Augsburg, Katholische Waisenhaus, Stiftung St. Gregor

    Team

    Who is online?

    and 22 guests

    New Members

    Most active members

      Kath. Waisenhaus- Stiftung St. Gregor

      Auf dem Kreuz 58
      86152 Augsburg

      Telefon: 0821/50304-0



      Das betreute Jugendwohnen (BJW) ist ein Betreuungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene beiderlei Geschlechts im Aufnahmealter von 16 bis 21 Jahren, das die Verselbständigung fördert und begleitet.
      Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden in verschiedenen Wohnformen auf ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben vorbereitet (z. T. auch außerhalb unserer Einrichtung). In Fragen der Lebensführung, der Ausbildung und Freizeitgestaltung werden sie durch eine feste Bezugsperson kompetent beraten und unterstützt. Aufgenommen werden nur Jugendliche und junge Erwachsene, die keine dauernde Betreuung über Tag und Nacht benötigen.
      Eine Konzeption dieser Betreuungsform liegt vor und kann bei Bedarf angefordert werden.
      Leistungen

      Auf der Basis der im Hilfeplan festgelegten Ziele passen wir die pädagogische Hilfe und Betreuung individuell an die Bedürfnisse jedes Jugendlichen und jungen Erwachsenen an. Die beteiligten Fachkräfte erarbeiten dazu gemeinsam einen Betreuungsplan. Dieser Plan wird mindestens halbjährlich reflektiert und bei Bedarf verändert.
      In der Verbindung von eigenständiger Wohnform, selbständiger Alltagsgestaltung und sozialpädagogischer Betreuung können die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihre Selbständigkeit erproben und Lebensperspektiven entwickeln. Die notwendigen sozialen Kompetenzen entstehen durch die gezielte Förderung der sozialen Kontakte außerhalb der Einrichtung.
      Die pädagogischen MitarbeiterInnen gewährleisten dabei insbesonders:

      * die Betreuung der jungen Erwachsenen im Bezugspersonensystem
      * die Entwicklung sinnvoller Perspektiven für die weitere Lebensplanung
      * die ausbildungsbezogene Betreuung und ggf. schulische Unterstützung
      * sozialpädagogische Einzel- und Gruppengespräche
      * Vermittlung von Alltagskompetenzen mit dem Ziel der selbständigen Lebensführung
      * Unterstützung beim Aufbau eines sozialen Kontaktnetzes,
      * den wertschätzenden Umgang mit jedem einzelnen jungen Erwachsenen und seinen Angehörigen.


      Aufnahmealter:
      16 - 21 Jahre

      Anzahl der Plätze:
      8

      Betreuungsform:
      sozialpädagogisch




      Geschichte



      Vor 150 Jahren übernahmen die Armen Schulschwestern das Kath. Waisenhaus:



      "Mütter der Waisen“ wurden sie genannt und waren es auch in des Wortes edelster Bedeutung, seit das Kath. Waisenhaus Augsburg vor 150 Jahren als eines der ersten in Bayern dem Orden der Armen Schulschwestern anvertraut wurde. Ein junger Orden damals, erst 1833 von Karolina Gerhardinger, die später den Ordensnamen Theresia von Jesu annahm, gegründet, mit dem Ziel, „die Erziehung und Bildung von Mädchen aus armen Bevölkerungsschichten zu verbessern“. Bereits 1852 erhielten die Armen Schulschwestern Unterstützung von höchster Stelle durch die Empfehlung des bayer. Königs Max II, „den Orden im Kampf gegen die drohende Volksverarmung einzusetzen“. Das war wohl auch der Grund für den Antrag der Stiftungsadministration an die Stadt Augsburg, Kontakt mit dem Orden aufzunehmen zur Übernahme des Kath. Waisenhauses. Eine verlockende Lösung für die Stadt zur finanziellen Entlastung und trotzdem nicht ohne Schwierigkeiten. Die oberhirtliche Genehmigung des Bischofs, der an der Eignung der Schwestern für die Erziehung von Buben zweifelte, musste erst durch Bewährungsproben von der Ordensgründerin erkämpft werden. Bischof Peter Richarz gehörte später zu den großen Förderern des Waisenhauses.

      Am 1. Oktober 1853 begannen also die Schwestern ihre Arbeit mit 92 Waisenkindern im Hause und damals schon 36 außerhalb wohnenden Lehrlingen und Dienstmädchen. Ihre Aufgaben waren recht vielseitig: Erziehung, materielle Versorgung, Krankenpflege und Schulunterricht der Kinder. Hinzu kamen die Besorgung des gesamten Hauswesens, die Instandhaltung des Hauses und schließlich die Weiterführung der Landwirtschaft. Noch 1944 sind mitten in der Stadt 14 Stück Vieh, zusätzlich Schweine und Hühner für die Ernährung der Waisenkinder gehalten worden. Der Wechsel zu den Schwestern führte sogleich zu baulichen Erweiterungen, die schon im Folgejahr eine Aufnahmekapazität von 140 Kindern brachte. Durchschnittlich waren 20 Schwestern, 2 - 3 Kandidatinnen und einige Hilfskräfte im Hause tätig. Trotz der gestiegenen Kinderzahl gelang es, das Waisenhaus wirtschaftlich unabhängig zu machen. Die Einkünfte aus der Landwirtschaft, sparsame Bewirtschaftung, unermüdlicher Arbeitseinsatz gegen minimale Entlohnung und die gestiegene Bereitschaft bei Wohltätern, Spendern und Erblassern haben es der Stadt ermöglicht, ab 1862 die städtischen Zuschüsse einzustellen.

      Hinter diesen Leistungen aber steht eine tiefe Gläubigkeit und christliche Nächstenliebe. Die Armen Schulschwestern stellten den Dienst an den Kindern allen persönlichen Interessen voran und haben damit auch ein Stück Sozialgeschichte der Stadt Augsburg geschrieben. Schätzungsweise 2.500 bis 3.000 Zöglinge sind von den Schwestern bis 1954 im Heim erzogen und betreut worden. Drei große Kriege fielen in diese Zeit: 1870, 1914 und 1939. In der Augsburger Schreckensnacht vom 25. zum 26. Februar 1944 wurde die ganze Anstalt bis auf ein verpachtetes Nebengebäude zerstört. Beim Wiederaufbau legten die Schwestern tatkräftig mit Hand an, organisierten Sammelaktionen und halfen bei den Bauarbeiten.

      Die Nachkriegsjahre haben die soziale Landschaft verändert. Neue Aufgaben sind für die Heime entstanden. Eine pädagogische Umorientierung hat die Aufteilung in familienähnliche Gruppen und die Bildung von Wohngruppen außerhalb der Heime verlangt. 1967 wurde die Waisenhausschule geschlossen zu Gunsten der öffentlichen Schulen. Im gleichen Jahr wurde erstmals von den Schwestern eine heilpädagogische Abteilung im Waisenhaus eingerichtet. Nachwuchsmangel im Orden zwang jedoch zu der bitteren Entscheidung, dass die Schwestern 1986 das Haus verlassen mussten. Die heutige St. Gregor-Jugendhilfe mit ihren vielfältigen Formen der Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Familien atmet noch ihren Geist christlicher Nächstenliebe und pflegt das Andenken an „ihre“ Armen Schulschwestern.
      Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit die uns etwas bringt!
      Kath. Waisenhaus- Stiftung St. Gregor

      Auf dem Kreuz 58
      86152 Augsburg

      Telefon: 0821/50304-0



      Das betreute Jugendwohnen (BJW) ist ein Betreuungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene beiderlei Geschlechts im Aufnahmealter von 16 bis 21 Jahren, das die Verselbständigung fördert und begleitet.
      Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden in verschiedenen Wohnformen auf ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben vorbereitet (z. T. auch außerhalb unserer Einrichtung). In Fragen der Lebensführung, der Ausbildung und Freizeitgestaltung werden sie durch eine feste Bezugsperson kompetent beraten und unterstützt. Aufgenommen werden nur Jugendliche und junge Erwachsene, die keine dauernde Betreuung über Tag und Nacht benötigen.
      Eine Konzeption dieser Betreuungsform liegt vor und kann bei Bedarf angefordert werden.
      Leistungen

      Auf der Basis der im Hilfeplan festgelegten Ziele passen wir die pädagogische Hilfe und Betreuung individuell an die Bedürfnisse jedes Jugendlichen und jungen Erwachsenen an. Die beteiligten Fachkräfte erarbeiten dazu gemeinsam einen Betreuungsplan. Dieser Plan wird mindestens halbjährlich reflektiert und bei Bedarf verändert.
      In der Verbindung von eigenständiger Wohnform, selbständiger Alltagsgestaltung und sozialpädagogischer Betreuung können die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihre Selbständigkeit erproben und Lebensperspektiven entwickeln. Die notwendigen sozialen Kompetenzen entstehen durch die gezielte Förderung der sozialen Kontakte außerhalb der Einrichtung.
      Die pädagogischen MitarbeiterInnen gewährleisten dabei insbesonders:

      * die Betreuung der jungen Erwachsenen im Bezugspersonensystem
      * die Entwicklung sinnvoller Perspektiven für die weitere Lebensplanung
      * die ausbildungsbezogene Betreuung und ggf. schulische Unterstützung
      * sozialpädagogische Einzel- und Gruppengespräche
      * Vermittlung von Alltagskompetenzen mit dem Ziel der selbständigen Lebensführung
      * Unterstützung beim Aufbau eines sozialen Kontaktnetzes,
      * den wertschätzenden Umgang mit jedem einzelnen jungen Erwachsenen und seinen Angehörigen.


      Aufnahmealter:
      16 - 21 Jahre

      Anzahl der Plätze:
      8

      Betreuungsform:
      sozialpädagogisch




      Geschichte



      Vor 150 Jahren übernahmen die Armen Schulschwestern das Kath. Waisenhaus:



      "Mütter der Waisen“ wurden sie genannt und waren es auch in des Wortes edelster Bedeutung, seit das Kath. Waisenhaus Augsburg vor 150 Jahren als eines der ersten in Bayern dem Orden der Armen Schulschwestern anvertraut wurde. Ein junger Orden damals, erst 1833 von Karolina Gerhardinger, die später den Ordensnamen Theresia von Jesu annahm, gegründet, mit dem Ziel, „die Erziehung und Bildung von Mädchen aus armen Bevölkerungsschichten zu verbessern“. Bereits 1852 erhielten die Armen Schulschwestern Unterstützung von höchster Stelle durch die Empfehlung des bayer. Königs Max II, „den Orden im Kampf gegen die drohende Volksverarmung einzusetzen“. Das war wohl auch der Grund für den Antrag der Stiftungsadministration an die Stadt Augsburg, Kontakt mit dem Orden aufzunehmen zur Übernahme des Kath. Waisenhauses. Eine verlockende Lösung für die Stadt zur finanziellen Entlastung und trotzdem nicht ohne Schwierigkeiten. Die oberhirtliche Genehmigung des Bischofs, der an der Eignung der Schwestern für die Erziehung von Buben zweifelte, musste erst durch Bewährungsproben von der Ordensgründerin erkämpft werden. Bischof Peter Richarz gehörte später zu den großen Förderern des Waisenhauses.

      Am 1. Oktober 1853 begannen also die Schwestern ihre Arbeit mit 92 Waisenkindern im Hause und damals schon 36 außerhalb wohnenden Lehrlingen und Dienstmädchen. Ihre Aufgaben waren recht vielseitig: Erziehung, materielle Versorgung, Krankenpflege und Schulunterricht der Kinder. Hinzu kamen die Besorgung des gesamten Hauswesens, die Instandhaltung des Hauses und schließlich die Weiterführung der Landwirtschaft. Noch 1944 sind mitten in der Stadt 14 Stück Vieh, zusätzlich Schweine und Hühner für die Ernährung der Waisenkinder gehalten worden. Der Wechsel zu den Schwestern führte sogleich zu baulichen Erweiterungen, die schon im Folgejahr eine Aufnahmekapazität von 140 Kindern brachte. Durchschnittlich waren 20 Schwestern, 2 - 3 Kandidatinnen und einige Hilfskräfte im Hause tätig. Trotz der gestiegenen Kinderzahl gelang es, das Waisenhaus wirtschaftlich unabhängig zu machen. Die Einkünfte aus der Landwirtschaft, sparsame Bewirtschaftung, unermüdlicher Arbeitseinsatz gegen minimale Entlohnung und die gestiegene Bereitschaft bei Wohltätern, Spendern und Erblassern haben es der Stadt ermöglicht, ab 1862 die städtischen Zuschüsse einzustellen.

      Hinter diesen Leistungen aber steht eine tiefe Gläubigkeit und christliche Nächstenliebe. Die Armen Schulschwestern stellten den Dienst an den Kindern allen persönlichen Interessen voran und haben damit auch ein Stück Sozialgeschichte der Stadt Augsburg geschrieben. Schätzungsweise 2.500 bis 3.000 Zöglinge sind von den Schwestern bis 1954 im Heim erzogen und betreut worden. Drei große Kriege fielen in diese Zeit: 1870, 1914 und 1939. In der Augsburger Schreckensnacht vom 25. zum 26. Februar 1944 wurde die ganze Anstalt bis auf ein verpachtetes Nebengebäude zerstört. Beim Wiederaufbau legten die Schwestern tatkräftig mit Hand an, organisierten Sammelaktionen und halfen bei den Bauarbeiten.

      Die Nachkriegsjahre haben die soziale Landschaft verändert. Neue Aufgaben sind für die Heime entstanden. Eine pädagogische Umorientierung hat die Aufteilung in familienähnliche Gruppen und die Bildung von Wohngruppen außerhalb der Heime verlangt. 1967 wurde die Waisenhausschule geschlossen zu Gunsten der öffentlichen Schulen. Im gleichen Jahr wurde erstmals von den Schwestern eine heilpädagogische Abteilung im Waisenhaus eingerichtet. Nachwuchsmangel im Orden zwang jedoch zu der bitteren Entscheidung, dass die Schwestern 1986 das Haus verlassen mussten. Die heutige St. Gregor-Jugendhilfe mit ihren vielfältigen Formen der Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Familien atmet noch ihren Geist christlicher Nächstenliebe und pflegt das Andenken an „ihre“ Armen Schulschwestern.
      Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit die uns etwas bringt!

      RE: ev Waisenhaus Augsburg - die Hölle auf Erden

      Leona wrote:

      Augsburg Waisenhaus
      Das ev. Waisenhaus in Augsburg, unterer Graben 6 war die Hölle auf Erden :monster:
      Ungefähr 1964, nach dem Umzug in den Neubau in Augsburg Hochzoll-Süd, Karwendelstr.61 kühlte die ev. Hölle ab. Kaum noch Prügel dafür noch mehr ev. Religionsterror.



      Grüßle von mir an alle, Kleene

      RE: ev Waisenhaus Augsburg - die Hölle auf Erden

      Leona wrote:

      Augsburg Waisenhaus
      Das ev. Waisenhaus in Augsburg, unterer Graben 6 war die Hölle auf Erden :monster:
      Ungefähr 1964, nach dem Umzug in den Neubau in Augsburg Hochzoll-Süd, Karwendelstr.61 kühlte die ev. Hölle ab. Kaum noch Prügel dafür noch mehr ev. Religionsterror.



      Grüßle von mir an alle, Kleene

      Evangelisches Waisenhaus Aufgsburg

      Liebe Liona,



      ich war erstaunt einen Beitrag zu diesem Waisenhaus zu finden . Ich selbst war von 1952 bis zum Umzug nach Hochzoll und dort nochmals 4 weitere Jahre untergebracht. Also sollte wir uns vielleicht kennen , vielleicht sogar an uns erinnern : Ich bin der Hansi oder auch Uli ( gerufen ) auch meine Schwester Ingrid war dort untergebracht. Ich würde mich freuen , von Dir etwas zu hören . Vielleicht kennst Du soagr noch einige anderen Kinder ( Erwachsene ) und ob man sie auch noch kontaktieren kann . Meine E-mail : stephan 602@web.de.



      Würde mich riesig freuen

      Danke

      Stephan HAns Ulrich
      NULL

      Evangelisches Waisenhaus Aufgsburg

      Liebe Liona,



      ich war erstaunt einen Beitrag zu diesem Waisenhaus zu finden . Ich selbst war von 1952 bis zum Umzug nach Hochzoll und dort nochmals 4 weitere Jahre untergebracht. Also sollte wir uns vielleicht kennen , vielleicht sogar an uns erinnern : Ich bin der Hansi oder auch Uli ( gerufen ) auch meine Schwester Ingrid war dort untergebracht. Ich würde mich freuen , von Dir etwas zu hören . Vielleicht kennst Du soagr noch einige anderen Kinder ( Erwachsene ) und ob man sie auch noch kontaktieren kann . Meine E-mail : stephan 602@web.de.



      Würde mich riesig freuen

      Danke

      Stephan HAns Ulrich
      NULL