Privatbanken deckeln Automatengebühr auf 1,95 Euro

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      Privatbanken deckeln Automatengebühr auf 1,95 Euro

      Berliner Zeitung » Wirtschaft
      berlinonline.de/berliner-zeitu…t/detail_dpa_28162752.php

      Wirtschaft
      15.01.2011, 06:33 Uhr
      Privatbanken deckeln Automatengebühr auf 1,95 Euro


      Berlin - Geldabheben mit der EC-Karte kostet an den Automaten fast aller deutschen Privatbanken ab heute maximal 1,95 Euro. Auf diese Höchstgebühr für Fremdkunden hatten sich die Banken bereits im August verständigt.

      Viele Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken verlangen jedoch von Kunden, die nicht zu ihrer Institutsgruppe gehören, nach wie vor deutlich mehr.

      Alle Banken und Sparkassen informieren von heute an bei der Abhebung über die fällige Gebühr - in der Regel auf dem Bildschirm, bei einigen Kreditinstituten übergangsweise noch mit großen Aufklebern am Geldautomaten.

      Wem der Preis zu hoch ist, der kann die Abhebung kostenfrei abbrechen. Bei der Nutzung von Kreditkarten wird die jeweilige Gebühr in der Regel nicht angezeigt.

      © dpa

      Privatbanken deckeln Automatengebühr auf 1,95 Euro

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      Wirtschaft
      15.01.2011, 06:33 Uhr
      Privatbanken deckeln Automatengebühr auf 1,95 Euro


      Berlin - Geldabheben mit der EC-Karte kostet an den Automaten fast aller deutschen Privatbanken ab heute maximal 1,95 Euro. Auf diese Höchstgebühr für Fremdkunden hatten sich die Banken bereits im August verständigt.

      Viele Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken verlangen jedoch von Kunden, die nicht zu ihrer Institutsgruppe gehören, nach wie vor deutlich mehr.

      Alle Banken und Sparkassen informieren von heute an bei der Abhebung über die fällige Gebühr - in der Regel auf dem Bildschirm, bei einigen Kreditinstituten übergangsweise noch mit großen Aufklebern am Geldautomaten.

      Wem der Preis zu hoch ist, der kann die Abhebung kostenfrei abbrechen. Bei der Nutzung von Kreditkarten wird die jeweilige Gebühr in der Regel nicht angezeigt.

      © dpa
      Samstag, 15. Januar 2011
      sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2663008

      So viel kostet Fremd-Abheben wirklich

      Seit Sonnabend erfahren Kunden direkt am Bankautomaten, wie viel sie für den Zugriff aufs eigene Konto über eine fremde Bank bezahlen müssen. Ein wenig billiger wird dies auch.



      Berlin. Die Geldautomaten in Deutschland sind ab sofort auf ein neues System umgestellt. Beim Abheben am Automaten einer fremden Bank erfährt der Kunde sofort die Gebühr und kann den Vorgang abbrechen, wenn sie ihm zu hoch ist. Außerdem fallen jene Gebühren weg, die sich die Banken bislang untereinander berechneten und die teilweise an die Kunden weitergereicht worden waren. Die Privatbanken wollen in Zukunft den Fremdkunden einheitlich 1,95 Euro berechnen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte die Kunden auf, ihm zu twittern, wie hoch die Gebühren ab Samstag tatsächlich sind, um die «Preiswillkür» zu beenden. Es sei zu erwarten, dass die Angaben an den Automaten sehr uneinheitlich erfolgen werden und dass es sogar zu unterschiedlichen Entgelten in ein und derselben Stadt kommen könne.

      Druck des Kartellamtes

      Die Branche steht unter dem Druck des Kartellamts, die Preise fürs Abheben bei einer fremden Bank zu senken. Vereinzelt hatten Institute früher 10 oder 15 Euro berechnet. Im Durchschnitt waren es 5,64 Euro. Die tatsächlichen Kosten für die Banken liegen Schätzungen des vzbv zufolge unter einem Euro. Aber einen Preis von 1,95 Euro lehnt der Marktführer, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), ab.

      Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis hatte gesagt, es könne nicht sein, dass die Sparkassen-Kunden über ihre Konto-Gebühren den Kunden anderer Banken mit wenigen oder keinen Automaten das Netz finanzierten. «Das direkte und transparente Kundenentgelt führt zu einem verstärkten Wettbewerb, bei dem sich marktgerechte Preise bilden. Diesem Wettbewerb stellen sich die Sparkassen», sagte Bernd Fieseler, Vorstandsmitglied des DSGV. Das Kartellamt beobachtet den Vorgang weiter.

      Laut DSGV werden an den 25.700 Sparkassen-Geldautomaten rund 95 Prozent aller Abhebungen von den eigenen Kunden vorgenommen. Deren Zahl liege bei 45 Millionen. Der zweitgrößte Verbund ist der Volks- und Raiffeisenbanken mit 18.600 Automaten. In der Cash-Group sind Deutsche Bank, Norisbank, Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank, DAB-Bank und Berliner Bank zusammengefasst. Sie hat 9.000 Automaten. Der Cash-Pool umfasst Targo-Bank, Santander, SEB, Sparda-Banken, BB-Bank und Degussa-Bank und hat 2.500 Automaten.

      Verbraucherzentrale ruft zum Twittern auf

      Um die großen Unterschiede bei den Gebühren zu dokumentieren, rief der Verbraucherzentrale Bundesverband dazu auf, ihm per Twitter Kurznachrichten zu schicken, beispielsweise: #abgehoben: Geldinstitut Hintertupfing Tupfenhausen Tupfenhausenerstraße 5,60 Euro @vzbv. Dokumentiert werden sollen die Gebühren auf der Netzseite twitter.com/vzbv.
      Samstag, 15. Januar 2011
      sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2663008

      So viel kostet Fremd-Abheben wirklich

      Seit Sonnabend erfahren Kunden direkt am Bankautomaten, wie viel sie für den Zugriff aufs eigene Konto über eine fremde Bank bezahlen müssen. Ein wenig billiger wird dies auch.



      Berlin. Die Geldautomaten in Deutschland sind ab sofort auf ein neues System umgestellt. Beim Abheben am Automaten einer fremden Bank erfährt der Kunde sofort die Gebühr und kann den Vorgang abbrechen, wenn sie ihm zu hoch ist. Außerdem fallen jene Gebühren weg, die sich die Banken bislang untereinander berechneten und die teilweise an die Kunden weitergereicht worden waren. Die Privatbanken wollen in Zukunft den Fremdkunden einheitlich 1,95 Euro berechnen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte die Kunden auf, ihm zu twittern, wie hoch die Gebühren ab Samstag tatsächlich sind, um die «Preiswillkür» zu beenden. Es sei zu erwarten, dass die Angaben an den Automaten sehr uneinheitlich erfolgen werden und dass es sogar zu unterschiedlichen Entgelten in ein und derselben Stadt kommen könne.

      Druck des Kartellamtes

      Die Branche steht unter dem Druck des Kartellamts, die Preise fürs Abheben bei einer fremden Bank zu senken. Vereinzelt hatten Institute früher 10 oder 15 Euro berechnet. Im Durchschnitt waren es 5,64 Euro. Die tatsächlichen Kosten für die Banken liegen Schätzungen des vzbv zufolge unter einem Euro. Aber einen Preis von 1,95 Euro lehnt der Marktführer, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), ab.

      Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis hatte gesagt, es könne nicht sein, dass die Sparkassen-Kunden über ihre Konto-Gebühren den Kunden anderer Banken mit wenigen oder keinen Automaten das Netz finanzierten. «Das direkte und transparente Kundenentgelt führt zu einem verstärkten Wettbewerb, bei dem sich marktgerechte Preise bilden. Diesem Wettbewerb stellen sich die Sparkassen», sagte Bernd Fieseler, Vorstandsmitglied des DSGV. Das Kartellamt beobachtet den Vorgang weiter.

      Laut DSGV werden an den 25.700 Sparkassen-Geldautomaten rund 95 Prozent aller Abhebungen von den eigenen Kunden vorgenommen. Deren Zahl liege bei 45 Millionen. Der zweitgrößte Verbund ist der Volks- und Raiffeisenbanken mit 18.600 Automaten. In der Cash-Group sind Deutsche Bank, Norisbank, Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank, DAB-Bank und Berliner Bank zusammengefasst. Sie hat 9.000 Automaten. Der Cash-Pool umfasst Targo-Bank, Santander, SEB, Sparda-Banken, BB-Bank und Degussa-Bank und hat 2.500 Automaten.

      Verbraucherzentrale ruft zum Twittern auf

      Um die großen Unterschiede bei den Gebühren zu dokumentieren, rief der Verbraucherzentrale Bundesverband dazu auf, ihm per Twitter Kurznachrichten zu schicken, beispielsweise: #abgehoben: Geldinstitut Hintertupfing Tupfenhausen Tupfenhausenerstraße 5,60 Euro @vzbv. Dokumentiert werden sollen die Gebühren auf der Netzseite twitter.com/vzbv.