Pretzsch, Kinderheim Adolf Reichwein

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      Erfahrener Erzieher setzt auf Liebe und Konsequenz

      Michael Werner ist ein ziemlich zufriedener Mann. Seinem 60. Geburtstag, der Freitag mit einem Empfang gefeiert wurde, hat der Geschäftsführer des Internationalen Bundes (IB) in Wittenberg gelassen entgegen gesehen. Weil er eine Menge geleistet hat und sein Tun anerkannt ist, weil er weiß, dass er "das eine oder andere noch reißen kann" in nächster Zeit, weil sich die Bedingungen sozialer Arbeit nach der Wende so grundlegend geändert haben.



      In der DDR, weiß der Vater dreier Jungs, der in Thüringen aufwuchs, "gab es die Heimerziehung - und viel mehr nicht". Allein im Kreis Wittenberg existierten fünf Heime für Kinder und Jugendliche - in Wartenburg, Pretzsch, Kropstädt, Reinsdorf, Wittenberg. Von unverhältnismäßig vielen Heimplätzen spricht Werner denn auch, was nicht zuletzt ein Zeichen dafür sei, dass das Land "Schwierigkeiten hatte mit seiner Jugend". Heute gibt es ungemein vielfältige Möglichkeiten der Hilfe für junge Leute mit Problemen, die Angebote des sozialen Dienstleisters IB sind bestes Beispiel dafür: "Die Gesellschaft lässt sich das richtig viel Geld kosten", lobt Werner.



      Undifferenziert will der gelernte Schriftsetzer, der später ein Studium zum Erzieher absolvierte und auch in einem Jugendwerkhof arbeitete, die DDR-Situation gleichwohl nicht darstellen: "Es gab die politisch Missliebigen, die Mehrheit aber war schwererziehbar oder, wie es heute heißt, verhaltensauffällig. Und unter den Erziehern gab es die Schweinehunde ebenso wie jene, die pädagogisch sauber und mit großem Engagement gearbeitet haben." Als Werner Anfang der 80er Jahre in Pretzsch pädagogischer Leiter wurde, sorgte er dafür, dass Erzieher, die ihre Macht missbrauchten, gehen mussten. Es reizt den Kenner der Materie, einen Beitrag zur Aufarbeitung der umstrittenen Geschichte um DDR-Kinderheime und Jugendwerkhöfe zu leisten - wenn die Zeit dafür da ist. In fünf Jahren vielleicht.



      Basis des Wittenberger IB, dem Werner von Beginn an vorsteht, war 1990 der Jugendwerkhof: "Ich habe mit den Jugendlichen die Gitter abgesägt", erinnert er sich noch - und als nächstes, um die Tradition des Hauses zu brechen, eine Heimstatt für minderjährige Mütter mit ihren Kindern aufgebaut: "Dass es so etwas in der DDR nicht gab, war bedauernswert."



      Inzwischen steht der IB für eine Vielzahl sozialer Angebote, aus einst 20 sind 120 Beschäftigte geworden. "Wir haben täglich mit rund 1 000 Menschen im Kreis zu tun", sagt der Geschäftsführer, der für seine klaren Worte bekannt ist, nicht ohne Stolz: Da ist die Berufsausbildung für Benachteiligte - Lernbehinderte und Menschen mit gesundheitlichem Handicap, der Erziehungsbeistand, die Familien- und Erziehungsberatung, da sind soziale Trainingskurse und Sozialarbeit im Wohngebiet, der IB managt die Kinderküche und beschäftigt Streetworker, kümmert sich um den Berufseinstieg von Schulabsolventen. Dass sich Werner weitere Tätigkeitsfelder vorstellen kann, daraus macht er keinen Hehl. Die Arbeit mit Familien, die "Verbesserung der Erziehungskompetenz von Eltern" liegt ihm am Herzen. Erhebliche Defizite in Folge von Arbeitslosigkeit seien nicht zu leugnen und machen dem Nachwuchs den Start schwer.



      Sein Job bereitet ihm nach wie vor Freude, auch wenn Michael Werner derzeit eher Manager und weniger Erzieher ist: "Vor Verantwortung habe ich mich nie gedrückt." Und die Nähe zu den Projekten seines Hauses ist ja gegeben. "Ich bin in einer komfortablen Situation", freut sich der Pädagoge, für den die Erziehung nicht an Bedeutung verloren hat. Seine Botschaft lautet: "Die Liebe zum Kind ist durch nichts zu ersetzen. Konsequenz ebenfalls nicht."



      Dass Werner beim offiziellen Akt Freitag auf Blumen und sonstige Geschenke verzichtet hat, entspricht seiner Persönlichkeit und seinem Anspruch. Der 60 Jahre alt gewordene Geschäftsführer des Wittenberger IB, der zu den fünf Beiräten im bundesweiten Präsidium des Internationalen Bundes gehört - was sowohl Anerkennung als auch Einfluss bedeutet -, bat ausdrücklich um Spenden. Für ein Wochenende mit benachteiligten Familien am Friedrichsee. "Für manche Menschen", weiß Werner, "ist eine Fahrt nach Dessau eine halbe Weltreise. Die kommen nicht raus. Das lässt ermessen, was so ein Wochenende für sie bedeutet."



      Quelle: mz-web.de
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      Ich war ebenfalls in diesem Heim von 1988 bis 1990... Die Frage ist was war da wirklich los und wie ist mit uns damaligen Kindern umgegangen worden... Wer da war wird es wissen und es ist auch ein Fall von Mißbrauch, wenn Kinder geschlagen und der Willkür einzelner Erzieher und Lehrer ausgesetzt sind... Es muß nicht sexuell sein, aber Gewalt, psychischer Druck etc. gehören ebenfalls dazu... Und das können sie nicht Leugnen, denn es hat ja genug davon stattgefunden... Würde gerne mal wissen, wer von denen heute noch ein solches Amt wie Erzieher,oder Lehrer bekleidet... Schade um die verpassten Jahre, in denen man nicht Kind sein durfte... Hoffe aus euch ist trotz Allem was geworden und ihr gebt heute das euren Kindern, was ihr früher selber leider nie hatten... EINE UNBESCHWERTE KINDHEIT... Mfg Guido

      DerGrinch77 wrote:

      Ich war ebenfalls in diesem Heim von 1988 bis 1990... Die Frage ist was war da wirklich los und wie ist mit uns damaligen Kindern umgegangen worden... Wer da war wird es wissen und es ist auch ein Fall von Mißbrauch, wenn Kinder geschlagen und der Willkür einzelner Erzieher und Lehrer ausgesetzt sind... Es muß nicht sexuell sein, aber Gewalt, psychischer Druck etc. gehören ebenfalls dazu... Und das können sie nicht Leugnen, denn es hat ja genug davon stattgefunden... Würde gerne mal wissen, wer von denen heute noch ein solches Amt wie Erzieher,oder Lehrer bekleidet... Schade um die verpassten Jahre, in denen man nicht Kind sein durfte... Hoffe aus euch ist trotz Allem was geworden und ihr gebt heute das euren Kindern, was ihr früher selber leider nie hatten... EINE UNBESCHWERTE KINDHEIT... Mfg Guido
      ich war im jahre 1988 bis 1989 in der jwhg
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      Pretsch Kinderheim

      wer einmal dar war der weiß was mit uns kinder damals alles so paziert ist.es war eine schwierige zeit für uns kinder,ich leide heute noch darunder da keinen alles gleich wieder hoch.es gab da schläge und wer apgehauen ist vom heim und wieder eingefangen wurde kamm im bunker mit ein eimer und einer britsche die am tage hoch gekettet an der wand wurde da sahs man auf den kalten feuchten boden
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      jadas stimmt wer abgehauen ist kam in die zelle für 3 tage die kamen ein vor wie jahre ich hatte damals auch das vergnügen und kam in die die war in gruppe 13 unten im keller das schönste war ich war damals jugendlich und war unter gebracht in gruppe 13 wenn alle in den wäscheraum musten wurde an die eisen tür getretten ja das wahren zeiten da
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      ich war von 1977/1978 in der Einrichtung..meine Erfahrungen waren grausam im Garten arbeiten im Chor singen..die doofe Schule kein Mensch sein zu dürfen..und nur nach den Erzieherinnen tanzen zu müssen.nach Eltern sich zu sehnen und nicht raus zu kommen.wir schliefen im Blauen Zimmer der Mädels und hatten nichts zu lachen wir wurden einmal sogar ein gesperrt mit einen 10 Liter Eimer fürs Geschäft ich glaube 10 Leutchen waren drinn..können auch 12 gewesen sein auf jeden Fall ein großer Raum..einmal musste ich Stunden auf der Treppe sitzen und Mathe machen..es war sehr schlimm für mich..Positiv war der Sparziergang nach ?? wo wir ein paar Tage waren..es war sehr schön. :tschtc:aber Hinter die Kolliese durfte niemand schauen ein grauß
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      War auch im Kinderheim Pretzsch

      hallo, ich war auch im Kinderheim Pretzsch und hatte die Frau Schulz auch als Erziehrin. Ich bin Sabine und hatte früher den Namen Kullack,
      ich kann mich noch an Ruht, Hallina. Ramona mit Namen erinnern. War in der Gruppe wo Wendeltreppe war. Wäre schon, wenn sich jemand melden wurde
      Ich war von 1972 bis 1978 im Heim. Durch meine selichen Behinderung habe ich sehr vieles verdrängt und bin jetzt bei der Aufarbeitung meiner Vergangenheit. So kann ich nicht richtig sagen, welcher Schlafsall es war. Deswegen suche ich, Mädchen die auch in Pretzsch waren,

      Erfahrung vom kinderheim

      So,wie ich es aus den Akten kenne bin ich von Pretzsch aus dann wieder nach Hause gekommen.
      Weiß noch das wir im Schlafraum immer sehr viel Spaß hatten, aber wenn wir erwischt wurden sind, dann gab es Strafen. Also, für mich war es keine gute Zeit

      Antwort auf Deine Frage

      Da, ich sehr vieles verdrängt habe kommen jetzt erst sehr viele Errienerungen wieder. Ich habe ein einziges Bild von Fasching mit der Gruppe, wo ich zu letzt war. Hast Du Fotos vom Heim? Ich weiß auch das wir im Winterurlaub mit dem Heim waren und im Sommer an der Ostsee. Ja die Frau Schulz hat sehr sehr nach Rauch gerochen.