Gegen das Vergessen

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      Widerstand wrote:

      ................Der Konflikt: Vor zwei Jahren erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den SS-Sanitäter Hubert Zafke – aber bis jetzt wurde noch nicht mit der Beweisaufnahme begonnen.


      Das schleppende bzw. gar nicht in Angriff genommene Aufarbeiten der KZ-Straftaten durch noch lebende Straftäter wird ja schon viel länger mal mehr mal weniger intensiv bemängelt: alle paar Jahre (meistens wenn mal wieder ein Prozess angestrebt wird - zuletzt bei Oskar Gröning ) -wird in unterschiedlichen Portalen über die Stuttgarter Staatsanwalt gewettert, die angeblich alle Unterlagen dazu vorliegen hat, aber jahrzehnte so eigentlich Nichts unternommen hat.

      Es wurde sogar schon unterstellt, dass dort zum Einen Akten verschwunden sein sollen und zum Anderen Akten bei Anfrage jahrelang nicht gefunden werden konnten, weil man immer genau daneben gesucht hat und offensichtlich bewußt nix gefunden hat bzw nix finden wollte bis hin zur Verschleppung, weil man davon ausginge, irgendwann hat sich das Thema biologisch erledigt.

      Hier nur mal ein kleines Beispiel

      https://www.die-anstifter.de/unterstutzen-sie-unseren-aufruf/

      tagesspiegel.de/politik/ns-kri…e-verbrechen/7253220.html
      Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht. Oskar Wilde

      Widerstand wrote:

      ................Der Konflikt: Vor zwei Jahren erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den SS-Sanitäter Hubert Zafke – aber bis jetzt wurde noch nicht mit der Beweisaufnahme begonnen.


      Das schleppende bzw. gar nicht in Angriff genommene Aufarbeiten der KZ-Straftaten durch noch lebende Straftäter wird ja schon viel länger mal mehr mal weniger intensiv bemängelt: alle paar Jahre (meistens wenn mal wieder ein Prozess angestrebt wird - zuletzt bei Oskar Gröning ) -wird in unterschiedlichen Portalen über die Stuttgarter Staatsanwalt gewettert, die angeblich alle Unterlagen dazu vorliegen hat, aber jahrzehnte so eigentlich Nichts unternommen hat.

      Es wurde sogar schon unterstellt, dass dort zum Einen Akten verschwunden sein sollen und zum Anderen Akten bei Anfrage jahrelang nicht gefunden werden konnten, weil man immer genau daneben gesucht hat und offensichtlich bewußt nix gefunden hat bzw nix finden wollte bis hin zur Verschleppung, weil man davon ausginge, irgendwann hat sich das Thema biologisch erledigt.

      Hier nur mal ein kleines Beispiel

      https://www.die-anstifter.de/unterstutzen-sie-unseren-aufruf/

      tagesspiegel.de/politik/ns-kri…e-verbrechen/7253220.html
      Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht. Oskar Wilde
      Nen weiterer Artikel gegen das Vergessen:


      mopo.de/hamburg/historisch/ham…n-mich-die-nazis-26291370
      Hamburgerin Dorothea Buck (99): So quälten mich die Nazis

      Sie wurde ruhiggestellt, gequält und zwangssterilisiert: Was Dorothea Buck als psychisch Erkrankte während der NS-Zeit erlebte, ist ungeheuerlich. Aber sie ließ sich nicht unterkriegen. Statt aufzugeben, kämpft sie seither für Veränderungen in der Psychiatrie – und ist damit ein beeindruckendes Vorbild. Am Mittwoch wird sie 100 Jahre alt.

      Als 19-Jährige wurde Dorothea Buck in die Psychiatrie eingewiesen. Sie hatte sich unglücklich in einen verheirateten Chorleiter verliebt. Damit begann ihre Erkrankung, wie sie 1990 in ihrem Erlebnisbericht „Auf der Spur Morgensterns. Psychose als Selbstfindung“ schreibt.

      Die Diagnose des Psychiaters: Schizophrenie. Damit galt sie im NS-Regime als minderwertig. Das zeigte sich auch in ihrer „Behandlung“. Niemals wurde sie nach den Gründen für ihre Erkrankung gefragt. Stattdessen wurde sie isoliert und mit Betäubungsmitteln ruhiggestellt. Oder man band sie stundenlang fest in nasse kalte Betttücher ein. Dass sie auch noch zwangssterilisiert wurde, hat man ihr lange Zeit nicht einmal gesagt.

      „Dorothea Buck ist vielleicht die letzte Überlebende von ,Euthanasie’ und Zwangssterilisation in der NS-Zeit“, sagt die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs. 400000 Menschen wurden während der NS-Zeit zwangssterilisiert. Die meisten davon waren psychisch krank oder geistig behindert.

      Mit der Diagnose brach für die junge Frau eine Welt zusammen. Kinder, Ehe, Schulbildung oder der Job als Kindergärtnerin – alles wurde ihr verboten. Vier psychotische Schübe folgten. Sie dachte sogar an Selbstmord. Doch Dorothea Buck ließ sich nicht unterkriegen. Sie wollte etwas verändern.

      Als sie ihre Krankheit im Laufe der Zeit verstand, so Buck, war sie geheilt. 1960 zog sie nach Hamburg. Dort arbeitete sie lange Zeit als Bildhauerin und Autorin.

      Sie begann für die Rehabilitierung von Opfern der „Euthanasie“ und Zwangssterilisation zu kämpfen und setzte sich für einen besseren Umgang mit psychisch erkrankten Patienten ein. Seit 1989 wirbt sie für den sogenannten Trialog – einen Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten. Zusammen mit Angehörigen gründete sie den Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten sowie den Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener, dessen Ehrenvorsitzende sie ist.

      Heute ist Dorothea Buck bettlägerig im Pflegeheim. Aber sie ist immer noch geistig fit und spricht weiterhin offen über ihre schrecklichen Erfahrungen. Ihre Meinung:„Solange ich noch gut beieinander bin und was erreichen kann, werde ich das weitermachen.“ Und das tut sie berührend: „Wer sie einmal erlebt hat, vergisst nie ihre Präsenz und die mit etwas rauer Stimme vorgetragenen knappen Sätze, mit denen sie Ungeheuerliches beschreibt“, sagt die Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Psychiater, Christa Roth-Sackenheim.

      Für ihren Einsatz bekam Buck unter anderem das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik und die Medaille für Treue Arbeit in Silber des Hamburger Senats. Am Mittwoch findet in der Uni Hamburg ein Symposium zu Ehren Bucks statt.
      – Quelle: mopo.de/26291370 ©2017
      Bin kein Fake, wie diese drei Neubrandenburger Gerichts-Komparsen.
      (;*)
      Nen weiterer Artikel gegen das Vergessen:


      mopo.de/hamburg/historisch/ham…n-mich-die-nazis-26291370
      Hamburgerin Dorothea Buck (99): So quälten mich die Nazis

      Sie wurde ruhiggestellt, gequält und zwangssterilisiert: Was Dorothea Buck als psychisch Erkrankte während der NS-Zeit erlebte, ist ungeheuerlich. Aber sie ließ sich nicht unterkriegen. Statt aufzugeben, kämpft sie seither für Veränderungen in der Psychiatrie – und ist damit ein beeindruckendes Vorbild. Am Mittwoch wird sie 100 Jahre alt.

      Als 19-Jährige wurde Dorothea Buck in die Psychiatrie eingewiesen. Sie hatte sich unglücklich in einen verheirateten Chorleiter verliebt. Damit begann ihre Erkrankung, wie sie 1990 in ihrem Erlebnisbericht „Auf der Spur Morgensterns. Psychose als Selbstfindung“ schreibt.

      Die Diagnose des Psychiaters: Schizophrenie. Damit galt sie im NS-Regime als minderwertig. Das zeigte sich auch in ihrer „Behandlung“. Niemals wurde sie nach den Gründen für ihre Erkrankung gefragt. Stattdessen wurde sie isoliert und mit Betäubungsmitteln ruhiggestellt. Oder man band sie stundenlang fest in nasse kalte Betttücher ein. Dass sie auch noch zwangssterilisiert wurde, hat man ihr lange Zeit nicht einmal gesagt.

      „Dorothea Buck ist vielleicht die letzte Überlebende von ,Euthanasie’ und Zwangssterilisation in der NS-Zeit“, sagt die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs. 400000 Menschen wurden während der NS-Zeit zwangssterilisiert. Die meisten davon waren psychisch krank oder geistig behindert.

      Mit der Diagnose brach für die junge Frau eine Welt zusammen. Kinder, Ehe, Schulbildung oder der Job als Kindergärtnerin – alles wurde ihr verboten. Vier psychotische Schübe folgten. Sie dachte sogar an Selbstmord. Doch Dorothea Buck ließ sich nicht unterkriegen. Sie wollte etwas verändern.

      Als sie ihre Krankheit im Laufe der Zeit verstand, so Buck, war sie geheilt. 1960 zog sie nach Hamburg. Dort arbeitete sie lange Zeit als Bildhauerin und Autorin.

      Sie begann für die Rehabilitierung von Opfern der „Euthanasie“ und Zwangssterilisation zu kämpfen und setzte sich für einen besseren Umgang mit psychisch erkrankten Patienten ein. Seit 1989 wirbt sie für den sogenannten Trialog – einen Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten. Zusammen mit Angehörigen gründete sie den Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten sowie den Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener, dessen Ehrenvorsitzende sie ist.

      Heute ist Dorothea Buck bettlägerig im Pflegeheim. Aber sie ist immer noch geistig fit und spricht weiterhin offen über ihre schrecklichen Erfahrungen. Ihre Meinung:„Solange ich noch gut beieinander bin und was erreichen kann, werde ich das weitermachen.“ Und das tut sie berührend: „Wer sie einmal erlebt hat, vergisst nie ihre Präsenz und die mit etwas rauer Stimme vorgetragenen knappen Sätze, mit denen sie Ungeheuerliches beschreibt“, sagt die Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Psychiater, Christa Roth-Sackenheim.

      Für ihren Einsatz bekam Buck unter anderem das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik und die Medaille für Treue Arbeit in Silber des Hamburger Senats. Am Mittwoch findet in der Uni Hamburg ein Symposium zu Ehren Bucks statt.
      – Quelle: mopo.de/26291370 ©2017
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      (;*)
      gedenkstaettenforum.de/nc/vera…al_controller%5Bday%5D=09

      Veranstaltungen
      9. Mai 2017 , 20:00 Uhr

      Buchpräsentation Gespräch
      Diener des Rechts und der Vernichtung

      Ort:
      Karl Marx Buchhandlung | Jordanstr. 11, 60486 Frankfurt am Main

      Veranstalter:
      Fritz Bauer Institut
      Diener des Rechts und der Vernichtung
      Das Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941

      oder:Die Justiz gegen Fritz Bauer Dienstag, 9. Mai
      2017, 20:00 Uhr Karl Marx Buchhandlung Jordanstr. 11 60486 Frankfurt am
      Main Eine Veranstaltung der Karl Marx Buchhandlung, Frankfurt am Main

      Dies ist die Geschichte eines Versuchs der Strafverfolgung.
      Strafverfolgung ist im Bereich der nationalsozialistischen
      Gewaltverbrechen ein bitteres Kapitel, im Feld der Morde an Kranken und
      Behinderten ein bittereres noch. Der Versuch ist fehlgeschlagen, zudem
      wäre es fast gelungen, ihn vergessen zu machen. Es ist eine
      kulturwissenschaftlich erprobte Methode, über folgenlose Anstrengungen,
      über das Nachgeschriebene und Weggedrückte auf den Gegenstand
      zurückzukommen. Der Gegenstand: Die Spitze der Justiz des Deutschen
      Reichs trifft sich auf Einladung des Justizministers am 23. April 1941
      und lässt sich über den Mord an den Anstaltspatienten informieren – von
      den Haupttätern. Dies ist auch eine Fritz Bauer-Geschichte: Er
      initiierte 1960 ein Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von
      1941. Zwei Jahre nach seinem Tod wird das Verfahren beendet, zehn Jahre
      nach seinem Tod scheint es vergessen zu sein. Was nicht erinnert werden
      durfte, was nicht gesühnt werden konnte, was nicht geschehen sein sollte
      –, zusammen ergibt es ein eindrucksvolles Bild. Christoph Schneider
      arbeitet als freier Autor und Kulturwissenschaftler in Frankfurt am
      Main. Kontakt Karl Marx Buchhandlung GmbH Jordanstraße 11 60486
      Frankfurt am Main Tel.: 069.7077399 info@karl-marx-buchhandlung.de
      karl-marx-buchhandlung.de

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      (;*)
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      Veranstaltungen
      9. Mai 2017 , 20:00 Uhr

      Buchpräsentation Gespräch
      Diener des Rechts und der Vernichtung

      Ort:
      Karl Marx Buchhandlung | Jordanstr. 11, 60486 Frankfurt am Main

      Veranstalter:
      Fritz Bauer Institut
      Diener des Rechts und der Vernichtung
      Das Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941

      oder:Die Justiz gegen Fritz Bauer Dienstag, 9. Mai
      2017, 20:00 Uhr Karl Marx Buchhandlung Jordanstr. 11 60486 Frankfurt am
      Main Eine Veranstaltung der Karl Marx Buchhandlung, Frankfurt am Main

      Dies ist die Geschichte eines Versuchs der Strafverfolgung.
      Strafverfolgung ist im Bereich der nationalsozialistischen
      Gewaltverbrechen ein bitteres Kapitel, im Feld der Morde an Kranken und
      Behinderten ein bittereres noch. Der Versuch ist fehlgeschlagen, zudem
      wäre es fast gelungen, ihn vergessen zu machen. Es ist eine
      kulturwissenschaftlich erprobte Methode, über folgenlose Anstrengungen,
      über das Nachgeschriebene und Weggedrückte auf den Gegenstand
      zurückzukommen. Der Gegenstand: Die Spitze der Justiz des Deutschen
      Reichs trifft sich auf Einladung des Justizministers am 23. April 1941
      und lässt sich über den Mord an den Anstaltspatienten informieren – von
      den Haupttätern. Dies ist auch eine Fritz Bauer-Geschichte: Er
      initiierte 1960 ein Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von
      1941. Zwei Jahre nach seinem Tod wird das Verfahren beendet, zehn Jahre
      nach seinem Tod scheint es vergessen zu sein. Was nicht erinnert werden
      durfte, was nicht gesühnt werden konnte, was nicht geschehen sein sollte
      –, zusammen ergibt es ein eindrucksvolles Bild. Christoph Schneider
      arbeitet als freier Autor und Kulturwissenschaftler in Frankfurt am
      Main. Kontakt Karl Marx Buchhandlung GmbH Jordanstraße 11 60486
      Frankfurt am Main Tel.: 069.7077399 info@karl-marx-buchhandlung.de
      karl-marx-buchhandlung.de

      Bin kein Fake, wie diese drei Neubrandenburger Gerichts-Komparsen.
      (;*)
      Eine sehr gute Sache.

      sz-online.de/nachrichten/arnsd…deportierter-3715621.html

      Donnerstag, 29.06.2017
      Arnsdorf gedenkt Deportierter
      Der Gemeinderat hat der Erstellung eines Gedenkbuches zugestimmt. Eine Fraktion stimmte geschlossen dagegen.

      Von Nadine Steinmann

      Arnsdorf. Geschichten erzählen, Menschen ein Gesicht verleihen, ihre Schicksale beleuchten: Dieses Ziel verfolgt die Gemeinde Arnsdorf gemeinsam mit dem Arbeitskreis Gedenkkultur Arnsdorf. Im konkreten geht es dabei um 2 681 geistig und körperlich beeinträchtige Menschen, die während der nationalsozialistischen Zeit im Rahmen der Aktion T4 vom sächsischen Krankenhaus in die Tötungsanstalt Pirna Sonnenstein deportiert wurden und dort einen grausigen Tod sterben mussten.

      Im Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten soll für diese ermordeten Patienten ein Gedenkbuch entstehen. Mit dem eingangs erwähnten Ziel, den Menschen, von denen meist nur noch eine numerische Bezeichnung auf einer Karteikarte im Archiv des Krankenhauses geblieben ist, eine Gestalt zu verleihen. Das Gedenkbuch soll dabei die 2 681 Opfer namentlich nennen und jeweils ein Foto von den Ermordeten beinhalten. Außerdem soll das organisierte Töten im Rahmen der Aktion T4 beschrieben und aufgearbeitet werden. Parallel zu dem Gedenkbuch plant die Gemeinde gemeinsam mit dem Arbeitskreis vier Begleitbücher mit jeweils 100 Exemplaren zu veröffentlichen, die sich unter anderem mit Zeitzeugenberichten, den persönlichen Geschichten der Opfer oder dem damaligen Menschenbild befassen.

      Zehn Exemplare geplant


      Von dem Gedenkbuch sollen insgesamt zehn Exemplare produziert werden, die künftig im Sächsischen Sozialministerium, dem Landtag sowie der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein ausgelegt sind. Die anderen sieben Exemplare werden in Arnsdorf öffentlich zugänglich sein, unter anderem in der Krankenhauskirche, der Bibliothek, der Grundschule und der Wohnstätte Haus am Karswald. Angedacht ist die feierliche Vorstellung zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2019.

      Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf circa 80 000 Euro. Eine ordentliche Summe Geld. Doch Arnsdorf kann auf Fördermittel hoffen. Denn die Leader Region Westlausitz, die Projekte im ländlichen Raum fördert, unterstützt derzeit genau solche Vorhaben. Ein Antrag auf finanzielle Hilfe muss allerdings bis zu diesem Freitag eingereicht sein. Deswegen lud Arnsdorfs Bürgermeisterin Martina Angermann auf Grundlage der Notbekanntmachung kurzfristig am Dienstagabend zu einer Sondersitzung des Gemeinderates ein, der dem gesamten Projekt natürlich seinen Segen erteilen muss.

      Der eiligen Einladung des Gemeindeoberhauptes sind immerhin acht Gemeinderäte gefolgt. Vier der ehrenamtlichen Politiker sowie die Bürgermeisterin stimmten für das Projekt, vier Gemeinderäte stimmten dagegen – allesamt Mitglieder der CDU-Fraktion. Und das, obwohl der CDU-Landtagsabgeordnete Aloysius Mikwauschk Schirmherr des Arnsdorfer Gedenkprojektes ist. Doch warum hat die CDU geschlossen gegen das engagierte Projekt gestimmt? Diese Frage bleibt vorerst unbeantwortet, denn bis zum Redaktionsschluss war der Fraktionsvorsitzende Lars Werthmann nicht zu erreichen und konnte somit keine Stellungnahme abgeben.

      In dem Arbeitskreis Gedenkkultur Arnsdorf, mit dem die Gemeinde bei der Aufarbeitung eng zusammenarbeitet, sind Vertreter des Hauses am Karswald, des Krankenhauses, des Sozialministeriums, des Landratsamtes Bautzen sowie Vertreter der Kirche und ortsansässige Firmen sowie engagierte Bürger vertreten.
      Bin kein Fake, wie diese drei Neubrandenburger Gerichts-Komparsen.
      (;*)
      Eine sehr gute Sache.

      sz-online.de/nachrichten/arnsd…deportierter-3715621.html

      Donnerstag, 29.06.2017
      Arnsdorf gedenkt Deportierter
      Der Gemeinderat hat der Erstellung eines Gedenkbuches zugestimmt. Eine Fraktion stimmte geschlossen dagegen.

      Von Nadine Steinmann

      Arnsdorf. Geschichten erzählen, Menschen ein Gesicht verleihen, ihre Schicksale beleuchten: Dieses Ziel verfolgt die Gemeinde Arnsdorf gemeinsam mit dem Arbeitskreis Gedenkkultur Arnsdorf. Im konkreten geht es dabei um 2 681 geistig und körperlich beeinträchtige Menschen, die während der nationalsozialistischen Zeit im Rahmen der Aktion T4 vom sächsischen Krankenhaus in die Tötungsanstalt Pirna Sonnenstein deportiert wurden und dort einen grausigen Tod sterben mussten.

      Im Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten soll für diese ermordeten Patienten ein Gedenkbuch entstehen. Mit dem eingangs erwähnten Ziel, den Menschen, von denen meist nur noch eine numerische Bezeichnung auf einer Karteikarte im Archiv des Krankenhauses geblieben ist, eine Gestalt zu verleihen. Das Gedenkbuch soll dabei die 2 681 Opfer namentlich nennen und jeweils ein Foto von den Ermordeten beinhalten. Außerdem soll das organisierte Töten im Rahmen der Aktion T4 beschrieben und aufgearbeitet werden. Parallel zu dem Gedenkbuch plant die Gemeinde gemeinsam mit dem Arbeitskreis vier Begleitbücher mit jeweils 100 Exemplaren zu veröffentlichen, die sich unter anderem mit Zeitzeugenberichten, den persönlichen Geschichten der Opfer oder dem damaligen Menschenbild befassen.

      Zehn Exemplare geplant


      Von dem Gedenkbuch sollen insgesamt zehn Exemplare produziert werden, die künftig im Sächsischen Sozialministerium, dem Landtag sowie der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein ausgelegt sind. Die anderen sieben Exemplare werden in Arnsdorf öffentlich zugänglich sein, unter anderem in der Krankenhauskirche, der Bibliothek, der Grundschule und der Wohnstätte Haus am Karswald. Angedacht ist die feierliche Vorstellung zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2019.

      Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf circa 80 000 Euro. Eine ordentliche Summe Geld. Doch Arnsdorf kann auf Fördermittel hoffen. Denn die Leader Region Westlausitz, die Projekte im ländlichen Raum fördert, unterstützt derzeit genau solche Vorhaben. Ein Antrag auf finanzielle Hilfe muss allerdings bis zu diesem Freitag eingereicht sein. Deswegen lud Arnsdorfs Bürgermeisterin Martina Angermann auf Grundlage der Notbekanntmachung kurzfristig am Dienstagabend zu einer Sondersitzung des Gemeinderates ein, der dem gesamten Projekt natürlich seinen Segen erteilen muss.

      Der eiligen Einladung des Gemeindeoberhauptes sind immerhin acht Gemeinderäte gefolgt. Vier der ehrenamtlichen Politiker sowie die Bürgermeisterin stimmten für das Projekt, vier Gemeinderäte stimmten dagegen – allesamt Mitglieder der CDU-Fraktion. Und das, obwohl der CDU-Landtagsabgeordnete Aloysius Mikwauschk Schirmherr des Arnsdorfer Gedenkprojektes ist. Doch warum hat die CDU geschlossen gegen das engagierte Projekt gestimmt? Diese Frage bleibt vorerst unbeantwortet, denn bis zum Redaktionsschluss war der Fraktionsvorsitzende Lars Werthmann nicht zu erreichen und konnte somit keine Stellungnahme abgeben.

      In dem Arbeitskreis Gedenkkultur Arnsdorf, mit dem die Gemeinde bei der Aufarbeitung eng zusammenarbeitet, sind Vertreter des Hauses am Karswald, des Krankenhauses, des Sozialministeriums, des Landratsamtes Bautzen sowie Vertreter der Kirche und ortsansässige Firmen sowie engagierte Bürger vertreten.
      Bin kein Fake, wie diese drei Neubrandenburger Gerichts-Komparsen.
      (;*)
      Ich habe mir heute mal die Zeit genommen und war da:

      ==>> kz-gedenkstaette-neuengamme.de…egen-einen-ss-sanitaeter/

      Titel: Hubert Zafke – ein umstrittenes Gerichtsverfahren gegen einen SS-Sanitäter
      Startdatum: 07/14/2017 07.2017
      Startzeit: 19:00
      Endzeit: 21:00
      Ort: Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg
      Beschreibung:

      Hubert Zafke war als SS-Sanitäter im KZ Auschwitz-Birkenau und zuvor im Krankenrevier des KZ Neuengamme tätig, in dem zahlreiche Häftlinge gezielt durch Injektionen ermordet wurden. Im Februar 2015 wurde Zafke von der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Neubranden­burg wegen Beihilfe zum Mord angeklagt. Während in Detmold und Lüneburg ehemalige SS-Wachmänner des KZ Auschwitz-Birkenau wegen „Beihilfe zum Mord“ verur­teilt wurden, scheint es in Neubrandenburg ein anderes Rechtsverständnis darüber zu geben, ob der Dienst in Vernichtungslagern als Beihilfe zum Mord gewertet werden muss. Die Schwurgerichts­kam­mer verzögerte das Verfahren von Anfang an und brüskierte die Vertreter der Nebenklage, weshalb die Richter im Juni 2017 vom Landgericht Neubrandenburg für befangen erklärt wur­den. Mittlerweile hat ein ärztliches Gutachten Zafke für verhandlungs­unfähig erklärt, weshalb es unwahrscheinlich ist, dass das Verfahren weitergeführt wird.

      Mit der Vertreterin der Nebenklage, Rechtsanwältin Christine Siegrot, werden wir über den Verlauf des Verfahrens diskutieren. Mit Vertreter*innen der Prozessbeobachtungs­gruppe, darunter Roman Guski, sprechen wir über die Rolle der Öffentlichkeit in diesem Verfahren. Die Historikerin Alyn Beßmann, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, berichtet über Medizin­verbre­chen in den Konzentrationslagern und die Beteiligung Zafkes an der Tötung von Häftlin­gen durch Injektio­nen im KZ Neuengamme.

      Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V., Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V. in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

      Das war dermaßen hochinteressant.
      Ich ärgere mich, dass ich vergessen habe euch hierrüber im Vorwege zu informieren.
      Es gab sehr vieles zu erfahren, wie das LG Neubrandenburg den Prozess gegen den SS-Mann Zafke zerlegt hat.
      Ich hoffe dass es noch einmal irgendwo wiederholt wird.
      Bin kein Fake, wie diese drei Neubrandenburger Gerichts-Komparsen.
      (;*)
      Ich habe mir heute mal die Zeit genommen und war da:

      ==>> kz-gedenkstaette-neuengamme.de…egen-einen-ss-sanitaeter/

      Titel: Hubert Zafke – ein umstrittenes Gerichtsverfahren gegen einen SS-Sanitäter
      Startdatum: 07/14/2017 07.2017
      Startzeit: 19:00
      Endzeit: 21:00
      Ort: Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg
      Beschreibung:

      Hubert Zafke war als SS-Sanitäter im KZ Auschwitz-Birkenau und zuvor im Krankenrevier des KZ Neuengamme tätig, in dem zahlreiche Häftlinge gezielt durch Injektionen ermordet wurden. Im Februar 2015 wurde Zafke von der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Neubranden­burg wegen Beihilfe zum Mord angeklagt. Während in Detmold und Lüneburg ehemalige SS-Wachmänner des KZ Auschwitz-Birkenau wegen „Beihilfe zum Mord“ verur­teilt wurden, scheint es in Neubrandenburg ein anderes Rechtsverständnis darüber zu geben, ob der Dienst in Vernichtungslagern als Beihilfe zum Mord gewertet werden muss. Die Schwurgerichts­kam­mer verzögerte das Verfahren von Anfang an und brüskierte die Vertreter der Nebenklage, weshalb die Richter im Juni 2017 vom Landgericht Neubrandenburg für befangen erklärt wur­den. Mittlerweile hat ein ärztliches Gutachten Zafke für verhandlungs­unfähig erklärt, weshalb es unwahrscheinlich ist, dass das Verfahren weitergeführt wird.

      Mit der Vertreterin der Nebenklage, Rechtsanwältin Christine Siegrot, werden wir über den Verlauf des Verfahrens diskutieren. Mit Vertreter*innen der Prozessbeobachtungs­gruppe, darunter Roman Guski, sprechen wir über die Rolle der Öffentlichkeit in diesem Verfahren. Die Historikerin Alyn Beßmann, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, berichtet über Medizin­verbre­chen in den Konzentrationslagern und die Beteiligung Zafkes an der Tötung von Häftlin­gen durch Injektio­nen im KZ Neuengamme.

      Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V., Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V. in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

      Das war dermaßen hochinteressant.
      Ich ärgere mich, dass ich vergessen habe euch hierrüber im Vorwege zu informieren.
      Es gab sehr vieles zu erfahren, wie das LG Neubrandenburg den Prozess gegen den SS-Mann Zafke zerlegt hat.
      Ich hoffe dass es noch einmal irgendwo wiederholt wird.
      Bin kein Fake, wie diese drei Neubrandenburger Gerichts-Komparsen.
      (;*)

      Verschleppung der Aufklärung - siehe den Fall Tschäpe

      louise laaser wrote:

      Widerstand wrote:

      ................Der Konflikt: Vor zwei Jahren erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den SS-Sanitäter Hubert Zafke – aber bis jetzt wurde noch nicht mit der Beweisaufnahme begonnen.


      Das schleppende bzw. gar nicht in Angriff genommene Aufarbeiten der KZ-Straftaten durch noch lebende Straftäter wird ja schon viel länger mal mehr mal weniger intensiv bemängelt: alle paar Jahre (meistens wenn mal wieder ein Prozess angestrebt wird - zuletzt bei Oskar Gröning ) -wird in unterschiedlichen Portalen über die Stuttgarter Staatsanwalt gewettert, die angeblich alle Unterlagen dazu vorliegen hat, aber jahrzehnte so eigentlich Nichts unternommen hat.

      Es wurde sogar schon unterstellt, dass dort zum Einen Akten verschwunden sein sollen und zum Anderen Akten bei Anfrage jahrelang nicht gefunden werden konnten, weil man immer genau daneben gesucht hat und offensichtlich bewußt nix gefunden hat bzw nix finden wollte bis hin zur Verschleppung, weil man davon ausginge, irgendwann hat sich das Thema biologisch erledigt.

      Hier nur mal ein kleines Beispiel

      die-anstifter.de/unterstutzen-sie-unseren-aufruf/

      tagesspiegel.de/politik/ns-kri…e-verbrechen/7253220.html
      Mein Mantra: Erwarte das Unerwartete ;)

      Verschleppung der Aufklärung - siehe den Fall Tschäpe

      louise laaser wrote:

      Widerstand wrote:

      ................Der Konflikt: Vor zwei Jahren erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den SS-Sanitäter Hubert Zafke – aber bis jetzt wurde noch nicht mit der Beweisaufnahme begonnen.


      Das schleppende bzw. gar nicht in Angriff genommene Aufarbeiten der KZ-Straftaten durch noch lebende Straftäter wird ja schon viel länger mal mehr mal weniger intensiv bemängelt: alle paar Jahre (meistens wenn mal wieder ein Prozess angestrebt wird - zuletzt bei Oskar Gröning ) -wird in unterschiedlichen Portalen über die Stuttgarter Staatsanwalt gewettert, die angeblich alle Unterlagen dazu vorliegen hat, aber jahrzehnte so eigentlich Nichts unternommen hat.

      Es wurde sogar schon unterstellt, dass dort zum Einen Akten verschwunden sein sollen und zum Anderen Akten bei Anfrage jahrelang nicht gefunden werden konnten, weil man immer genau daneben gesucht hat und offensichtlich bewußt nix gefunden hat bzw nix finden wollte bis hin zur Verschleppung, weil man davon ausginge, irgendwann hat sich das Thema biologisch erledigt.

      Hier nur mal ein kleines Beispiel

      die-anstifter.de/unterstutzen-sie-unseren-aufruf/

      tagesspiegel.de/politik/ns-kri…e-verbrechen/7253220.html
      Mein Mantra: Erwarte das Unerwartete ;)
      welt.de/regionales/hamburg/art…Z-Aufseherin-Michnia.html


      Hamburg
      NS-Verbrechen
      Neue Ermittlungen gegen ehemalige KZ-Aufseherin Michnia

      Von Per Hinrichs | Stand: 25.07.2017 | Lesedauer: 4 Minuten

      Hilde Michnia soll als SS-Mitglied den Todesmarsch ins KZ Bergen-Belsen begleitet haben, bei dem Hunderte Frauen ums Leben kamen. Das Verfahren war schon eingestellt, doch nun wird wieder ermittelt.

      Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen die frühere KZ-Aufseherin Hilde Michnia aus Hamburg wieder aufgenommen – auf Anweisung der Generalstaatsanwaltschaft. Das bestätigte die Behörde der WELT am Dienstag.

      Die heute 95 Jahre alte Frau soll 1945 an einem Todesmarsch von KZ-Häftlingen beteiligt gewesen sein, die vom Konzentrations- und Arbeitslager Grünberg, dem heutigen Zielona Góra in Polen, über das 60 Kilometer entfernte Guben weitere 400 Kilometer bis nach Bergen-Belsen laufen mussten. Von 2000 entkräfteten Frauen kamen bei dem Marsch etwa 1400 ums Leben. In den letzten Kriegswochen war Michnia noch im KZ Bergen-Belsen eingesetzt gewesen. In einem Video-Interview von 2004 erzählte sie selbst, an einem Marsch teilgenommen zu haben.

      Enthalten Berichte doch belastbare Informationen?

      Die Staatsanwaltschaft, die ab Januar 2015 wegen Mordverdachts ermittelte, konnte diese Angaben aber nicht verifizieren; Zeugen waren verstorben oder nicht mehr zu finden. „Die Anwesenheit der Beschuldigten auf dem ersten Teilabschnitt des Marsches ist von ihr zugegeben worden“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nana Frombach.

      Doch ob sie auch auf dem zweiten, tödlichen Weg nach Bergen-Belsen dabei war, ist unklar geblieben. Da alle Taten außer Mord verjährt sind, konnten die Ermittler der Rentnerin keine Straftaten nachweisen.

      Im März 2016 stellte der Dezernent der Behörde, der die letzten NS-Verfahren betreibt, das Verfahren ein – aus Mangel an Beweisen. Daraufhin beschwerte sich der Verfasser der Strafanzeige gegen Michnia, der Lüneburger Hans-Jürgen Brennecke, bei der Generalstaatsanwaltschaft. Die prüfte den Fall erneut und wies den Dezernenten am 22. Juni 2017 an, die Vorwürfe erneut genau zu prüfen.

      Ob beim neuen Anlauf viel herauskommt, ist fraglich. Die Generalstaatsanwaltschaft fordert nach Informationen der WELT von der ihr untergebenen Staatsanwaltschaft, alle Quellen genauestens zu prüfen. Der jetzt wieder ermittelnde Staatsanwalt Lars Mahnke gilt zwar als akribischer und hartnäckiger Strafverfolger. Offenbar soll er nun aber noch einmal untersuchen, ob Berichte, Zeugenaussagen und Dokumentationen über den Todesmarsch nicht doch belastbare Informationen über Michnias Teilnahme oder sogar die Beteiligung an Morden hergeben.

      Michnia fühlte sich stets unschuldig

      Zudem schlägt auf die Entscheidung auch die geänderte Rechtspraxis seit dem Fall Demjanjuk durch: Seitdem 2011 der SS-Helfer der Mordfabrik Sobibor wegen Beihilfe zum Mord verurteilt worden ist, ohne dass ihm konkrete Taten nachgewiesen wurden, hat sich das Blatt gegen die Täter der „Endlösung“ gewendet.

      Jedem, der in einem Vernichtungslager eingesetzt war, droht nun ein Strafverfahren. Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Krieges sind aber nur eine Handvoll Täter am Leben, nur wenige überhaupt verhandlungsfähig. Seitdem der sogenannte Buchhalter von Auschwitz, Oskar Gröning, in Lüneburg zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden ist und der Bundesgerichtshof den Spruch bestätigt hat, gilt die neue Rechtspraxis auch als höchstrichterlich abgesegnet.

      Die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen in Ludwigsburg, die die Vorermittlungen bei NS-Verbrechen übernimmt, bemüht sich gerade, auch gegen SS-Männer und -Frauen anderer Konzentrationslager Ermittlungsverfahren anzustrengen – wenn in diesen auch Menschen interniert wurden, die zur Vernichtung vorgesehen waren. Das waren vor allem Juden.

      Michnia selbst hat sich stets unschuldig gefühlt und behauptet, nichts gewusst oder getan zu haben. In einem Gespräch mit der WELT AM SONNTAG, das die Frau an ihrer Wohnungstür führte, zeigte sie Ende Januar 2015 keine Reue und keine Einsicht. Mehr als 750.000 Menschen wurden auf den Todesmärschen ermordet, mehr als in allen KZs zusammengenommen.

      Zurzeit führt die Staatsanwaltschaft noch ein weiteres Verfahren gegen einen früheren SS-Mann. Bruno D. ist allerdings erkrankt, der Ausgang des Verfahrens offen.

      Hans-Jürgen Brennecke, der das Ermittlungsverfahren mit seiner Anzeige erst in Gang brachte, ist über den Gang der Ereignisse enttäuscht – obwohl seine Beschwerde Erfolg hatte. „Diese Entscheidung hätte man doch viel früher fällen können“, meint er im Hinblick auf das Alter der Beschuldigten. „Die Ermittlungen beginnen zu spät, da ist sehr viel Zeit verloren gegangen.“
      Bin kein Fake, wie diese drei Neubrandenburger Gerichts-Komparsen.
      (;*)
      welt.de/regionales/hamburg/art…Z-Aufseherin-Michnia.html


      Hamburg
      NS-Verbrechen
      Neue Ermittlungen gegen ehemalige KZ-Aufseherin Michnia

      Von Per Hinrichs | Stand: 25.07.2017 | Lesedauer: 4 Minuten

      Hilde Michnia soll als SS-Mitglied den Todesmarsch ins KZ Bergen-Belsen begleitet haben, bei dem Hunderte Frauen ums Leben kamen. Das Verfahren war schon eingestellt, doch nun wird wieder ermittelt.

      Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen die frühere KZ-Aufseherin Hilde Michnia aus Hamburg wieder aufgenommen – auf Anweisung der Generalstaatsanwaltschaft. Das bestätigte die Behörde der WELT am Dienstag.

      Die heute 95 Jahre alte Frau soll 1945 an einem Todesmarsch von KZ-Häftlingen beteiligt gewesen sein, die vom Konzentrations- und Arbeitslager Grünberg, dem heutigen Zielona Góra in Polen, über das 60 Kilometer entfernte Guben weitere 400 Kilometer bis nach Bergen-Belsen laufen mussten. Von 2000 entkräfteten Frauen kamen bei dem Marsch etwa 1400 ums Leben. In den letzten Kriegswochen war Michnia noch im KZ Bergen-Belsen eingesetzt gewesen. In einem Video-Interview von 2004 erzählte sie selbst, an einem Marsch teilgenommen zu haben.

      Enthalten Berichte doch belastbare Informationen?

      Die Staatsanwaltschaft, die ab Januar 2015 wegen Mordverdachts ermittelte, konnte diese Angaben aber nicht verifizieren; Zeugen waren verstorben oder nicht mehr zu finden. „Die Anwesenheit der Beschuldigten auf dem ersten Teilabschnitt des Marsches ist von ihr zugegeben worden“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nana Frombach.

      Doch ob sie auch auf dem zweiten, tödlichen Weg nach Bergen-Belsen dabei war, ist unklar geblieben. Da alle Taten außer Mord verjährt sind, konnten die Ermittler der Rentnerin keine Straftaten nachweisen.

      Im März 2016 stellte der Dezernent der Behörde, der die letzten NS-Verfahren betreibt, das Verfahren ein – aus Mangel an Beweisen. Daraufhin beschwerte sich der Verfasser der Strafanzeige gegen Michnia, der Lüneburger Hans-Jürgen Brennecke, bei der Generalstaatsanwaltschaft. Die prüfte den Fall erneut und wies den Dezernenten am 22. Juni 2017 an, die Vorwürfe erneut genau zu prüfen.

      Ob beim neuen Anlauf viel herauskommt, ist fraglich. Die Generalstaatsanwaltschaft fordert nach Informationen der WELT von der ihr untergebenen Staatsanwaltschaft, alle Quellen genauestens zu prüfen. Der jetzt wieder ermittelnde Staatsanwalt Lars Mahnke gilt zwar als akribischer und hartnäckiger Strafverfolger. Offenbar soll er nun aber noch einmal untersuchen, ob Berichte, Zeugenaussagen und Dokumentationen über den Todesmarsch nicht doch belastbare Informationen über Michnias Teilnahme oder sogar die Beteiligung an Morden hergeben.

      Michnia fühlte sich stets unschuldig

      Zudem schlägt auf die Entscheidung auch die geänderte Rechtspraxis seit dem Fall Demjanjuk durch: Seitdem 2011 der SS-Helfer der Mordfabrik Sobibor wegen Beihilfe zum Mord verurteilt worden ist, ohne dass ihm konkrete Taten nachgewiesen wurden, hat sich das Blatt gegen die Täter der „Endlösung“ gewendet.

      Jedem, der in einem Vernichtungslager eingesetzt war, droht nun ein Strafverfahren. Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Krieges sind aber nur eine Handvoll Täter am Leben, nur wenige überhaupt verhandlungsfähig. Seitdem der sogenannte Buchhalter von Auschwitz, Oskar Gröning, in Lüneburg zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden ist und der Bundesgerichtshof den Spruch bestätigt hat, gilt die neue Rechtspraxis auch als höchstrichterlich abgesegnet.

      Die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen in Ludwigsburg, die die Vorermittlungen bei NS-Verbrechen übernimmt, bemüht sich gerade, auch gegen SS-Männer und -Frauen anderer Konzentrationslager Ermittlungsverfahren anzustrengen – wenn in diesen auch Menschen interniert wurden, die zur Vernichtung vorgesehen waren. Das waren vor allem Juden.

      Michnia selbst hat sich stets unschuldig gefühlt und behauptet, nichts gewusst oder getan zu haben. In einem Gespräch mit der WELT AM SONNTAG, das die Frau an ihrer Wohnungstür führte, zeigte sie Ende Januar 2015 keine Reue und keine Einsicht. Mehr als 750.000 Menschen wurden auf den Todesmärschen ermordet, mehr als in allen KZs zusammengenommen.

      Zurzeit führt die Staatsanwaltschaft noch ein weiteres Verfahren gegen einen früheren SS-Mann. Bruno D. ist allerdings erkrankt, der Ausgang des Verfahrens offen.

      Hans-Jürgen Brennecke, der das Ermittlungsverfahren mit seiner Anzeige erst in Gang brachte, ist über den Gang der Ereignisse enttäuscht – obwohl seine Beschwerde Erfolg hatte. „Diese Entscheidung hätte man doch viel früher fällen können“, meint er im Hinblick auf das Alter der Beschuldigten. „Die Ermittlungen beginnen zu spät, da ist sehr viel Zeit verloren gegangen.“
      Bin kein Fake, wie diese drei Neubrandenburger Gerichts-Komparsen.
      (;*)
      man muss sich fragen, warum die straftaten erst jetzt zur anklage kommen bzw. die ermittlungen erst jetzt aufgenommen werden. das schlimme: die biologische uhr tickt zu gunsten der ns-verbrecher.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      man muss sich fragen, warum die straftaten erst jetzt zur anklage kommen bzw. die ermittlungen erst jetzt aufgenommen werden. das schlimme: die biologische uhr tickt zu gunsten der ns-verbrecher.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

      Widerstand wrote:

      "Die Akte Rosenburg" (Unterwanderung des Bundesjustizministerium durch NS-Kader) - da soll drinstehen, warum die Verfolgung der NS-Täter so verschleppt wurde.

      Naja, zum einem wegen dem was in dieser Akte Rosenburg steht und zum anderen weil sich die Justiz jahrzehntelang verzweifelt daran geklammert hat, was der BGH einmal entschieden hatte - nämlich dass man einem Mord-Gehilfen die Beteiligung an jedem einzelnen Mord nachweisen muss. Damit waren etliche Täter in SS, Wehrmacht, Polizei etc. fein raus.
      Dokumente unter Verschluss +
      Opfer tot oder vollkommen eingeschüchtert +
      pedantische Will-Nix-sehen-Justiz
      ==> lauter Saubermänner
      Und im Osten ist's wohl so gelaufen, dass man die unbehelligt gelassen hat, die man noch gebrauchen konnte, wenn man kompromitierendes Material stets griffbereit hatte. Habe schon öfter gehört, dass der Spruch "Wer hier Nazi war, bestimmen wir[Partei/Behörden]" in dem Zusammenhang die Runde machte.
      Bin kein Fake, wie diese drei Neubrandenburger Gerichts-Komparsen.
      (;*)

      Widerstand wrote:

      "Die Akte Rosenburg" (Unterwanderung des Bundesjustizministerium durch NS-Kader) - da soll drinstehen, warum die Verfolgung der NS-Täter so verschleppt wurde.

      Naja, zum einem wegen dem was in dieser Akte Rosenburg steht und zum anderen weil sich die Justiz jahrzehntelang verzweifelt daran geklammert hat, was der BGH einmal entschieden hatte - nämlich dass man einem Mord-Gehilfen die Beteiligung an jedem einzelnen Mord nachweisen muss. Damit waren etliche Täter in SS, Wehrmacht, Polizei etc. fein raus.
      Dokumente unter Verschluss +
      Opfer tot oder vollkommen eingeschüchtert +
      pedantische Will-Nix-sehen-Justiz
      ==> lauter Saubermänner
      Und im Osten ist's wohl so gelaufen, dass man die unbehelligt gelassen hat, die man noch gebrauchen konnte, wenn man kompromitierendes Material stets griffbereit hatte. Habe schon öfter gehört, dass der Spruch "Wer hier Nazi war, bestimmen wir[Partei/Behörden]" in dem Zusammenhang die Runde machte.
      Bin kein Fake, wie diese drei Neubrandenburger Gerichts-Komparsen.
      (;*)