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      DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

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      Kürzlich hat mich ein weiterer ex-Freistätter, Thomas R., aus dem Ruhrpot in Deutschland kontaktiert und mich über folgende interessante damalige Sachlage bezüglich "FREISTATT" – d.h., über die damalige "ZWEIGANSTALT" der Bodelschwinghschen Anstalten Bethel: "FREISTATT IM WIETINGSMOOR" – informiert, die ich unbedingt mit allen hier Mitlesenden teilen möchte, und teilen darf:

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      Ich war in den 1960er Jahren (Sept. 64 bis Juni 66) selbst in Freistatt / Heimstatt.
      Es gab dort neben der gewerblichen Landwirtschaft auf dem Feld auch einen Schweizer Betrieb [ = "FREISTÄTTER KUHSTALL" ] mit bis zu 45 Kühen.

      Zuerst mußte ich auf dem Feld Kartoffeln und Rüben ernten. Dabei durften wir uns den ganzen Tag nur bücken, aber nie hinknien. Der Langsamste – und einer war zwangsläufig immer der Langsamste – erhielt abends eine Strafe.
      Zeit meines Lebens habe ich von dieser Arbeit Rückenprobleme zurückbehalten.

      Zwischendurch mußte ich auch zur Strafe Torf stechen, zum Glück nur für kurze Zeit.

      Danach, anscheinend hatte ich mich angepasst verhalten, arbeitete ich im Kuhstall.
      Dieser Betrieb wurde von einer älteren Person geführt (ich vermute er war angestellt) und für die körperliche Arbeit (melken per Hand, ausmisten per Hand einschließlich der schweren Schubkarren schieben, usw.) wurden immer zwei Fürsorgezöglinge abgestellt.
      Ich war während ca. eines vollen Jahres einer dieser zwei Zöglinge und
      ich war zu dem Zeitpunkt etwas über 15 Jahre alt, also körperlich noch nicht ausgewachsen.
      Die Kühe mußten alle mit der Hand gemolken werden, eine Melkmaschine gab es nicht.
      Und ich erinnere mich dass ich während der ersten 3-4 Wochen keinen Knopf mehr zumachen konnte, deshalb konnte ich während der Zeit lediglich T-Shirts tragen.

      Aber es gab für mich und dem zweiten Zögling drei große Vorteile:
      1. Wir durften offiziell Rauchen, sowohl beim arbeiten als auch in der Gruppe!
      2. Dafür erhielten wir jeder von uns beiden
      pro Woche 1 Päckchen Tabak umsonst [ d.h. wurde uns also nicht auf unseren aus Pfennigen bestehenden Monatslohn (gutgeschriebenes Taschengeld) verrechnet ].
      3. Wir hatten etwas mehr Freiheit als alle anderen.

      Zu dem Zeitpunkt war das Rauchen gesetzlich zwar erst ab 16 Jahren erlaubt, aber das Jugendamt wußte es und billigte es! Dank dessen kam ich nie mehr vom Rauchen los.

      Wir mußten nachts um 3 Uhr aufstehen und bis morgens 8 Uhr die Kühe melken; vormittags hatten wir frei und nachmittags ab 13 Uhr bis ca. 18 Uhr ging es wieder zur Arbeit.

      Anscheinend ist dieser Schweizer Betrieb [ = "FREISTÄTTER KUHSTALL" ] in den von mir bisher gesichteten Bethel-Broschüren nicht besonders erwähnt.


      Ich habe jedenfalls nichts dazu finden können.
      .

      Daraufhin gestaltete ich dann auch selbst noch einmal eine Suche, konnte aber im Internet nur folgende zwei diesbezügliche alte FREISTATT-Ansichtskarten finden:

      https://oldthing.de/AK-Freistatt-Blick-von-einer-Strasse-auf-landwirtschaftliche-Betriebe-Kuehe-und-Schweine-0025967780

      https://oldthing.de/AK-Freistatt-Schweineherde-auf-einer-Weide-0027687473

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Post was edited 5 times, last by “Martini” ().

      DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

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      Hier in diesem von mir eröffneten Thread handelt es sich prinzipiell eigentlich garnicht um den Film "FREISTATT" !

      Und
      in diesem meinem neusten Beitrag, vom Sonntag, 9. September 2018, um 07:02 Uhr, bezüglich der damaligen "ANSTALT FREISTATT IM WIETINGSMOOR" handelt es sich um Dinge, die bisher nicht bekannt waren und bis jetzt nirgens im Internet zu finden waren Dinge, die erst jetzt ( im August 2018 ! ) ans Tageslicht gekommen sind !!


      Martini wrote:

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      Kürzlich hat mich ein weiterer ex-Freistätter, Thomas R., aus dem Ruhrpot in Deutschland kontaktiert und mich über folgende interessante damalige Sachlage bezüglich "FREISTATT" – d.h., über die damalige "ZWEIGANSTALT" der Bodelschwinghschen Anstalten Bethel: "FREISTATT IM WIETINGSMOOR" – informiert, die ich unbedingt mit allen hier Mitlesenden teilen möchte, und teilen darf:

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      Ich war in den 1960er Jahren (Sept. 64 bis Juni 66) selbst in Freistatt / Heimstatt.
      Es gab dort neben der gewerblichen Landwirtschaft auf dem Feld auch einen Schweizer Betrieb [ = "FREISTÄTTER KUHSTALL" ] mit bis zu 45 Kühen.

      Zuerst mußte ich auf dem Feld Kartoffeln und Rüben ernten. Dabei durften wir uns den ganzen Tag nur bücken, aber nie hinknien. Der Langsamste – und einer war zwangsläufig immer der Langsamste – erhielt abends eine Strafe.
      Zeit meines Lebens habe ich von dieser Arbeit Rückenprobleme zurückbehalten.

      Zwischendurch mußte ich auch zur Strafe Torf stechen, zum Glück nur für kurze Zeit.

      Danach, anscheinend hatte ich mich angepasst verhalten, arbeitete ich im Kuhstall.
      Dieser Betrieb wurde von einer älteren Person geführt (ich vermute er war angestellt) und für die körperliche Arbeit (melken per Hand, ausmisten per Hand einschließlich der schweren Schubkarren schieben, usw.) wurden immer zwei Fürsorgezöglinge abgestellt.
      Ich war während ca. eines vollen Jahres einer dieser zwei Zöglinge und
      ich war zu dem Zeitpunkt etwas über 15 Jahre alt, also körperlich noch nicht ausgewachsen.
      Die Kühe mußten alle mit der Hand gemolken werden, eine Melkmaschine gab es nicht.
      Und ich erinnere mich dass ich während der ersten 3-4 Wochen keinen Knopf mehr zumachen konnte, deshalb konnte ich während der Zeit lediglich T-Shirts tragen.

      Aber es gab für mich und dem zweiten Zögling drei große Vorteile:
      1. Wir durften offiziell Rauchen, sowohl beim arbeiten als auch in der Gruppe!
      2. Dafür erhielten wir jeder von uns beiden
      pro Woche 1 Päckchen Tabak umsonst [ d.h. wurde uns also nicht auf unseren aus Pfenigen bestehenden Monatslohn (gutgeschriebenes Taschengeld) verrechnet ].
      3. Wir hatten etwas mehr Freiheit als alle anderen.

      Zu dem Zeitpunkt war das Rauchen gesetzlich zwar erst ab 16 Jahren erlaubt, aber das Jugendamt wußte es und billigte es! Dank dessen kam ich nie mehr vom Rauchen los.

      Wir mußten nachts um 3 Uhr aufstehen und bis morgens 8 Uhr die Kühe melken; vormittags hatten wir frei und nachmittags ab 13 Uhr bis ca. 18 Uhr ging es wieder zur Arbeit.

      Anscheinend ist dieser Schweizer Betrieb [ = "FREISTÄTTER KUHSTALL" ] in den von mir bisher gesichteten Bethel-Broschüren nicht besonders erwähnt.


      Ich habe jedenfalls nichts dazu finden können.
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      Daraufhin gestaltete ich dann auch selbst noch einmal eine Suche, konnte aber im Internet nur folgende zwei diesbezügliche alte FREISTATT-Ansichtskarten finden:

      https://oldthing.de/AK-Freistatt-Blick-von-einer-Strasse-auf-landwirtschaftliche-Betriebe-Kuehe-und-Schweine-0025967780

      https://oldthing.de/AK-Freistatt-Schweineherde-auf-einer-Weide-0027687473

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      In diesem Fall sind Jugendliche nicht nur schändlich ausgebeutet worden, sondern es wurden auch massenweise Löhne, Steuern und Sozialabgaben hinterzogen. Was hat denn der sogenannte "Hausvatr" mit dem ganzen Geld gemacht? Sich einen Mercedes gekauft?

      Es ist nicht zu fassen!!!
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