Was unterscheidet die Jugendwerkhöfe und damalige Weste Heime?

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      Was unterscheidet die Jugendwerkhöfe und damalige Weste Heime?

      In der Jungen BRD wurden viele Eltern Ihren Eltern beraubt oder die Alleinerziehenden Müttern mussten Arbeiten, und konnten sich aus dem Grunde nicht um Ihre Kinder Kümmern. Manche Kinder wurden von Ihren Eltern verstoßen, andere kamen in sogenannte und deklarierte Ausbildungsstätte, welche sich dann als Fürsorgeheime entpuppten. Ein Tanzabend mit 15 Jahren bedeutete schon das Urteil in ein Heim für Schwererziehbare Jugendliche zu landen, und abgestempelt zu werden.
      Warum gab es eigentlich so viele Heime in der jungen BRD, welche weniger an das Wohl des Kindes/Jugendlichen Interessiert wahren,als an dem Geldbeutel der Heimgeigenden?

      Was wahr der Grund warum im ehemaligen Osten Kinder in Heime und Jugendwerkhöfe kamen?

      Was wahr in den Jugendwerkhöfen dasselbe wie in Fürsorgeheimen?
      Was war in Jugendwerkhöfen anders als in westdeutschen Fürsorgeheimen? Was war der Grund der Einweisung in Jugendwerkhöfe?
      Wurden auch in den Jugendwerkhöfen die Kinder von Ihren Familien komplett getrennt?Gab es außer Torgau überall die Menschenrechtsverletzungen an Jugendliche?

      Die Frage habe ich mir gestellt, weil Ines auch der Meinung ist, das sehr viel Parallelen zu den Jugendwerkhöfen und den früheren Heimen in der BRD zu finden sind.
      Wir waren Kinder und Jugendliche die es sehr schwer in Ihrer Kindheit und Jugend hatten, ob in ehemaligen Ostheimen oder in den Westheimen.
      Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
      Liebe Grüße Aiken
      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric

      Was unterscheidet die Jugendwerkhöfe und damalige Weste Heime?

      In der Jungen BRD wurden viele Eltern Ihren Eltern beraubt oder die Alleinerziehenden Müttern mussten Arbeiten, und konnten sich aus dem Grunde nicht um Ihre Kinder Kümmern. Manche Kinder wurden von Ihren Eltern verstoßen, andere kamen in sogenannte und deklarierte Ausbildungsstätte, welche sich dann als Fürsorgeheime entpuppten. Ein Tanzabend mit 15 Jahren bedeutete schon das Urteil in ein Heim für Schwererziehbare Jugendliche zu landen, und abgestempelt zu werden.
      Warum gab es eigentlich so viele Heime in der jungen BRD, welche weniger an das Wohl des Kindes/Jugendlichen Interessiert wahren,als an dem Geldbeutel der Heimgeigenden?

      Was wahr der Grund warum im ehemaligen Osten Kinder in Heime und Jugendwerkhöfe kamen?

      Was wahr in den Jugendwerkhöfen dasselbe wie in Fürsorgeheimen?
      Was war in Jugendwerkhöfen anders als in westdeutschen Fürsorgeheimen? Was war der Grund der Einweisung in Jugendwerkhöfe?
      Wurden auch in den Jugendwerkhöfen die Kinder von Ihren Familien komplett getrennt?Gab es außer Torgau überall die Menschenrechtsverletzungen an Jugendliche?

      Die Frage habe ich mir gestellt, weil Ines auch der Meinung ist, das sehr viel Parallelen zu den Jugendwerkhöfen und den früheren Heimen in der BRD zu finden sind.
      Wir waren Kinder und Jugendliche die es sehr schwer in Ihrer Kindheit und Jugend hatten, ob in ehemaligen Ostheimen oder in den Westheimen.
      Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
      Liebe Grüße Aiken
      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric

      RE: Was unterscheidet die Jugendwerkhöfe und damalige Weste Heime?

      Original von Aiken
      Ein Tanzabend mit 15 Jahren bedeutete schon das Urteil in ein Heim für Schwererziehbare Jugendliche zu landen, und abgestempelt zu werden.
      Liebe Grüße Aiken


      Wo bist du denn aufgewachsen?

      Dann hätte es in der BRD keinen einzigen Jugendlichen mehr geben dürfen, der nicht in einem Heim für Schwererziehbare lebte, denn jeder Jugendliche ging in die Disco oder in die Tanzschule.

      Und Landeserziehungsheime für Schwererziehbare gab es eines pro Bundesland, meines Wissens...

      Kannst du mir da weiterführende Literatur nennen, damit ich mich bilden kann?

      lg ahu

      RE: Was unterscheidet die Jugendwerkhöfe und damalige Weste Heime?

      Original von Aiken
      Ein Tanzabend mit 15 Jahren bedeutete schon das Urteil in ein Heim für Schwererziehbare Jugendliche zu landen, und abgestempelt zu werden.
      Liebe Grüße Aiken


      Wo bist du denn aufgewachsen?

      Dann hätte es in der BRD keinen einzigen Jugendlichen mehr geben dürfen, der nicht in einem Heim für Schwererziehbare lebte, denn jeder Jugendliche ging in die Disco oder in die Tanzschule.

      Und Landeserziehungsheime für Schwererziehbare gab es eines pro Bundesland, meines Wissens...

      Kannst du mir da weiterführende Literatur nennen, damit ich mich bilden kann?

      lg ahu

      RE: Was unterscheidet die Jugendwerkhöfe und damalige Weste Heime?

      Hi aiken....

      ich weiss nicht so wirklich, wie ich deine frage deuten soll.
      war diese denn etwa wirklich ernst gemeint ?
      Falls ja würde ich mich wirklich über eine rege Diskussion freuen, und mich selbstverständlich daran beteiligen.Momentan verwundert mich dies jedoch. Ok ?

      Gruss Laffeuer

      RE: Was unterscheidet die Jugendwerkhöfe und damalige Weste Heime?

      Hi aiken....

      ich weiss nicht so wirklich, wie ich deine frage deuten soll.
      war diese denn etwa wirklich ernst gemeint ?
      Falls ja würde ich mich wirklich über eine rege Diskussion freuen, und mich selbstverständlich daran beteiligen.Momentan verwundert mich dies jedoch. Ok ?

      Gruss Laffeuer
      he Aiken wie wär es erstmal,mit ein paar infos zu dir ist zwar keine pflicht aber du hast fragen die ich auch gern beantworten würde wenn ich wüsste mit wem ich es zu tun habe lg wölfi =)
      Echte Freunde sind wie Sterne,mann sieht sie nicht aber sie sind immer da.
      he Aiken wie wär es erstmal,mit ein paar infos zu dir ist zwar keine pflicht aber du hast fragen die ich auch gern beantworten würde wenn ich wüsste mit wem ich es zu tun habe lg wölfi =)
      Echte Freunde sind wie Sterne,mann sieht sie nicht aber sie sind immer da.
      Nun Aiken, ich habe in all den Jahren wo ich mich mit der Thematik beschäftigt habe viele Bücher, einige DoKu's, Filme und Beiträge in Foren gelesen.

      Sonst könnte ich ja nicht mit Westheimen einen Vergleich ziehen.

      Einige Passagen aus dem Buch "Schläge im Namen des Herrn" kommen mir auch sehr bekannt vor, bzw. erinnern mich an längst vergangene Tage.

      Den Bunker, mit der Holzpritsche und dem Scheißkübel in der Ecke, kenne einige aus DDR Heimen und ich sehr genau.
      Arrestzellen .... hatte fast jede Einrichtung.

      Bei Entweichungen Strafklamotten ..... auch Haare abschneiden als Strafe,
      Bildungsentzug als Strafe,
      Bei Lachen oder Reden am Essenstisch ..... von Tisch entfernt und ins 1. Hilfe Zimmer eingesperrt weil Zelle schon belegt war
      die Jugendlichen untereinander waren auch nicht immer die Höflichsten zueinander
      Rangordnung, Gruppenerziehung usw. uswf

      Was spielt es für ne Rolle dabei, ob das nun im Namen der Kirche oder im Namen des Staates geschah?
      Macht es das Leid anders?
      Wird es dadurch leichter oder schwerer?
      Ist dadurch jemand mehr oder weniger Opfer?
      Wollen wir überhaupt Opfer sein?
      Ich denke nicht.

      Letztendlich definiert jeder Leid für sich anders. Die einen leiden schon wenn sie aus dem vertrauten Umfeld gerissen werden und 100erte von Kilometer weit weg von daheim in eine wildfremde Gegend mit wildfremden Leuten versetzt werden. Andere widerrum leiden erst wenn sie Stunden in einer Zelle sitzen und dabei jegliches Gefühl von Raum und Zeit verlieren.

      Am Ende stecken hinter allen Heimkindern, egal ob kirchlich oder staatlich, Ost oder West Familientragödien, auch Dinge die der damaligen Zeit geschuldet sind (wie uneheliche Kinder derer man sich schämte und sie einfach in Heime entsorgte, falsche Ansichten über den Staat, geschädigte Familienstrukturen, Suchtkrankheiten usw. usf.).

      Also Aiken wenn Dich das Thema wirklich so interessiert und es nicht nur darum geht das Leid der Heimkinder in der BRD in kirchlichen Heimen als oberstes Leid zu deklarieren, dann wüsstest Du um Bücher und Argumente was Deine Frage hier erübrigen würde. Denn Literatur zu DDR Einrichtungen, Netzfundstücke, Lebensberichte in Form von Büchern .... all das gibt es auch schon einige Jahre.

      LG Ines
      Die mich kennen mögen mich - die mich nicht mögen können mich

      Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant

      :D :D :D

      Post was edited 2 times, last by “Ines” ().

      Nun Aiken, ich habe in all den Jahren wo ich mich mit der Thematik beschäftigt habe viele Bücher, einige DoKu's, Filme und Beiträge in Foren gelesen.

      Sonst könnte ich ja nicht mit Westheimen einen Vergleich ziehen.

      Einige Passagen aus dem Buch "Schläge im Namen des Herrn" kommen mir auch sehr bekannt vor, bzw. erinnern mich an längst vergangene Tage.

      Den Bunker, mit der Holzpritsche und dem Scheißkübel in der Ecke, kenne einige aus DDR Heimen und ich sehr genau.
      Arrestzellen .... hatte fast jede Einrichtung.

      Bei Entweichungen Strafklamotten ..... auch Haare abschneiden als Strafe,
      Bildungsentzug als Strafe,
      Bei Lachen oder Reden am Essenstisch ..... von Tisch entfernt und ins 1. Hilfe Zimmer eingesperrt weil Zelle schon belegt war
      die Jugendlichen untereinander waren auch nicht immer die Höflichsten zueinander
      Rangordnung, Gruppenerziehung usw. uswf

      Was spielt es für ne Rolle dabei, ob das nun im Namen der Kirche oder im Namen des Staates geschah?
      Macht es das Leid anders?
      Wird es dadurch leichter oder schwerer?
      Ist dadurch jemand mehr oder weniger Opfer?
      Wollen wir überhaupt Opfer sein?
      Ich denke nicht.

      Letztendlich definiert jeder Leid für sich anders. Die einen leiden schon wenn sie aus dem vertrauten Umfeld gerissen werden und 100erte von Kilometer weit weg von daheim in eine wildfremde Gegend mit wildfremden Leuten versetzt werden. Andere widerrum leiden erst wenn sie Stunden in einer Zelle sitzen und dabei jegliches Gefühl von Raum und Zeit verlieren.

      Am Ende stecken hinter allen Heimkindern, egal ob kirchlich oder staatlich, Ost oder West Familientragödien, auch Dinge die der damaligen Zeit geschuldet sind (wie uneheliche Kinder derer man sich schämte und sie einfach in Heime entsorgte, falsche Ansichten über den Staat, geschädigte Familienstrukturen, Suchtkrankheiten usw. usf.).

      Also Aiken wenn Dich das Thema wirklich so interessiert und es nicht nur darum geht das Leid der Heimkinder in der BRD in kirchlichen Heimen als oberstes Leid zu deklarieren, dann wüsstest Du um Bücher und Argumente was Deine Frage hier erübrigen würde. Denn Literatur zu DDR Einrichtungen, Netzfundstücke, Lebensberichte in Form von Büchern .... all das gibt es auch schon einige Jahre.

      LG Ines
      Die mich kennen mögen mich - die mich nicht mögen können mich

      Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant

      :D :D :D

      Post was edited 2 times, last by “Ines” ().

      Ich selber habe auch vieles über die Jugend im ehemaligen Osten gelesen, und möchte meinen, das Parallele da sind, das sagen ja auch deine Zeilen aus, Ines.

      Ich habe den Thread in der Hoffnung eröffnet, um gerade über diese Parallelen mehr zu erfahren.

      Mit 15, fast 16 Jahre, als Gymnasiastin wurden Jugendliche,welche beim Tanzabend die Zeit vergaßen in Fürsorgeeinrichtungen eingesperrt. Hier geht es nicht um christliche Heime. Es sind Heime jeder Art gewesen, sei es konfessionelle und staatliche Heime. Es gab weniger staatliche Heime in der jungen BRD. 80% der Heime waren Konfessioneller -Art . Die einzige Rolle die in konfessionellen Heimen stärker geprägt ist , ist das Wort Nächstenliebe. Auch die staatlichen Heime haben das gleiche erlebt. Hätte es mehr staatliche Heime gegeben, wäre wohl einiges schon eher an die Öffentlichkeit geraten.

      Ich selber fände es auf die Dauer sehr Anstrengend, immer in einer Opferolle leben zu müssen. Es war Unrecht und daran wird sich nichts ändern.

      Ja die Heime im ehemaligem Osten wahren ausschließlich staatliche Heime. Ich glaube das nur darin der Unterschied zu finden ist. Erlebnisse der Kinder und Jugendlichen, wahren in den meisten Fällen die gleichen.

      Meine Fragen und dieser Thread soll dazu dienen, die Parallelen aufzuzählen, weil es alles Kinder und junge Menschen wahren, denen Unrecht geschah.
      Das Buch hat zwar einen kritischen Titel, aber dies hatte sicherlich nichts damit zu tun, das nur in kirchlichen Heimen dieses Unrecht geschah.In dem Buch sind ja staatliche, evangelische, und katholische Heime aufgeführt.Über weitere Antworten würde ich mich freuen.

      Aiken
      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric
      Ich selber habe auch vieles über die Jugend im ehemaligen Osten gelesen, und möchte meinen, das Parallele da sind, das sagen ja auch deine Zeilen aus, Ines.

      Ich habe den Thread in der Hoffnung eröffnet, um gerade über diese Parallelen mehr zu erfahren.

      Mit 15, fast 16 Jahre, als Gymnasiastin wurden Jugendliche,welche beim Tanzabend die Zeit vergaßen in Fürsorgeeinrichtungen eingesperrt. Hier geht es nicht um christliche Heime. Es sind Heime jeder Art gewesen, sei es konfessionelle und staatliche Heime. Es gab weniger staatliche Heime in der jungen BRD. 80% der Heime waren Konfessioneller -Art . Die einzige Rolle die in konfessionellen Heimen stärker geprägt ist , ist das Wort Nächstenliebe. Auch die staatlichen Heime haben das gleiche erlebt. Hätte es mehr staatliche Heime gegeben, wäre wohl einiges schon eher an die Öffentlichkeit geraten.

      Ich selber fände es auf die Dauer sehr Anstrengend, immer in einer Opferolle leben zu müssen. Es war Unrecht und daran wird sich nichts ändern.

      Ja die Heime im ehemaligem Osten wahren ausschließlich staatliche Heime. Ich glaube das nur darin der Unterschied zu finden ist. Erlebnisse der Kinder und Jugendlichen, wahren in den meisten Fällen die gleichen.

      Meine Fragen und dieser Thread soll dazu dienen, die Parallelen aufzuzählen, weil es alles Kinder und junge Menschen wahren, denen Unrecht geschah.
      Das Buch hat zwar einen kritischen Titel, aber dies hatte sicherlich nichts damit zu tun, das nur in kirchlichen Heimen dieses Unrecht geschah.In dem Buch sind ja staatliche, evangelische, und katholische Heime aufgeführt.Über weitere Antworten würde ich mich freuen.

      Aiken
      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric
      Original von Aiken

      Mit 15, fast 16 Jahre, als Gymnasiastin wurden Jugendliche,welche beim Tanzabend die Zeit vergaßen in Fürsorgeeinrichtungen eingesperrt.

      Aiken


      Also da müßten sämtliche Kinder sämtlicher Schulen meines Heimatortes in Fürsorgeeinrichtungen gewesen sein?????????

      Kann mich nich erinnern, wer da vor 3, 4 Uhr morgens heimging...Es sei denn, das Event wurde früher beendet, und dann hat man noch sonst irgendwann irgendwo bei irgendwem rumgehangen...

      ...oder wie entstand der geflügelte Satz: wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch?...Den hat mir eine Dame beigebracht, die heute weit über 80 wäre, wenn sie noch leben würde, und die in der BRD gelebt hat, genau wie alle meine anderen Bekannten.

      Für eine Fürsorgeeinrichtung mußte man schon einiges geboten haben...
      Original von Aiken

      Mit 15, fast 16 Jahre, als Gymnasiastin wurden Jugendliche,welche beim Tanzabend die Zeit vergaßen in Fürsorgeeinrichtungen eingesperrt.

      Aiken


      Also da müßten sämtliche Kinder sämtlicher Schulen meines Heimatortes in Fürsorgeeinrichtungen gewesen sein?????????

      Kann mich nich erinnern, wer da vor 3, 4 Uhr morgens heimging...Es sei denn, das Event wurde früher beendet, und dann hat man noch sonst irgendwann irgendwo bei irgendwem rumgehangen...

      ...oder wie entstand der geflügelte Satz: wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch?...Den hat mir eine Dame beigebracht, die heute weit über 80 wäre, wenn sie noch leben würde, und die in der BRD gelebt hat, genau wie alle meine anderen Bekannten.

      Für eine Fürsorgeeinrichtung mußte man schon einiges geboten haben...
      Naja, ahu, ich denke, das die Zeitspanne eine Rolle gespielt hat. Was war in welchem Jahr? Überall hat sich so ziemlich alles im Laufe der Zeit verändert, so wohl auch die Gründe, warum jemand in ein Heim gesperrt wurde.

      Aiken, ich denke, für Kinder aus " ordentlichen " Familien war es vielleicht nicht so, wie Du es beschreibst.
      Betraf es aber unehelich geborene, Waisen oder " nicht gewollte " Kinder, wurde das wohl so gehandhabt. Diese brauchten nur mal die Sperrstunden zu mißachten, schon war es passiert.
      Naja, ahu, ich denke, das die Zeitspanne eine Rolle gespielt hat. Was war in welchem Jahr? Überall hat sich so ziemlich alles im Laufe der Zeit verändert, so wohl auch die Gründe, warum jemand in ein Heim gesperrt wurde.

      Aiken, ich denke, für Kinder aus " ordentlichen " Familien war es vielleicht nicht so, wie Du es beschreibst.
      Betraf es aber unehelich geborene, Waisen oder " nicht gewollte " Kinder, wurde das wohl so gehandhabt. Diese brauchten nur mal die Sperrstunden zu mißachten, schon war es passiert.
      Die Sperrstunden gelten für die Veranstalter, nicht für die Gäste...

      Es gibt ein Jugendschutzgesetz, aber ein einmaliger Verstoß führt da zu garnichts, und dann ist es tatsächlich hauptsächlich eine Frage des Sorgeberechtigten.

      Trotzdem, das alleine reichte zu keiner Zeit aus. Was du beschreibst, ist wohl eher Verstöße gegen Heimregeln bei Kindern, die in Heimen waren.

      Da muß so ein Verstoß aber ebenfalls erstmal die Regel sein und nicht eine Ausnahme. In diesem Fall geht es ja auch um die Sorgfaltspflicht derer, die im Heim nachts die Aufsicht haben. Die haben eine andere Verantwortung als Eltern, deren Kind über die Strenge schlägt.

      Kinder, die ständig nachts nicht zu Hause sind, wiederum, dass ist auch nochmal was anderes. Was würdet ihr sagen, wenn eure nie da wären, ihr nicht wüßtet, wo sie sind, und sie in der Schule dann nicht klarkommen?

      Also, hier und da mal zu spät heimkommen hat noch niemand ins Fürsorgeheim gebracht. Fürsorgeheime haben andere Betreuungsschlüssel, eine andere Ausrüstung und anders ausgebildetes Personal und sind deshalb wesentlich teurer, die Kostenübernahme dafür muß schon ein bißchen härter begründet sein. Wobei noch die Frage ist, ob in der Zeit direkt nach dem Krieg die Jugendlichen in Heimen überhaupt Ausgang hatten. Selbst Auszubildende hatten da pünktlich im Personalwohnheim zu sein. Aber auch da war es nicht so, dass man wegen sowas ins Fürsorgeheim kam.

      Die Familie meiner Mutter kam 1953 aus der DDR in den Westen, nur das jüngste von 6 Geschwistern hatte die Möglichkeit, bei der Mutter aufzuwachsen, und auch die lebte erstmal im Flüchtlingsheim. Glaub nur nicht, dass da Zonenflüchtlinge in irgendeinem Heim erwünscht waren.


      Also, Storys erkenn ich schon, wenn sie vor mir stehen...

      Post was edited 3 times, last by “ahu” ().

      Die Sperrstunden gelten für die Veranstalter, nicht für die Gäste...

      Es gibt ein Jugendschutzgesetz, aber ein einmaliger Verstoß führt da zu garnichts, und dann ist es tatsächlich hauptsächlich eine Frage des Sorgeberechtigten.

      Trotzdem, das alleine reichte zu keiner Zeit aus. Was du beschreibst, ist wohl eher Verstöße gegen Heimregeln bei Kindern, die in Heimen waren.

      Da muß so ein Verstoß aber ebenfalls erstmal die Regel sein und nicht eine Ausnahme. In diesem Fall geht es ja auch um die Sorgfaltspflicht derer, die im Heim nachts die Aufsicht haben. Die haben eine andere Verantwortung als Eltern, deren Kind über die Strenge schlägt.

      Kinder, die ständig nachts nicht zu Hause sind, wiederum, dass ist auch nochmal was anderes. Was würdet ihr sagen, wenn eure nie da wären, ihr nicht wüßtet, wo sie sind, und sie in der Schule dann nicht klarkommen?

      Also, hier und da mal zu spät heimkommen hat noch niemand ins Fürsorgeheim gebracht. Fürsorgeheime haben andere Betreuungsschlüssel, eine andere Ausrüstung und anders ausgebildetes Personal und sind deshalb wesentlich teurer, die Kostenübernahme dafür muß schon ein bißchen härter begründet sein. Wobei noch die Frage ist, ob in der Zeit direkt nach dem Krieg die Jugendlichen in Heimen überhaupt Ausgang hatten. Selbst Auszubildende hatten da pünktlich im Personalwohnheim zu sein. Aber auch da war es nicht so, dass man wegen sowas ins Fürsorgeheim kam.

      Die Familie meiner Mutter kam 1953 aus der DDR in den Westen, nur das jüngste von 6 Geschwistern hatte die Möglichkeit, bei der Mutter aufzuwachsen, und auch die lebte erstmal im Flüchtlingsheim. Glaub nur nicht, dass da Zonenflüchtlinge in irgendeinem Heim erwünscht waren.


      Also, Storys erkenn ich schon, wenn sie vor mir stehen...

      Post was edited 3 times, last by “ahu” ().