Wie wird man innerlich frei nach einer Heimkarriere?

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      Danke mal 3!!!

      Nicht jeder kann u ist i der Lage, diesen Weg zu gehen und zu finden worüber du schreibst.

      Zuerst steht ein fester Wille den du hattest u 2. ein glücklicher Umstand, oft auch Zufall genannt, einen Strohhalm gereicht bekommen zu haben.

      3. Steht Der Wunsch, sich von Fesseln lösen zu wollen, sich der Sonne zuzuwenden, um die Schatten hinter sich lassen zu können.

      4. Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen.

      Du hattest alle Punkte erfüllt u sicher noch einige mehr. :)

      Danke für dein Post, uns teilhaben zu lassen!!

      lg Axel
      Danke mal 3!!!

      Nicht jeder kann u ist i der Lage, diesen Weg zu gehen und zu finden worüber du schreibst.

      Zuerst steht ein fester Wille den du hattest u 2. ein glücklicher Umstand, oft auch Zufall genannt, einen Strohhalm gereicht bekommen zu haben.

      3. Steht Der Wunsch, sich von Fesseln lösen zu wollen, sich der Sonne zuzuwenden, um die Schatten hinter sich lassen zu können.

      4. Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen.

      Du hattest alle Punkte erfüllt u sicher noch einige mehr. :)

      Danke für dein Post, uns teilhaben zu lassen!!

      lg Axel
      Auch wenn es ein eigentlich ganz anderes Thema ist: "Filmprojekt "Embrace"

      Wenn man anfängt, sich so zu lieben, wie man ist und egal wie und was zuvor gewesen ist, kann man sich auch Anderen aufgeschlossen und ohne Wertung widmen.

      Dazu gibt es derzeit einen Film über das sog. Bodyshaming von und mit Nora Tschirner (Filmprojekt "Embrace") - aber ich denke schon, dass es sehr viel mit der eigenen Identität zu tun hat und vor allem mit dem sich auf den Weg machen, ein Leben mit Ziel zu leben, ohne von vorherigen Ereignissen eingeengt und somit ausgebremst zu werden.

      Aber wie bereits von Stern auch geschrieben: zuerst ein Wille, dann ein glücklicher Umstand und zuletzt eben auch den gereichten Strohhalm entgegen nehmen ist wohl das Mindeste.

      Aber je nach Intensität und auch Zeitdauer der "Schädigung" im Sinne von Einreden von Minderwertigkeit und Versager-Struktur wird es wohl auch schwierig, das sich ein sehr sensiblen Charakter aus diesem Stahlkorsett zu befreien vermag.
      Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht. Oskar Wilde
      Auch wenn es ein eigentlich ganz anderes Thema ist: "Filmprojekt "Embrace"

      Wenn man anfängt, sich so zu lieben, wie man ist und egal wie und was zuvor gewesen ist, kann man sich auch Anderen aufgeschlossen und ohne Wertung widmen.

      Dazu gibt es derzeit einen Film über das sog. Bodyshaming von und mit Nora Tschirner (Filmprojekt "Embrace") - aber ich denke schon, dass es sehr viel mit der eigenen Identität zu tun hat und vor allem mit dem sich auf den Weg machen, ein Leben mit Ziel zu leben, ohne von vorherigen Ereignissen eingeengt und somit ausgebremst zu werden.

      Aber wie bereits von Stern auch geschrieben: zuerst ein Wille, dann ein glücklicher Umstand und zuletzt eben auch den gereichten Strohhalm entgegen nehmen ist wohl das Mindeste.

      Aber je nach Intensität und auch Zeitdauer der "Schädigung" im Sinne von Einreden von Minderwertigkeit und Versager-Struktur wird es wohl auch schwierig, das sich ein sehr sensiblen Charakter aus diesem Stahlkorsett zu befreien vermag.
      Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht. Oskar Wilde
      Hallo mbugu,

      ich nehme an die Beschreibungen Deiner Person hast Du Deiner Akte entnommen und da ich einige Akten gelesen habe fällt mir auf, dass die Beschreibungen durchaus Parallelen aufweisen. Insbesondere jene Stellen die angeblich Beschreibungen liefern über sog. überzogene Haltungen.
      Ich habe mir damals sehr viele Gedanken darüber gemacht und kam zu dem Schluss, dass die Erzieher eine ganz bestimmte Haltung ihrer Zöglinge erwarteten und ich vereinfache es einmal, die Erwartung mit gesenktem Haupte durch das Leben zu gehen, schweigend und demutsvoll zu sein. Dieses hatte sehr viel mit ihren Vorstellungen von Heimkindern zu tun, die ja überwiegend nicht aus guten Familien kamen, also eher als jene Form der Gossenkinder betrachtet wurden, bei denen es galt ihnen den Willen zu brechen und dann nach ihren Vorstellungen „formen“ zu wollen. Und diese Vorstellung war dann jene, die ich oben schon beschrieb.

      Hinzu kam dann, dass Bildung diesen „Gossenkindern“ nicht zugestanden wurde, weil sie ja überwiegend nicht aus jener Schicht kamen, denen man früher Bildung- und hier gilt insbesondere die „höhere Bildung“ -zugestand. Ein Punkt, der aber auch in der damaligen Gesellschaft durchaus üblich war, da haben sich die Erzieher nicht wirklich unterschieden.

      Es gibt da schon viele Gründe, selbst der Orden selber im Umgang untereinander, war ja auch sehr stark hierarchisch geprägt, also letztlich doch sehr konzentriert auf Unterordnung.

      Gut ist es aber, dass Du Dich von dieser kleinkarierten stigmatisierten Vorstellung befreien konntest und das war mit Sicherheit ein ganz wichtiger Schritt und ich sehe da auch Parallelen zu meinem Lebensweg und aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass es wichtig war seine eigenen Vorstellungen zu realisieren.
      Hallo mbugu,

      ich nehme an die Beschreibungen Deiner Person hast Du Deiner Akte entnommen und da ich einige Akten gelesen habe fällt mir auf, dass die Beschreibungen durchaus Parallelen aufweisen. Insbesondere jene Stellen die angeblich Beschreibungen liefern über sog. überzogene Haltungen.
      Ich habe mir damals sehr viele Gedanken darüber gemacht und kam zu dem Schluss, dass die Erzieher eine ganz bestimmte Haltung ihrer Zöglinge erwarteten und ich vereinfache es einmal, die Erwartung mit gesenktem Haupte durch das Leben zu gehen, schweigend und demutsvoll zu sein. Dieses hatte sehr viel mit ihren Vorstellungen von Heimkindern zu tun, die ja überwiegend nicht aus guten Familien kamen, also eher als jene Form der Gossenkinder betrachtet wurden, bei denen es galt ihnen den Willen zu brechen und dann nach ihren Vorstellungen „formen“ zu wollen. Und diese Vorstellung war dann jene, die ich oben schon beschrieb.

      Hinzu kam dann, dass Bildung diesen „Gossenkindern“ nicht zugestanden wurde, weil sie ja überwiegend nicht aus jener Schicht kamen, denen man früher Bildung- und hier gilt insbesondere die „höhere Bildung“ -zugestand. Ein Punkt, der aber auch in der damaligen Gesellschaft durchaus üblich war, da haben sich die Erzieher nicht wirklich unterschieden.

      Es gibt da schon viele Gründe, selbst der Orden selber im Umgang untereinander, war ja auch sehr stark hierarchisch geprägt, also letztlich doch sehr konzentriert auf Unterordnung.

      Gut ist es aber, dass Du Dich von dieser kleinkarierten stigmatisierten Vorstellung befreien konntest und das war mit Sicherheit ein ganz wichtiger Schritt und ich sehe da auch Parallelen zu meinem Lebensweg und aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass es wichtig war seine eigenen Vorstellungen zu realisieren.

      burkhard1 wrote:

      und kam zu dem Schluss, dass die Erzieher eine ganz bestimmte Haltung ihrer Zöglinge erwarteten und ich vereinfache es einmal, die Erwartung mit gesenktem Haupte durch das Leben zu gehen, schweigend und demutsvoll zu sein.


      Das fängt ja schon damit an, dass Kinder, die bspw. unehelich geboren wurden und vermutlich deshalb möglichst früh der "Gosse" entzogen werden mussten, ihrer eigenen Geschichte beraubt und meistens dann in die gleiche verschrobene Schublade gesteckt wurden, wie die Mutter. Und dass das Kind dann eben zumindest zu essen, anzuziehen und n Dach übern Kopf hatte, war ja den ErzieherInnen und nur denen zu verdanken - also hat man dies mit gesenktem Kpf und Demut zu beantworten.

      Das heißt nun aber nicht, dass es in manchen Elternhäusern so schlimm zuging, dass die Kinder dort einfach weg mussten, manchmal haben Kinder ja auch um "Entfernung" aus ihrem Moloch gebettelt.


      burkhard1 wrote:

      Es gibt da schon viele Gründe, selbst der Orden selber im Umgang untereinander, war ja auch sehr stark hierarchisch geprägt, also letztlich doch sehr konzentriert auf Unterordnung.


      Wieso war? Ist doch immer noch so - oder?

      burkhard1 wrote:

      aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass es wichtig war seine eigenen Vorstellungen zu realisieren.


      So ist es - auch wenn dafür viel Ellebogen, Tränen und Erniedrigung damit verbunden war - es ist danach um so leichter, wie es mbugu ja auch sehr eindrucksvoll umschreibt, zu realisieren, was mit einem geschehen ist, was man daraus gemacht hat und dieses Wissen mitnimmt und umsetzt in die eigene Zukunft des Lebens.
      Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht. Oskar Wilde

      burkhard1 wrote:

      und kam zu dem Schluss, dass die Erzieher eine ganz bestimmte Haltung ihrer Zöglinge erwarteten und ich vereinfache es einmal, die Erwartung mit gesenktem Haupte durch das Leben zu gehen, schweigend und demutsvoll zu sein.


      Das fängt ja schon damit an, dass Kinder, die bspw. unehelich geboren wurden und vermutlich deshalb möglichst früh der "Gosse" entzogen werden mussten, ihrer eigenen Geschichte beraubt und meistens dann in die gleiche verschrobene Schublade gesteckt wurden, wie die Mutter. Und dass das Kind dann eben zumindest zu essen, anzuziehen und n Dach übern Kopf hatte, war ja den ErzieherInnen und nur denen zu verdanken - also hat man dies mit gesenktem Kpf und Demut zu beantworten.

      Das heißt nun aber nicht, dass es in manchen Elternhäusern so schlimm zuging, dass die Kinder dort einfach weg mussten, manchmal haben Kinder ja auch um "Entfernung" aus ihrem Moloch gebettelt.


      burkhard1 wrote:

      Es gibt da schon viele Gründe, selbst der Orden selber im Umgang untereinander, war ja auch sehr stark hierarchisch geprägt, also letztlich doch sehr konzentriert auf Unterordnung.


      Wieso war? Ist doch immer noch so - oder?

      burkhard1 wrote:

      aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass es wichtig war seine eigenen Vorstellungen zu realisieren.


      So ist es - auch wenn dafür viel Ellebogen, Tränen und Erniedrigung damit verbunden war - es ist danach um so leichter, wie es mbugu ja auch sehr eindrucksvoll umschreibt, zu realisieren, was mit einem geschehen ist, was man daraus gemacht hat und dieses Wissen mitnimmt und umsetzt in die eigene Zukunft des Lebens.
      Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht. Oskar Wilde
      Danke für die Beiträge.
      Warum man Heimkinder als aus der Gosse kommend betrachten sollte, ist mir schleierhaft. Es wurde aber gemacht - egal, ob man aus einer zerrütteten Familie kam oder nicht.
      Ein roter Faden, der sich durch das Ganze zieht, ist doch der: Die Geringschätzung der Heimkinder. Meine These ist nun die, dass diejenigen, die unsereins geringschätzen zu meinen mussten, taten das wohl, um sich selber wertschätzen zu können. Schauen wir uns doch mal die Biographien der damaligen Verantwortlichen an - oft waren verkrachte Exisenzen darunter, die auch damals anderswo nichts werden konnten - aus welchen Gründen auch immer. Und viele kennen von uns auch die Hackordnung in solchen Heimen unter den Betreffenden selbst: Manche von uns haben da ja andere Schwächere runtergemacht, um sich nicht selber ganz wie Sau fühlen zu müssen. Die Geschichten in dem Film über Freistatt zeigen das z. T. auch. Genauso war es mit vielen dieser Erzieher, die hier mal "Gott" spielen konnten und nun meinten, Andere runtermachen zu können, um sich selber gut fühlen zu können...
      Wenn man selbst keine Wertschätzung erfährt, kann man auch nicht andere wertschätzen. Das ist ein weiterer wichtiger Punkt. Der erste Schritt zur "Heilung" und Befreiung von dem Trauma ist, sich selber wertschätzen zu lernen und dann auch andere wertzuschätzen. Das aber dauert und ist ein langer Prozess. Bis zu diesem Punkt der "Selbstbefreiung" war ich ja ein Einzelkämpfer mit dem Gefühl, gegen den Rest der Welt zu stehen. Ich habe dann irgendwann mal die Kurve gekriegt, um ein sozial einigermaßen erträglicher Mensch zu werden. Ich habe auch für andere Menschen etwas tun und sie auf ihrem Weg zu einem besseren Leben begleiten können. Bis ich aber soweit war, das tun zu können, hat es sehr, sehr lange gedauert. Vielleicht zu lange. Aber da bin ich sicher nicht der Einzige.
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      Danke für die Beiträge.
      Warum man Heimkinder als aus der Gosse kommend betrachten sollte, ist mir schleierhaft. Es wurde aber gemacht - egal, ob man aus einer zerrütteten Familie kam oder nicht.
      Ein roter Faden, der sich durch das Ganze zieht, ist doch der: Die Geringschätzung der Heimkinder. Meine These ist nun die, dass diejenigen, die unsereins geringschätzen zu meinen mussten, taten das wohl, um sich selber wertschätzen zu können. Schauen wir uns doch mal die Biographien der damaligen Verantwortlichen an - oft waren verkrachte Exisenzen darunter, die auch damals anderswo nichts werden konnten - aus welchen Gründen auch immer. Und viele kennen von uns auch die Hackordnung in solchen Heimen unter den Betreffenden selbst: Manche von uns haben da ja andere Schwächere runtergemacht, um sich nicht selber ganz wie Sau fühlen zu müssen. Die Geschichten in dem Film über Freistatt zeigen das z. T. auch. Genauso war es mit vielen dieser Erzieher, die hier mal "Gott" spielen konnten und nun meinten, Andere runtermachen zu können, um sich selber gut fühlen zu können...
      Wenn man selbst keine Wertschätzung erfährt, kann man auch nicht andere wertschätzen. Das ist ein weiterer wichtiger Punkt. Der erste Schritt zur "Heilung" und Befreiung von dem Trauma ist, sich selber wertschätzen zu lernen und dann auch andere wertzuschätzen. Das aber dauert und ist ein langer Prozess. Bis zu diesem Punkt der "Selbstbefreiung" war ich ja ein Einzelkämpfer mit dem Gefühl, gegen den Rest der Welt zu stehen. Ich habe dann irgendwann mal die Kurve gekriegt, um ein sozial einigermaßen erträglicher Mensch zu werden. Ich habe auch für andere Menschen etwas tun und sie auf ihrem Weg zu einem besseren Leben begleiten können. Bis ich aber soweit war, das tun zu können, hat es sehr, sehr lange gedauert. Vielleicht zu lange. Aber da bin ich sicher nicht der Einzige.
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      burkhard1 wrote:

      Hallo mbugu,


      Ich habe mir damals sehr viele Gedanken darüber gemacht und kam zu dem Schluss, dass die Erzieher eine ganz bestimmte Haltung ihrer Zöglinge erwarteten und ich vereinfache es einmal, die Erwartung mit gesenktem Haupte durch das Leben zu gehen, schweigend und demutsvoll zu sein..


      Oh ja, Du bringst es auf den Punkt. Demutsvoll in solchen Fällen sein heißt ja auch zu allem "Ja und Amen" sagen - besonders in christlich-karitativen Einrichtungen wie Bethel. Das abert deformiert einen Menschen innerlich, und mir persönlich hat das bis zu dem Zeitpuinkt sehr zu schaffen gemacht, als ich etwas Anderes lernen konnte. "Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt". Als ich das mal gecheckt hatte und das umsetzte, ging es aufwärts. Dee erste Schritt sozuusagen.

      Demutsvoll sein und sich dadurch quasi selbst zu verleugnen ist ja etwas, das in solchen Einrichtungen mit christlichem Anspruch gang ujnd gäbe ist. Einerseits vermeidet eine solche Einstellung das Agieren auf gleicher Augenhöhe und hilft den Unterdrückern. Auf der anderen Seite ist dies der Ungeist christlicher Caritas, wo es sog. "Wohltaten" von oben gibt, wenn die Oberen es wollen, aber keine Gerechtigkeit. Caritas (Barmherzigkeit) ohne Gerechtigkleit ist pervers; inzwischen sehen das auch viele christliche Sozialethiker so. (Wie die Zeiten sich ändern).

      Wer also von den Heimträgern heute noch Caritas ohne Gerechtigkeit praktizieren will in der Manier von damals, der kann - mit Verlaub.- zum Schweinepapst gehen (siehe das lsutige Bildchen in meinem Profil) oder sich sonst ganz einfach zum Teufel scheren....LOL
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      burkhard1 wrote:

      Hallo mbugu,


      Ich habe mir damals sehr viele Gedanken darüber gemacht und kam zu dem Schluss, dass die Erzieher eine ganz bestimmte Haltung ihrer Zöglinge erwarteten und ich vereinfache es einmal, die Erwartung mit gesenktem Haupte durch das Leben zu gehen, schweigend und demutsvoll zu sein..


      Oh ja, Du bringst es auf den Punkt. Demutsvoll in solchen Fällen sein heißt ja auch zu allem "Ja und Amen" sagen - besonders in christlich-karitativen Einrichtungen wie Bethel. Das abert deformiert einen Menschen innerlich, und mir persönlich hat das bis zu dem Zeitpuinkt sehr zu schaffen gemacht, als ich etwas Anderes lernen konnte. "Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt". Als ich das mal gecheckt hatte und das umsetzte, ging es aufwärts. Dee erste Schritt sozuusagen.

      Demutsvoll sein und sich dadurch quasi selbst zu verleugnen ist ja etwas, das in solchen Einrichtungen mit christlichem Anspruch gang ujnd gäbe ist. Einerseits vermeidet eine solche Einstellung das Agieren auf gleicher Augenhöhe und hilft den Unterdrückern. Auf der anderen Seite ist dies der Ungeist christlicher Caritas, wo es sog. "Wohltaten" von oben gibt, wenn die Oberen es wollen, aber keine Gerechtigkeit. Caritas (Barmherzigkeit) ohne Gerechtigkleit ist pervers; inzwischen sehen das auch viele christliche Sozialethiker so. (Wie die Zeiten sich ändern).

      Wer also von den Heimträgern heute noch Caritas ohne Gerechtigkeit praktizieren will in der Manier von damals, der kann - mit Verlaub.- zum Schweinepapst gehen (siehe das lsutige Bildchen in meinem Profil) oder sich sonst ganz einfach zum Teufel scheren....LOL
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      Nun Louisa ob es heute noch so in den Orden zugeht kann ich nicht beurteilen, aber wenn hier mbugu von Bethel schreibt, nur mal so viel. Ich kenne Bethel kann gut und mein letztes Heim war ganz in der Nähe, vielleicht mbugu kennst Du ja den Ort Werther. Deswegen habe ich wegen meiner Akten auch erst in Bethel angefragt, aber die Zuständigkeiten sind in Ummeln, auch nicht weit weg von Bethel.

      In Bethel gibt es das Mutterhaus von den Sarepta Diakonissen, ein prunkvolles Gebäude, was aber schon lange leer steht und der Orden hat sich verändert. Heute ist es dort wesentlich freier, man trägt „Zivil“ und die Schwestern können auch heiraten.

      Die Tatsache in einem Orden gewesen zu sein, machte dieses kirchliche Bodenpersonal nicht zwangsläufig zu guten Menschen. Oft waren (oder sind) auch solche Menschen in Orden, die nie wirklich erwachsen geworden sind und so ein Orden die Fortsetzung von Gehorsam, Demut und andere Haltungen sind, aber was auffällt immer jene Haltungen die nicht wirklich Menschen selbstbestimmt leben lassen. Verzicht auf Vieles – was ganz sicher schon zu Frustrationen führt€-die nun mal auch nicht mit ständigem Beten verschwinden -und so konnte man dann ausgiebig seine Frustrationen an uns -den Heimkindern ausleben.

      In dem Buch Freistatt ist ja so eine Situation beschrieben, da hat sich eine Diakonisse über die Zustände in unserem Heim im Mutterhaus beschweren wollen und ist dann gerügt worden unter dem Motto: tue Deine Arbeit und stelle unsere Methoden nicht in Frage, also absoluter Gehorsam.

      Und heute???? Wer Gott über sich stellt macht sich klein und oft wird der Glaube -und damit auch die Caritas so verstanden, da bleibe ich auf jeden Fall misstrauisch, aber nicht ablehnend, ich schaue nur genau hin.
      Nun Louisa ob es heute noch so in den Orden zugeht kann ich nicht beurteilen, aber wenn hier mbugu von Bethel schreibt, nur mal so viel. Ich kenne Bethel kann gut und mein letztes Heim war ganz in der Nähe, vielleicht mbugu kennst Du ja den Ort Werther. Deswegen habe ich wegen meiner Akten auch erst in Bethel angefragt, aber die Zuständigkeiten sind in Ummeln, auch nicht weit weg von Bethel.

      In Bethel gibt es das Mutterhaus von den Sarepta Diakonissen, ein prunkvolles Gebäude, was aber schon lange leer steht und der Orden hat sich verändert. Heute ist es dort wesentlich freier, man trägt „Zivil“ und die Schwestern können auch heiraten.

      Die Tatsache in einem Orden gewesen zu sein, machte dieses kirchliche Bodenpersonal nicht zwangsläufig zu guten Menschen. Oft waren (oder sind) auch solche Menschen in Orden, die nie wirklich erwachsen geworden sind und so ein Orden die Fortsetzung von Gehorsam, Demut und andere Haltungen sind, aber was auffällt immer jene Haltungen die nicht wirklich Menschen selbstbestimmt leben lassen. Verzicht auf Vieles – was ganz sicher schon zu Frustrationen führt€-die nun mal auch nicht mit ständigem Beten verschwinden -und so konnte man dann ausgiebig seine Frustrationen an uns -den Heimkindern ausleben.

      In dem Buch Freistatt ist ja so eine Situation beschrieben, da hat sich eine Diakonisse über die Zustände in unserem Heim im Mutterhaus beschweren wollen und ist dann gerügt worden unter dem Motto: tue Deine Arbeit und stelle unsere Methoden nicht in Frage, also absoluter Gehorsam.

      Und heute???? Wer Gott über sich stellt macht sich klein und oft wird der Glaube -und damit auch die Caritas so verstanden, da bleibe ich auf jeden Fall misstrauisch, aber nicht ablehnend, ich schaue nur genau hin.
      @burkhard1:
      Werther kenne ich nicht. Ansonsten:

      Zu meiner Zeit waren Diakone und Diakonissen das hauptsächliche "Bodenpersonal", die in der Regel der pastoralen Führung wie diesem Herrrn Jungblut hörig waren. Was so jemand sagte, war für die Gesetz.
      Diakone hatten in der Regel schon einen normalen Beruf - entweder als Handwerker, Polizist o. Ä. Sost wurden sie gar nicht zur Diakonen-Ausbildung zugelassen. Doe bekamen dann in 2 Jahren eine Art Schmalspur-Ausbildung in Theologie und erfuhren daduch einen gewissen sozialen Aufstieg.
      Bei den Diakonissen war es sicherlich ähnlich.

      Doch es gab auch markante Unterschiede: Diakone durften heiraten und bekamen auch ein reguläres Gehalt, bei Diakonissen aus Sarepta war das nicht der Fall. Sarepta-Diakonissen hatten eine Haube und besondere Schwestern-Kleidung, Diakone nicht.

      So viel nur zur "Gleichberechtigung" zwischen Mann und Frau zur damaligen Zeit....LOOOL

      Heute soll es in Bethel so sein, wie Du schon beschrieben hast - auich Diakonissen laufen nun in Zivil herum, und werden sicher auch bezahlt und können heiraten wie Diakone. Allerdings stellen sie nicht mehr die Mehrheit des Bethel-Personals in den Hausern wie zu meiner/Eurer Zeit. Das sind heute alles "zivile" bezahlte Fachkräfte.

      Soweit mein Senf noch dazu. Muss gleich weg. Und noch einen schönen Tag an alle!
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      @burkhard1:
      Werther kenne ich nicht. Ansonsten:

      Zu meiner Zeit waren Diakone und Diakonissen das hauptsächliche "Bodenpersonal", die in der Regel der pastoralen Führung wie diesem Herrrn Jungblut hörig waren. Was so jemand sagte, war für die Gesetz.
      Diakone hatten in der Regel schon einen normalen Beruf - entweder als Handwerker, Polizist o. Ä. Sost wurden sie gar nicht zur Diakonen-Ausbildung zugelassen. Doe bekamen dann in 2 Jahren eine Art Schmalspur-Ausbildung in Theologie und erfuhren daduch einen gewissen sozialen Aufstieg.
      Bei den Diakonissen war es sicherlich ähnlich.

      Doch es gab auch markante Unterschiede: Diakone durften heiraten und bekamen auch ein reguläres Gehalt, bei Diakonissen aus Sarepta war das nicht der Fall. Sarepta-Diakonissen hatten eine Haube und besondere Schwestern-Kleidung, Diakone nicht.

      So viel nur zur "Gleichberechtigung" zwischen Mann und Frau zur damaligen Zeit....LOOOL

      Heute soll es in Bethel so sein, wie Du schon beschrieben hast - auich Diakonissen laufen nun in Zivil herum, und werden sicher auch bezahlt und können heiraten wie Diakone. Allerdings stellen sie nicht mehr die Mehrheit des Bethel-Personals in den Hausern wie zu meiner/Eurer Zeit. Das sind heute alles "zivile" bezahlte Fachkräfte.

      Soweit mein Senf noch dazu. Muss gleich weg. Und noch einen schönen Tag an alle!
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      Ich habe mir die diversen Beiträge in diesem Thread noch mal genau durchgelesen, in denen sehr unterschiedliche und interessante Punkte angeschnitten werden, die man eigentlich in einem eigenen Thread zum jeweiligen Thema vertieft werden müssten. In diesem Thread ist das sicher nicht so sinnvoll, weil man sonst den thematische roten Faden verlieren.

      Lasst mich aber mal bitte diese Punkte kurz anreißen:

      1. Zum Verhältnis Kirche-Heime-Staat-Autorität-Unterdrückung: Schauen wir uns kurz dazu die sozialgeschichtlichen Daten in der westlichen Geschichte an, dann finden wir, dass im Westen die
      Kirchen in der Vergangenheit mit weltlichen Herrschern verbunden waren und beide einander unterstützt haben. Das kann man als „Religion von oben“ verstehen, wo zwei Kräfte - die weltliche und die kirchliche - die Gläubigen und die Menschen allgemein unter Kontrolle hatte. In anderen Kulturen wie z. B. der chinesischen gab es seit Jahrtausenden hingegen eine „Religion von unten“, vor der die im kaiserlichen China Herrschenden schon etwas Angst hatten und die entsprechende Vorsicht in Form vonm Kontrolle der Bevölkerung walten ließen: Die in der chinesischen Geschichte zahlreichen Bauernaufstände gegen staatliche Misswirtschaft, Willkür usw. haben ganze Dynastien zu Fall gebracht und waren oft vom Buddhismus ujnd Daoismus, zwei religiösen Richtungen in China, motiviert. Was das Ganze mit kirchlichen Heimen hierzulande zu tun hat, kann man herausfinden, wenn man diese von z. B. in China sehr unterschiedliche Rolle von Religion im Westen genauer untersucht.

      2. Bildung/Ausbildung/Erziehung: Auch hier sehe ich einen kulturellen Ost-West-Gegensatz. Heute wird unter Ausbildung im Westen vor allem die Aneignung von Kenntnissen und Fertigkeiten in der Schule und für den Beruf verstanden - alles Dinge, die für den späteren Erfolg im Berufsleben und das Einkommen wichtig sind. Die andere Seite der Medaille, die Persönlichkeitsbildung in Bezug auf soziale Kompetenz oder sog. Soft-Skills wie Empathie kommen häufig zu kurz. Da beim Menschen aber emotionale als auch rationale Aspekte seine Persönlichkeit ausmachen, ist in der westlichen Tradition der Erziehung das Verhältnis zwischen beiden Komponenten ziemlich unausgewogen. Man darf sich also nicht wundern, wenn Ellenbogenmentalität und Konkurrenz sowie Sozialneid in unserer westlichen Gesellschaft so stark ausgeprägt sind. Fernöstliche Kulturen wie die chinesische folgen dabei einem eher ganzheitlichen Ansatz, in dem beide Komponenten in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander eine Rolle spielen.

      3. Eliten- und Leistungsbegriff: Erfolg wird in westlichen Gesellschaften in erster Linie am Einkommen in einer bestimmten „hohen“ Position gemessen, was dann als „Erfolg“ gewertet
      wird. Diejenigen, die dabei „ganz oben“ stehen, werden dann als sog. „Leistungseliten“ und „Leistungsträger“ bezeichnet. Spätestens seit der Affäre um die Dr.-Arbeit der Frau
      Schawan, der der Dr.-Grad wegen Schummelei bei ihrer Dr.-Arbeit rechtswirksam aberkannt wurde, wissen wir aber, dass das so nicht stimmen kann. Es gibt weitere Beispiele von Managern, die ihre Unternehmen gegen den Baum fahren, beim Ausscheiden noch dicke Boni kassieren, während die Belegschaft um ihre Arbeitsplätze fürchten muss. Wer sind denn dann die Leistungsträger der Gesellschaft - diese Nieten in Nadelstreifen und Dr.-Hut oder die Krankenschwester oder Handwerker auf dem Bau, die tagtäglich ihre Arbeit machen und brav ihre Sozialabgaben und Steuern bezahlen?

      Während meiner Studentenzeit bin ich in den Genuss von zwei speziellen Elite-Förderungsprogrammen gekommen, die nicht nur finanziell attraktiv waren, sondern auch spezielle Seminare beinhalteten, die neben dem normalen Studium zu absolvieren waren. Diese sollten uns auf führende Positionen in Staat und Gesellschaft vorbereiten. Eines dieser Programme war das des (kathol.) Cusanuswerkes, in dem ich war, und aus
      dem auch Persönlichkeiten wie Oskar Lafontaine oder Riesenhuber (CDU, Minister für Bildung in der früheren Kohl-Regierung) hervorgegangen sind. Frau Schawan, der der Dr.-Grad aberkannt wurde, war pikanterweise auch einige Zeit Geschäftsführerin des Cusanus-Werkes,. als ich noch im Doktoranden-Stipendienprogramm war. Ich habe mich auf Grund meines eigenen Werdeganges aber diesem herrschenden Elite- und Leistungsbegriff nie voll anschließen können, und u. A. durch Skandale wie den der Frau Schavan um ihre Dr.-Arbeit fühle ich mich in diesem Punkt voll bestätigt.

      Zum Teufel also mit dem vorgegebenen Leistungs- und Elitebegriff, den sich die herrschenden Nieten in Nadelstreifen selbstg geschaffen haben, um ihre hohen Einkommen zu rechtfertigen. Dagegen ein Hoch auf alle normalen Menschen in unserem Land, die tagtäglich ehrlich ihrer Arbeit nachgehen und brav ihre Steuern zahlen. Letztere sind - aus meiner Sicht - die wahren Eliten und Leistungsträger dieser Gesellschaft!
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      Ich habe mir die diversen Beiträge in diesem Thread noch mal genau durchgelesen, in denen sehr unterschiedliche und interessante Punkte angeschnitten werden, die man eigentlich in einem eigenen Thread zum jeweiligen Thema vertieft werden müssten. In diesem Thread ist das sicher nicht so sinnvoll, weil man sonst den thematische roten Faden verlieren.

      Lasst mich aber mal bitte diese Punkte kurz anreißen:

      1. Zum Verhältnis Kirche-Heime-Staat-Autorität-Unterdrückung: Schauen wir uns kurz dazu die sozialgeschichtlichen Daten in der westlichen Geschichte an, dann finden wir, dass im Westen die
      Kirchen in der Vergangenheit mit weltlichen Herrschern verbunden waren und beide einander unterstützt haben. Das kann man als „Religion von oben“ verstehen, wo zwei Kräfte - die weltliche und die kirchliche - die Gläubigen und die Menschen allgemein unter Kontrolle hatte. In anderen Kulturen wie z. B. der chinesischen gab es seit Jahrtausenden hingegen eine „Religion von unten“, vor der die im kaiserlichen China Herrschenden schon etwas Angst hatten und die entsprechende Vorsicht in Form vonm Kontrolle der Bevölkerung walten ließen: Die in der chinesischen Geschichte zahlreichen Bauernaufstände gegen staatliche Misswirtschaft, Willkür usw. haben ganze Dynastien zu Fall gebracht und waren oft vom Buddhismus ujnd Daoismus, zwei religiösen Richtungen in China, motiviert. Was das Ganze mit kirchlichen Heimen hierzulande zu tun hat, kann man herausfinden, wenn man diese von z. B. in China sehr unterschiedliche Rolle von Religion im Westen genauer untersucht.

      2. Bildung/Ausbildung/Erziehung: Auch hier sehe ich einen kulturellen Ost-West-Gegensatz. Heute wird unter Ausbildung im Westen vor allem die Aneignung von Kenntnissen und Fertigkeiten in der Schule und für den Beruf verstanden - alles Dinge, die für den späteren Erfolg im Berufsleben und das Einkommen wichtig sind. Die andere Seite der Medaille, die Persönlichkeitsbildung in Bezug auf soziale Kompetenz oder sog. Soft-Skills wie Empathie kommen häufig zu kurz. Da beim Menschen aber emotionale als auch rationale Aspekte seine Persönlichkeit ausmachen, ist in der westlichen Tradition der Erziehung das Verhältnis zwischen beiden Komponenten ziemlich unausgewogen. Man darf sich also nicht wundern, wenn Ellenbogenmentalität und Konkurrenz sowie Sozialneid in unserer westlichen Gesellschaft so stark ausgeprägt sind. Fernöstliche Kulturen wie die chinesische folgen dabei einem eher ganzheitlichen Ansatz, in dem beide Komponenten in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander eine Rolle spielen.

      3. Eliten- und Leistungsbegriff: Erfolg wird in westlichen Gesellschaften in erster Linie am Einkommen in einer bestimmten „hohen“ Position gemessen, was dann als „Erfolg“ gewertet
      wird. Diejenigen, die dabei „ganz oben“ stehen, werden dann als sog. „Leistungseliten“ und „Leistungsträger“ bezeichnet. Spätestens seit der Affäre um die Dr.-Arbeit der Frau
      Schawan, der der Dr.-Grad wegen Schummelei bei ihrer Dr.-Arbeit rechtswirksam aberkannt wurde, wissen wir aber, dass das so nicht stimmen kann. Es gibt weitere Beispiele von Managern, die ihre Unternehmen gegen den Baum fahren, beim Ausscheiden noch dicke Boni kassieren, während die Belegschaft um ihre Arbeitsplätze fürchten muss. Wer sind denn dann die Leistungsträger der Gesellschaft - diese Nieten in Nadelstreifen und Dr.-Hut oder die Krankenschwester oder Handwerker auf dem Bau, die tagtäglich ihre Arbeit machen und brav ihre Sozialabgaben und Steuern bezahlen?

      Während meiner Studentenzeit bin ich in den Genuss von zwei speziellen Elite-Förderungsprogrammen gekommen, die nicht nur finanziell attraktiv waren, sondern auch spezielle Seminare beinhalteten, die neben dem normalen Studium zu absolvieren waren. Diese sollten uns auf führende Positionen in Staat und Gesellschaft vorbereiten. Eines dieser Programme war das des (kathol.) Cusanuswerkes, in dem ich war, und aus
      dem auch Persönlichkeiten wie Oskar Lafontaine oder Riesenhuber (CDU, Minister für Bildung in der früheren Kohl-Regierung) hervorgegangen sind. Frau Schawan, der der Dr.-Grad aberkannt wurde, war pikanterweise auch einige Zeit Geschäftsführerin des Cusanus-Werkes,. als ich noch im Doktoranden-Stipendienprogramm war. Ich habe mich auf Grund meines eigenen Werdeganges aber diesem herrschenden Elite- und Leistungsbegriff nie voll anschließen können, und u. A. durch Skandale wie den der Frau Schavan um ihre Dr.-Arbeit fühle ich mich in diesem Punkt voll bestätigt.

      Zum Teufel also mit dem vorgegebenen Leistungs- und Elitebegriff, den sich die herrschenden Nieten in Nadelstreifen selbstg geschaffen haben, um ihre hohen Einkommen zu rechtfertigen. Dagegen ein Hoch auf alle normalen Menschen in unserem Land, die tagtäglich ehrlich ihrer Arbeit nachgehen und brav ihre Steuern zahlen. Letztere sind - aus meiner Sicht - die wahren Eliten und Leistungsträger dieser Gesellschaft!
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      mbugu wrote:

      Zum Teufel also mit dem vorgegebenen Leistungs- und Elitebegriff, den sich die herrschenden Nieten in Nadelstreifen selbstg geschaffen haben, um ihre hohen Einkommen zu rechtfertigen.


      Ich hätte jetzt jeden einzelnen Satz von dir (mbugu) zitieren wollen, aber ich glaube, das wird dann doch zu unübersichtlich und gerne schweife ich dann auch mal weit ab - nur soviel: insgesamt sehe ich das auch so bzw. sah ich es so - und auch ich musste viel Ellenbogen, Selbsterkenntnis zum eigenen Wert und der sich daraus resultierenden Weiterentwicklung durchmachen. Ich kann eigentlich nur sagen (schreiben) : Herzlichen Glückwunsch zu soviel Hartnäckigkeit und sich dem daraus ergebenden Erfolg.

      Nun zu den Nieten in Nadelstreifen: bereits 1992 veröffentlichte Günter Oggger sein gleichnamiges Buch mit seiner Erkenntnis zu diesem Thema - sehr erkenntnisreich schon damals - aber was hat sich seitdem geändert?

      Gerade im wirtschaftlichen Management - so aus meiner Sicht - eigentlich garnix und im Bereich der Heimerziehung vielleicht doch mehr als man vielleicht für möglich gehalten hat - aber immer noch zu wenig - zumal es ja auch um das Wirtschaftsgut Arbeitskraft und somit um Kapital geht.

      Aber das geht vielleicht auch zuweit in diesem Thread - Danke für deine aufschlussreichen Einblicke in deine Lebensführung
      Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht. Oskar Wilde

      mbugu wrote:

      Zum Teufel also mit dem vorgegebenen Leistungs- und Elitebegriff, den sich die herrschenden Nieten in Nadelstreifen selbstg geschaffen haben, um ihre hohen Einkommen zu rechtfertigen.


      Ich hätte jetzt jeden einzelnen Satz von dir (mbugu) zitieren wollen, aber ich glaube, das wird dann doch zu unübersichtlich und gerne schweife ich dann auch mal weit ab - nur soviel: insgesamt sehe ich das auch so bzw. sah ich es so - und auch ich musste viel Ellenbogen, Selbsterkenntnis zum eigenen Wert und der sich daraus resultierenden Weiterentwicklung durchmachen. Ich kann eigentlich nur sagen (schreiben) : Herzlichen Glückwunsch zu soviel Hartnäckigkeit und sich dem daraus ergebenden Erfolg.

      Nun zu den Nieten in Nadelstreifen: bereits 1992 veröffentlichte Günter Oggger sein gleichnamiges Buch mit seiner Erkenntnis zu diesem Thema - sehr erkenntnisreich schon damals - aber was hat sich seitdem geändert?

      Gerade im wirtschaftlichen Management - so aus meiner Sicht - eigentlich garnix und im Bereich der Heimerziehung vielleicht doch mehr als man vielleicht für möglich gehalten hat - aber immer noch zu wenig - zumal es ja auch um das Wirtschaftsgut Arbeitskraft und somit um Kapital geht.

      Aber das geht vielleicht auch zuweit in diesem Thread - Danke für deine aufschlussreichen Einblicke in deine Lebensführung
      Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht. Oskar Wilde