Medikamentenversuche in Heimen - "Sichtweisen" der Firma Merck dazu

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      Stern wrote:

      So, back in town und weil mir das noch durch den Kopf ging...

      xyz1 wrote:

      bist du zum mod aufgestiegen? glückwunsch! angekündigt war allerdings bei 1.600 beiträge der ausstieg.

      gut, mein beitrag ist keine beitrag zum thema - ebenso wenig wie dein beitrag nr. 1.606

      an martini vielen dank für die infos zum thema. sie sind sehr hilfreich.

      Schätze, da hast du dich dann doch geirrt, denn lies die Quelle vom 09.07.17 in "Neue
      Umfrage". Da steht Folgendes, doch nichts vom Ausstieg. :heul_nich:

      na ja, du solltest selbst wissen, welche äußerungen an welchen stellen du zum thema gemacht hast. aber es spielt jetzt auch keine rolle mehr.

      An Erika/Burkhard1 - "sei dir sicher, es hat nichts mit dir zu tun, weswegen ich an der Schwelle stehe. I könnte nun die L-Taste drücken oder bleibe ab 1.600 einfach hier als inaktiver user. Vor wenigen Jahren noch spielte all das eine Rolle. Ich bin so weit, dass das vorbei ist und das erschrickt mich beinahe selbst. Andererseits bestätigte es nur, dass ich rationaler denn je an alles herangehe. Die Emotionen sind erkaltet und seit langem dominiert eben das Rationale, das Abwägen zwischen für und wider. All das macht nichts mehr mit mir und trotzdem ist zwischen den Dingen zu unterscheiden...."

      Ja, an Martini kann man nur Danke sagen,
      ja, das sehe ich genau so.

      nun, es geht in diesem thread um die medikamentenversuche in den einrichtungen für behinderte und psychisch erkrankte kinder. laut wurde es um dieses thema, als die stiftung "anerkennung und hilfe..." nahezu in trockenen tüchern war. "ein schelm, der böses dabei denkt". nur, selbst zu diesem zeitpunkt sprachen ländervertreter davon, "man müsse prüfen, ob es im eigenen bundesland medikamentenversuche gegeben habe." inzwischen liegen mehr informationen vorbetroffen ist nicht nur schleswig holstein. silvia wagner, pharmakologin, hat den skandal öffentlich gemacht. sie arbeitet an dem thema.
      was diese menschen, die ja behinderungsbedingt in einem viel größerem abhängigkeitsverhältnis standen, an physischer, psychischer und sexualisierter gewalt erlebt haben, dazu gibt es litertur, z. b. "gewalt in der körperbehindertenhilfe". die beiden historiker winkler und schmuhl haben die geschehnisse in volmarstein untersucht.

      ich weiß selbst schon kaum noch, worum es wirklich ging, aber ich schätze, dass die Mehrheit das auch nicht mehr so sehr beschäftigt, trotz der Tragik der Problematik,

      gerade wegen der tragik und der besonderen problematik können gerade wir, die gewalt in "geschlossenen systemen" erlitten haben, uns einbringen, u. a. das thema in die öffentlichkeit bringen.


      aber mit wem willst du hier oder in anderen Themen auch noch sachlich diskutieren?

      was glaubst du?

      :/
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

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      Stern wrote:

      So, back in town und weil mir das noch durch den Kopf ging...

      xyz1 wrote:

      bist du zum mod aufgestiegen? glückwunsch! angekündigt war allerdings bei 1.600 beiträge der ausstieg.

      gut, mein beitrag ist keine beitrag zum thema - ebenso wenig wie dein beitrag nr. 1.606

      an martini vielen dank für die infos zum thema. sie sind sehr hilfreich.

      Schätze, da hast du dich dann doch geirrt, denn lies die Quelle vom 09.07.17 in "Neue
      Umfrage". Da steht Folgendes, doch nichts vom Ausstieg. :heul_nich:

      na ja, du solltest selbst wissen, welche äußerungen an welchen stellen du zum thema gemacht hast. aber es spielt jetzt auch keine rolle mehr.

      An Erika/Burkhard1 - "sei dir sicher, es hat nichts mit dir zu tun, weswegen ich an der Schwelle stehe. I könnte nun die L-Taste drücken oder bleibe ab 1.600 einfach hier als inaktiver user. Vor wenigen Jahren noch spielte all das eine Rolle. Ich bin so weit, dass das vorbei ist und das erschrickt mich beinahe selbst. Andererseits bestätigte es nur, dass ich rationaler denn je an alles herangehe. Die Emotionen sind erkaltet und seit langem dominiert eben das Rationale, das Abwägen zwischen für und wider. All das macht nichts mehr mit mir und trotzdem ist zwischen den Dingen zu unterscheiden...."

      Ja, an Martini kann man nur Danke sagen,
      ja, das sehe ich genau so.

      nun, es geht in diesem thread um die medikamentenversuche in den einrichtungen für behinderte und psychisch erkrankte kinder. laut wurde es um dieses thema, als die stiftung "anerkennung und hilfe..." nahezu in trockenen tüchern war. "ein schelm, der böses dabei denkt". nur, selbst zu diesem zeitpunkt sprachen ländervertreter davon, "man müsse prüfen, ob es im eigenen bundesland medikamentenversuche gegeben habe." inzwischen liegen mehr informationen vorbetroffen ist nicht nur schleswig holstein. silvia wagner, pharmakologin, hat den skandal öffentlich gemacht. sie arbeitet an dem thema.
      was diese menschen, die ja behinderungsbedingt in einem viel größerem abhängigkeitsverhältnis standen, an physischer, psychischer und sexualisierter gewalt erlebt haben, dazu gibt es litertur, z. b. "gewalt in der körperbehindertenhilfe". die beiden historiker winkler und schmuhl haben die geschehnisse in volmarstein untersucht.

      ich weiß selbst schon kaum noch, worum es wirklich ging, aber ich schätze, dass die Mehrheit das auch nicht mehr so sehr beschäftigt, trotz der Tragik der Problematik,

      gerade wegen der tragik und der besonderen problematik können gerade wir, die gewalt in "geschlossenen systemen" erlitten haben, uns einbringen, u. a. das thema in die öffentlichkeit bringen.


      aber mit wem willst du hier oder in anderen Themen auch noch sachlich diskutieren?

      was glaubst du?

      :/
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

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      M FRANZ WAGLE wrote:

      es geht auch um die heime wo keine behinderten und phychischkranke waren oder sind es wurde in vielen heimen gemacht


      ja, stimmt.

      bezieht man diesen skandal nicht nur auf die behindertenheime und die stationäre psychiatrie, fällt mir spontan marion zagermann (+) ein, die immer wieder über ihre diesbezüglichen erfahrungen in scherfede berichtet hatte. ich bin davon überzeugt, dass dies kein einzelfall ist.
      hinzu kommen die heim, in denen sowohl behinderte als auch nicht behinderte kinder waren. da reichte schon aus, dass ein kind stotterte (hab's in unserem heim mehrfach erlebt).

      ob sich der sumpf trocken legen lässt?
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

      M FRANZ WAGLE wrote:

      es geht auch um die heime wo keine behinderten und phychischkranke waren oder sind es wurde in vielen heimen gemacht


      ja, stimmt.

      bezieht man diesen skandal nicht nur auf die behindertenheime und die stationäre psychiatrie, fällt mir spontan marion zagermann (+) ein, die immer wieder über ihre diesbezüglichen erfahrungen in scherfede berichtet hatte. ich bin davon überzeugt, dass dies kein einzelfall ist.
      hinzu kommen die heim, in denen sowohl behinderte als auch nicht behinderte kinder waren. da reichte schon aus, dass ein kind stotterte (hab's in unserem heim mehrfach erlebt).

      ob sich der sumpf trocken legen lässt?
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

      ahu wrote:

      Um mal aufs Thema zurückzukommen:

      Um welches Medikament handelt es sich denn und um welche Studie?



      gehe mal auf die homepage sozial.geschichte online. den ausführlichen beitrag zum thema findest du in heft nr. 19, verfasser: silvia wagner

      es wurden u. a. psychopharmaka, antriebshemmende u.s.w medikamentenversuche vorgenommen.

      in einem telefonat erzählte sie mir, dass sie sich für den forschungsauftrag zum thema "einrichtungen der behindertenhilfe und stationäre psychiatrie 1949-1975" beworben hatte. den zuschlag bekam ein anderer. schade, so bleibt die vision einer umfassenden forschung.
      entschieden haben das die stiftungserrichter "hilfe und anerkennung..."
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

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      ahu wrote:

      Um mal aufs Thema zurückzukommen:

      Um welches Medikament handelt es sich denn und um welche Studie?



      gehe mal auf die homepage sozial.geschichte online. den ausführlichen beitrag zum thema findest du in heft nr. 19, verfasser: silvia wagner

      es wurden u. a. psychopharmaka, antriebshemmende u.s.w medikamentenversuche vorgenommen.

      in einem telefonat erzählte sie mir, dass sie sich für den forschungsauftrag zum thema "einrichtungen der behindertenhilfe und stationäre psychiatrie 1949-1975" beworben hatte. den zuschlag bekam ein anderer. schade, so bleibt die vision einer umfassenden forschung.
      entschieden haben das die stiftungserrichter "hilfe und anerkennung..."
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

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      Im Rahmen von Diskussionen zu Fragen medizinischer Ethik entstand Ende 1900 der preußische Erlass über Menschenversuche. Darin wurde festgelegt, dass Versuchspersonen der Teilnahme am Experiment zugestimmt haben mussten, nachdem sie vorher über den Versuch belehrt worden waren (für solch eine Einwilligung wird heute der Begriff des informed consent verwendet).


      Auch in den 1950er und 1960er Jahren gab es für die Durchführung von Pharmastudien in der BRD noch keine klar rechtsverbindlichen, mit Sanktionen belegbaren Vorschriften


      duepublico.uni-duisburg-essen.…42079/04_Wagner_Heime.pdf

      Wenn es keine rechtsverbindlichen Vorschriften gab, kann sich natürlich auch jeder darauf berufen, nichts Rechtswidriges getan zu haben.
      Damit werden sich Merck und andere im Zweifelsfall wohl herausreden.

      Die Einwilligung müßte der Arzt bei den Eltern bzw gesetzlichen Vormunden eingeholt und theoretisch auch in den ärztlichen Unterlagen der Betroffenen dokumentiert haben, ebenso in den Unterlagen über die Studien, die möglicherweise nur er selbst hatte.
      Wobei Dokumentation damals noch nicht den Stellenwert wie heute hatte. Die Erlaubnis zur Einsicht in die Unterlagen darf wegen der Schweigepflicht nur der Betroffene selbst geben. Man müßte also die Betroffenen identifizieren und befragen.
      Bei der hessischen Studie steht nicht dabei, dass die Studie von einer Pharmafirma in Auftrag gegeben wurde. Dann wäre sowieso nur der Arzt selbst haftbar, Bei ihm wären auch die ärztlichen Unterlagen zu finden, diese müssen aber nur maximal 30 Jahre lang aufbewahrt werden.

      Da er keine Sanktionenbei Nichtbefolgung androhte, war er „von Anfang an zum schnellen Vergessen verurteilt“.


      Selbst wenn es keine Sanktionen von Seiten der Betroffenen gäbe, drohen die Sanktionen von Seiten der publizierenden Zeitschrift bzw. der berufsständischen Vereinigung. Eine Studie, deren Einhaltung der ethischen Voraussetzungen nicht eingehalten wird, findet nach der Aufdeckung nicht nur keine Beachtung mehr, der Studienleiter verliert nicht nur sein wissenschaftliches Renomee, sondern kann sowohl vom Herausgeber der publizierenden Zeitschrift als auch von seiner Standesvertretung haftbar gemacht werden. In Anbetracht der Tatsache, zu welchen Zeiten die Studien gemacht wurden, ist das aber eher zweitrangig.

      "Es wurden EEG-Untersuchungen gemacht, es wurden Blutbildkontrollen gemacht, die Leberwerte wurden untersucht, Harnwerte bestimmt. Das sind ganz klar keine therapeutischen Maßnahmen, sondern Versuchsbedingungen."

      ndr.de/nachrichten/schleswig-h…indern,heimkinder168.html
      Das ist Blödsinn. Alle diese Untersuchungen müssen bei allen, die es verordnet bekommen, verpflichtend während der Einnahme dieser Medikamente gemacht werden, um evt Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.
      Klingt aber ansonsten schon so, als habe es sich da um einen geistigen Zögling von Dr. Mengele gehandelt.

      Soweit zum Text über Schlesien...

      und zwar in hohen Dosierungen, die gegen eine therapeutische Anwendung und für Versuche an Kindern sprechen würden.


      Dafür macht man eigentlich Tierversuche, heute.

      Was soll eine Studie bringen, die zu hohe Dosierungen verwendet? Üblicherweise versucht man ja, Studien zu machen, die nachweisen dass ein Medikament bei guter Wirkung möglichst nebenwirkungsarm ist.
      Heute ist das Geschichte.
      akdae.de/Arzneimittelsicherhei…ldung/Info/UAW-Bogen.html

      „Dr. St. berichtete uns ausführlichüber seine Erfahrungen mit Decentan bei ca. 40 Kindern und Ju-
      gendlichen (Alter von 5 bis 13 Jahren) [...]. Wir verschwiegen nicht,dass wir die Dosierung von 3–6 x 8 mg für viel zu hoch hielten und verwiesen auf unser Präparateblatt, in dem wesentlich niedrigere
      Dosen empfohlen wurden“.


      duepublico.uni-duisburg-essen.…42079/04_Wagner_Heime.pdf

      www1.wdr.de/nachrichten/westfa…thel-medikamente-100.html

      Tatsächlich war man wohl in der Nachkriegszeit erstmal so euphorisch, nach Einführung von Penicillin und anderen Medikamenten entweder mal überhaupt Medikamente zur Verfügung zu haben, bei denen mehr als nur Hexenzauber wirkte, dass man relativ unkritisch damit umging. Erst Skandale wie bei Contergan und der Salkimpfung haben da zu den späteren Gesetzen und kritischerem Umgang mit den Medikamenten geführt.

      de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4uglingssterblichkeit

      de.wikipedia.org/wiki/Kindersterblichkeit

      de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung

      Wie Menschen in Anstalten vorher behandelt wurden, kann man hier nachlesen:

      Die sogenannten Psychiker sahen dagegen Geisteskrankheiten als Erkrankung der körperlosen Seele
      an, also als Folge von Sünden. Therapiert wurde mit brutalen körperlichen Methoden, deren Zweck war, die Seele zu erschüttern.
      Übliche Maßnahmen in diesen Anstalten waren die körperliche Behandlung mit Ruten, Stöcken und Peitschen und Foltermethoden wie dem Drehstuhl (auf ihm wurde der Patient so lange gedreht, bis ihm Blut aus Mund und Nase lief oder er das Bewusstsein verlor), Schockkuren (z. B. Schneebad oder Sturzbad, d. h. Eintauchen in eiskaltes Wasser),
      Erzeugung körperlicher Erschöpfung (Zwangsstehen, Brechmittel, Abführmittel, Hungerkuren), Peitschung mit Nesseln oder die Einreibung der Kopfhaut mit Substanzen wie z. B. Brechweinstein, welche schmerzhafte eitrige Geschwüre hervorriefen. Auch Senfpflaster, Ameisen, Elektrizität und glühende Eisen kamen zum Einsatz.


      de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Psychiatrie

      Bei uns kann man sich vieles derartiges heute nicht mehr vorstellen. In vielen Drittweltländern ist ähnliches aber weiterhin Realität.

      Was den unkritischen Umgang mit Beruhigungsmitteln vor allem aus der Neuroleptikagruppe angeht, da sollten sich die Heimaufsichten, vor allem in den Senorienstiften, ruhig auch heute noch etwas mehr interessieren, hab ich manchmal den Eindruck.

      duepublico.uni-duisburg-essen.…42079/04_Wagner_Heime.pdf

      Also, dieser Link ist die eigentliche Arbeit von Sylvia Wagner, finde ich beeindruckend.

      Wenn wir uns genug über Flüchtlinge aufgeregt haben, könnte man sich ja mal wieder solchen Themen zuwenden....
      Im Rahmen von Diskussionen zu Fragen medizinischer Ethik entstand Ende 1900 der preußische Erlass über Menschenversuche. Darin wurde festgelegt, dass Versuchspersonen der Teilnahme am Experiment zugestimmt haben mussten, nachdem sie vorher über den Versuch belehrt worden waren (für solch eine Einwilligung wird heute der Begriff des informed consent verwendet).


      Auch in den 1950er und 1960er Jahren gab es für die Durchführung von Pharmastudien in der BRD noch keine klar rechtsverbindlichen, mit Sanktionen belegbaren Vorschriften


      duepublico.uni-duisburg-essen.…42079/04_Wagner_Heime.pdf

      Wenn es keine rechtsverbindlichen Vorschriften gab, kann sich natürlich auch jeder darauf berufen, nichts Rechtswidriges getan zu haben.
      Damit werden sich Merck und andere im Zweifelsfall wohl herausreden.

      Die Einwilligung müßte der Arzt bei den Eltern bzw gesetzlichen Vormunden eingeholt und theoretisch auch in den ärztlichen Unterlagen der Betroffenen dokumentiert haben, ebenso in den Unterlagen über die Studien, die möglicherweise nur er selbst hatte.
      Wobei Dokumentation damals noch nicht den Stellenwert wie heute hatte. Die Erlaubnis zur Einsicht in die Unterlagen darf wegen der Schweigepflicht nur der Betroffene selbst geben. Man müßte also die Betroffenen identifizieren und befragen.
      Bei der hessischen Studie steht nicht dabei, dass die Studie von einer Pharmafirma in Auftrag gegeben wurde. Dann wäre sowieso nur der Arzt selbst haftbar, Bei ihm wären auch die ärztlichen Unterlagen zu finden, diese müssen aber nur maximal 30 Jahre lang aufbewahrt werden.

      Da er keine Sanktionenbei Nichtbefolgung androhte, war er „von Anfang an zum schnellen Vergessen verurteilt“.


      Selbst wenn es keine Sanktionen von Seiten der Betroffenen gäbe, drohen die Sanktionen von Seiten der publizierenden Zeitschrift bzw. der berufsständischen Vereinigung. Eine Studie, deren Einhaltung der ethischen Voraussetzungen nicht eingehalten wird, findet nach der Aufdeckung nicht nur keine Beachtung mehr, der Studienleiter verliert nicht nur sein wissenschaftliches Renomee, sondern kann sowohl vom Herausgeber der publizierenden Zeitschrift als auch von seiner Standesvertretung haftbar gemacht werden. In Anbetracht der Tatsache, zu welchen Zeiten die Studien gemacht wurden, ist das aber eher zweitrangig.

      "Es wurden EEG-Untersuchungen gemacht, es wurden Blutbildkontrollen gemacht, die Leberwerte wurden untersucht, Harnwerte bestimmt. Das sind ganz klar keine therapeutischen Maßnahmen, sondern Versuchsbedingungen."

      ndr.de/nachrichten/schleswig-h…indern,heimkinder168.html
      Das ist Blödsinn. Alle diese Untersuchungen müssen bei allen, die es verordnet bekommen, verpflichtend während der Einnahme dieser Medikamente gemacht werden, um evt Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.
      Klingt aber ansonsten schon so, als habe es sich da um einen geistigen Zögling von Dr. Mengele gehandelt.

      Soweit zum Text über Schlesien...

      und zwar in hohen Dosierungen, die gegen eine therapeutische Anwendung und für Versuche an Kindern sprechen würden.


      Dafür macht man eigentlich Tierversuche, heute.

      Was soll eine Studie bringen, die zu hohe Dosierungen verwendet? Üblicherweise versucht man ja, Studien zu machen, die nachweisen dass ein Medikament bei guter Wirkung möglichst nebenwirkungsarm ist.
      Heute ist das Geschichte.
      akdae.de/Arzneimittelsicherhei…ldung/Info/UAW-Bogen.html

      „Dr. St. berichtete uns ausführlichüber seine Erfahrungen mit Decentan bei ca. 40 Kindern und Ju-
      gendlichen (Alter von 5 bis 13 Jahren) [...]. Wir verschwiegen nicht,dass wir die Dosierung von 3–6 x 8 mg für viel zu hoch hielten und verwiesen auf unser Präparateblatt, in dem wesentlich niedrigere
      Dosen empfohlen wurden“.


      duepublico.uni-duisburg-essen.…42079/04_Wagner_Heime.pdf

      www1.wdr.de/nachrichten/westfa…thel-medikamente-100.html

      Tatsächlich war man wohl in der Nachkriegszeit erstmal so euphorisch, nach Einführung von Penicillin und anderen Medikamenten entweder mal überhaupt Medikamente zur Verfügung zu haben, bei denen mehr als nur Hexenzauber wirkte, dass man relativ unkritisch damit umging. Erst Skandale wie bei Contergan und der Salkimpfung haben da zu den späteren Gesetzen und kritischerem Umgang mit den Medikamenten geführt.

      de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4uglingssterblichkeit

      de.wikipedia.org/wiki/Kindersterblichkeit

      de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung

      Wie Menschen in Anstalten vorher behandelt wurden, kann man hier nachlesen:

      Die sogenannten Psychiker sahen dagegen Geisteskrankheiten als Erkrankung der körperlosen Seele
      an, also als Folge von Sünden. Therapiert wurde mit brutalen körperlichen Methoden, deren Zweck war, die Seele zu erschüttern.
      Übliche Maßnahmen in diesen Anstalten waren die körperliche Behandlung mit Ruten, Stöcken und Peitschen und Foltermethoden wie dem Drehstuhl (auf ihm wurde der Patient so lange gedreht, bis ihm Blut aus Mund und Nase lief oder er das Bewusstsein verlor), Schockkuren (z. B. Schneebad oder Sturzbad, d. h. Eintauchen in eiskaltes Wasser),
      Erzeugung körperlicher Erschöpfung (Zwangsstehen, Brechmittel, Abführmittel, Hungerkuren), Peitschung mit Nesseln oder die Einreibung der Kopfhaut mit Substanzen wie z. B. Brechweinstein, welche schmerzhafte eitrige Geschwüre hervorriefen. Auch Senfpflaster, Ameisen, Elektrizität und glühende Eisen kamen zum Einsatz.


      de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Psychiatrie

      Bei uns kann man sich vieles derartiges heute nicht mehr vorstellen. In vielen Drittweltländern ist ähnliches aber weiterhin Realität.

      Was den unkritischen Umgang mit Beruhigungsmitteln vor allem aus der Neuroleptikagruppe angeht, da sollten sich die Heimaufsichten, vor allem in den Senorienstiften, ruhig auch heute noch etwas mehr interessieren, hab ich manchmal den Eindruck.

      duepublico.uni-duisburg-essen.…42079/04_Wagner_Heime.pdf

      Also, dieser Link ist die eigentliche Arbeit von Sylvia Wagner, finde ich beeindruckend.

      Wenn wir uns genug über Flüchtlinge aufgeregt haben, könnte man sich ja mal wieder solchen Themen zuwenden....
      xyz1 da war ich 6 Jahre. Das Problem ist das ich über das Thema ja nicht mehr reden wollte.
      Aber man sollte drüber reden. Privat wer mir lieber. Weil mein Misstrauen immer noch vor fremde Personen da ist.
      Ich wurde meinen Eltern von zu hause entrissen, Warum weshalb habe ich nie erfahren können.
      Ich bin ein Gebürtiger Berliner. Wo ich mein Eltern Haus in Waltersdorf bei KW gesehen habe habe ich Gott und die Welt Verflucht. Ich kam dann in das Heim in Teupitz warum ich dort rein musste wurde mir die Gesagt. Bitte gebe mir mehr Zeit das ich dich Privat anschreibe. Weil es mir nicht so gut geht.
      Die Tabletten hießen in der DDR Fausthan diese Tabletten wurden von der Firma Bayern Chemie in der DDR getestet um Kinder die Hyperaktiv waren Ruhig zu stellen. Nicht nur das die Kinder haben sogar dadurch ihre Zähne verloren . Durch diese Tabletten wurde die Synapse ich hoffe du weist was ich meine unterbrochen so das man als Kind den Pflegern vollkommen ausgeliefert war.

      Post was edited 1 time, last by “Samuel” ().

      xyz1 da war ich 6 Jahre. Das Problem ist das ich über das Thema ja nicht mehr reden wollte.
      Aber man sollte drüber reden. Privat wer mir lieber. Weil mein Misstrauen immer noch vor fremde Personen da ist.
      Ich wurde meinen Eltern von zu hause entrissen, Warum weshalb habe ich nie erfahren können.
      Ich bin ein Gebürtiger Berliner. Wo ich mein Eltern Haus in Waltersdorf bei KW gesehen habe habe ich Gott und die Welt Verflucht. Ich kam dann in das Heim in Teupitz warum ich dort rein musste wurde mir die Gesagt. Bitte gebe mir mehr Zeit das ich dich Privat anschreibe. Weil es mir nicht so gut geht.
      Die Tabletten hießen in der DDR Fausthan diese Tabletten wurden von der Firma Bayern Chemie in der DDR getestet um Kinder die Hyperaktiv waren Ruhig zu stellen. Nicht nur das die Kinder haben sogar dadurch ihre Zähne verloren . Durch diese Tabletten wurde die Synapse ich hoffe du weist was ich meine unterbrochen so das man als Kind den Pflegern vollkommen ausgeliefert war.

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