns anschauen mussten.die Mädchen saßen vorn und wir hintenjeglicher blickkontakt oder Kontaktaufnahme war strengstens untersagt.mehrere erzieher bewachten unswer es denoch versuchte wurde mit Essensentzug oder eventuell Arrest bestraft.bestrafung ging auch über zigarettenentzug,doweit man welche mitgebracht hat,wenn man eingeliefert wurde.wenn man über welche verfpgte bekam man nach den Mahlzeiten je eine zigarette,die man unter Beobachtung rauchen durfte,wobei die anderen die keine hatten,zukucken mussten.man durftze auch nichts abgeben.die kippen wurden extra entsorgt,nicht das jemand eine stechen konnte.

      es waren dort auch kinder vorübergehend eingesperrt,alter ca.7,8 jahre die von zu hause weggelaufen waren.sie brachten zu meiner zeit einen,wir befanden uns gerade auf dem Hof,als sie ihn aus dem Auto zerrten,schmiss er sich auf den boden,schlug und trampelte um sich,er wurde daraufhin geschlagen,wie ein lumpensack gepackt und in die stehzelle gesperrt.die befand sich etwas neben dem eingang zur Arrestzelle.vorher erfuhr ich dies nur durch Erzählungen und hatte keine Vorstellung.jetzt konnte ich sehen,was man unter stehzelle verstand,es war eine tür,die geöffnet wurde,dahinter eine glatte mauer,wo man praktisch nur stehen konnte,gerade so,hinten die mauer vorn die tür,im unteren drittel eine art Dreieck rausgemauert,sodaß man mit den knien praktisch vorn an der tür sich befindet und mit dem kopf an der tür lehnt,arme nach oben oder unten ist egal.man kann sich so gut wie gar nicht bewqegen.man hat da besonders aufsässige bis ca.3 stunden eingesperrt.wenn sie die tür öffnen,fällst du um,steif wie ein Brett.das war das schlimmste was ich in dieser zeit erlebt habe,könnte ganze bücher schreiben.

      gebe demnächst noch einen bericht über Jugendwerkhof lehnin ein.

      ich hoffe ich kann damit einen kleinen beitrag zur Aufarbeitung über durchgangsheime und jwh´´s leisten.



      mfg

      Reinhard1954
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      diese Zellen gibt es heute noch in Psychiatrien als Isolierzelle , sie sind gepolstert, ich war selber in so einer im Klinikum Ingolstadt auf station 35
      das demütigende ist, dass man bis auf ein Flügelhemdchen und Windel nichts an hat und die Pfleger einen über Monitor sehen konnen.


      das ist eine schlimme Angelegenheit (edit.)
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day

      Post was edited 1 time, last by “Bärli” ().

      diese Zellen gibt es heute noch in Psychiatrien als Isolierzelle , sie sind gepolstert, ich war selber in so einer im Klinikum Ingolstadt auf station 35
      das demütigende ist, dass man bis auf ein Flügelhemdchen und Windel nichts an hat und die Pfleger einen über Monitor sehen konnen.


      das ist eine schlimme Angelegenheit (edit.)
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day

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