Appelhülsen Martinistift [old]

Team

Who is online?

22 guests

New Members

  • User Avatar TomTomTom
  • User Avatar Cat
  • User Avatar Ini
  • User Avatar Verena
  • User Avatar marvinju

Most active members

    Ehemalige Martinistift Appelhülsen

    An alle ehemaligen Stiftler!

    Wir sind hier mehrere ehemalige "Zöglinge" (mein Gott, was für ein schreckliches Wort) des Martinistiftes Appelhülsen bei Münster und ein Ehemaliger des Salvator-Kollegs Klausheide bei Hövelhof Nähe Paderborn...
    Wir suchen Euch zwecks Wiedersehen, Erfahrungsaustausch oder Kennenlernen...postet einfach etwas von Euch und Eurer Geschichte..hier wird sie verstanden....
    Gruß
    Brötchen
    God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

    Ehemalige Martinistift Appelhülsen

    An alle ehemaligen Stiftler!

    Wir sind hier mehrere ehemalige "Zöglinge" (mein Gott, was für ein schreckliches Wort) des Martinistiftes Appelhülsen bei Münster und ein Ehemaliger des Salvator-Kollegs Klausheide bei Hövelhof Nähe Paderborn...
    Wir suchen Euch zwecks Wiedersehen, Erfahrungsaustausch oder Kennenlernen...postet einfach etwas von Euch und Eurer Geschichte..hier wird sie verstanden....
    Gruß
    Brötchen
    God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

    RE: Ehemalige Martinistift Appelhülsen

    Hey Brötchen,
    Du schreibst in dem Beitrag auf den ich antworte: "Wie sind hier...". usw. Daraufhin habe ich Dir geschrieben. Ich weiß: Ojf a wund tor men keyn salz nit schitn = In eine Wunde darf man kein Salz streuen. Mir ist natürlich bewusst, dass auch Ihr wahrscheinlich in Appelhülsen und Klausheide eine Zeit erlebt habt, die tiefe Wunden hinterlassen hat. Wegen eben diese Verwundungen der Seelen und Körper junger Menschen bemühe ich mich in einem gemeinsamen Kreis mit anderen um Aufklärung zur Vorbeugung, denn längst sind in diesem Land wieder Kräfte am Werk (Boot-Camps) die gehabte Verhältnisse aufleben lassen möchten. Ihr könnt mithelfen diesem Treiben entgegenzutreten und so Schädigungen anderer verhindern. Um dies zu erreichen müsstet Ihr bereit sein Eure Akten, sofern Ihr sie habt, einem Historiker (das bin nicht ich) zur Einsicht zur Verfügung zu stellen oder demselben gestatten, diese im Archiv (dort schlummert vieles im Verborgenen) einzusehen. Helft mit die Verdunkelung der damaligen Geschehnisse sichtbar zu machen.
    Zu lib ton kost tomid tajer = Zu lieb tun kommt einem teuer zu stehen.
    Ambra

    RE: Ehemalige Martinistift Appelhülsen

    Hey Brötchen,
    Du schreibst in dem Beitrag auf den ich antworte: "Wie sind hier...". usw. Daraufhin habe ich Dir geschrieben. Ich weiß: Ojf a wund tor men keyn salz nit schitn = In eine Wunde darf man kein Salz streuen. Mir ist natürlich bewusst, dass auch Ihr wahrscheinlich in Appelhülsen und Klausheide eine Zeit erlebt habt, die tiefe Wunden hinterlassen hat. Wegen eben diese Verwundungen der Seelen und Körper junger Menschen bemühe ich mich in einem gemeinsamen Kreis mit anderen um Aufklärung zur Vorbeugung, denn längst sind in diesem Land wieder Kräfte am Werk (Boot-Camps) die gehabte Verhältnisse aufleben lassen möchten. Ihr könnt mithelfen diesem Treiben entgegenzutreten und so Schädigungen anderer verhindern. Um dies zu erreichen müsstet Ihr bereit sein Eure Akten, sofern Ihr sie habt, einem Historiker (das bin nicht ich) zur Einsicht zur Verfügung zu stellen oder demselben gestatten, diese im Archiv (dort schlummert vieles im Verborgenen) einzusehen. Helft mit die Verdunkelung der damaligen Geschehnisse sichtbar zu machen.
    Zu lib ton kost tomid tajer = Zu lieb tun kommt einem teuer zu stehen.
    Ambra

    RE: direktor dierkes

    poste das mal hier rein

    habe grad noch mal die bilder nachgeschaut die egon mir geschickt hat,
    aufgenommen hat er sie 2006 .
    dort war auch ein bild wo raus hervorgeht ,das direktor dierkes bereits
    1961 verstorben ist.
    ich bin immer davon ausgegangen,das dierkes auch zu meiner zeit noch
    direktor gewesen ist . (1962-1964.)
    also dann wird es wohl so gewesen sei, wie ambra das in einen anderen
    thraed beschreibt,das der direktor den appel abnahm, und ausserdem
    noch den frühsport machte .
    der war ja damals noch ein "junger kerl." (jahrgang 1930)
    also wird unter dierkes einiges anders gelaufen sein,als unter
    seinem nachfolger.
    egon schreibt ja in einem anderen thraed, das er unter beiden direktoren
    damals im stift war.
    Egon vielleicht kannst du ja noch mal beschreiben wie du damals den
    wechsel erlebt hast.
    L.G. heiner =)
    *Das Gute - dieser Satz steht fest -ist stets das Böse, was man läßt!*
    Wilhelm Busch

    RE: direktor dierkes

    poste das mal hier rein

    habe grad noch mal die bilder nachgeschaut die egon mir geschickt hat,
    aufgenommen hat er sie 2006 .
    dort war auch ein bild wo raus hervorgeht ,das direktor dierkes bereits
    1961 verstorben ist.
    ich bin immer davon ausgegangen,das dierkes auch zu meiner zeit noch
    direktor gewesen ist . (1962-1964.)
    also dann wird es wohl so gewesen sei, wie ambra das in einen anderen
    thraed beschreibt,das der direktor den appel abnahm, und ausserdem
    noch den frühsport machte .
    der war ja damals noch ein "junger kerl." (jahrgang 1930)
    also wird unter dierkes einiges anders gelaufen sein,als unter
    seinem nachfolger.
    egon schreibt ja in einem anderen thraed, das er unter beiden direktoren
    damals im stift war.
    Egon vielleicht kannst du ja noch mal beschreiben wie du damals den
    wechsel erlebt hast.
    L.G. heiner =)
    *Das Gute - dieser Satz steht fest -ist stets das Böse, was man läßt!*
    Wilhelm Busch

    RE: direktor dierkes

    sorry
    ich muß mich da korrigieren,habe da etwas falsches
    gelesen .
    der prälat dierkes,war nicht jahrgang 1930, sondern direktor
    seit 1930.
    wenn ich ihn noch gekannt ,hätte wäre mir das wohl aufgelallen .

    L.G. heiner
    *Das Gute - dieser Satz steht fest -ist stets das Böse, was man läßt!*
    Wilhelm Busch

    RE: direktor dierkes

    sorry
    ich muß mich da korrigieren,habe da etwas falsches
    gelesen .
    der prälat dierkes,war nicht jahrgang 1930, sondern direktor
    seit 1930.
    wenn ich ihn noch gekannt ,hätte wäre mir das wohl aufgelallen .

    L.G. heiner
    *Das Gute - dieser Satz steht fest -ist stets das Böse, was man läßt!*
    Wilhelm Busch

    RE: direktor dierkes

    Hallo Henry,
    zu unserer zeit war der Dirkes und dann glaube ich anschließen der Wiegenhorst
    oder so ähnlich Direktor des Stiftes . Nach so langer zeit weiß Mann die Namen nicht mehr richtig.
    Der Wechsel der Direktoren wurde mit großem Aufwand betrieben.
    Alles was Rang und Namen hatte war an diesem Tag im Stift vertreten.
    Gruß Egon

    RE: direktor dierkes

    Hallo Henry,
    zu unserer zeit war der Dirkes und dann glaube ich anschließen der Wiegenhorst
    oder so ähnlich Direktor des Stiftes . Nach so langer zeit weiß Mann die Namen nicht mehr richtig.
    Der Wechsel der Direktoren wurde mit großem Aufwand betrieben.
    Alles was Rang und Namen hatte war an diesem Tag im Stift vertreten.
    Gruß Egon

    RE: direktor dierkes

    [
    Original von Egon


    Der Wechsel der Direktoren wurde mit großem Aufwand betrieben.
    Alles was Rang und Namen hatte war an diesem Tag im Stift vertreten.

    kann mich noch erinnern als der Wiegenhorst,wenn er dann so hieß,
    sein 25 jähriges priesterjubileum hatte da ebenfalls alles dort war was rang
    und nahmen hatte ,ich glaube es war sogar der weihbischhof aus münster da.

    sein stellvertreter der die schönen autos fuhr, der wurde nachher
    von ein spätberufenen ersetzt.
    der hatte seinen priester auf den zweiten bildungsweg gemacht.
    im religionsuntericht hatte er uns dann erzählt, die muttergottes sei ihm
    erschienen,und ihm gesagt er sollte doch priester werden.

    geschichten gibst,vielmehr gab es :rolleyes:
    =)heiner
    *Das Gute - dieser Satz steht fest -ist stets das Böse, was man läßt!*
    Wilhelm Busch

    RE: direktor dierkes

    [
    Original von Egon


    Der Wechsel der Direktoren wurde mit großem Aufwand betrieben.
    Alles was Rang und Namen hatte war an diesem Tag im Stift vertreten.

    kann mich noch erinnern als der Wiegenhorst,wenn er dann so hieß,
    sein 25 jähriges priesterjubileum hatte da ebenfalls alles dort war was rang
    und nahmen hatte ,ich glaube es war sogar der weihbischhof aus münster da.

    sein stellvertreter der die schönen autos fuhr, der wurde nachher
    von ein spätberufenen ersetzt.
    der hatte seinen priester auf den zweiten bildungsweg gemacht.
    im religionsuntericht hatte er uns dann erzählt, die muttergottes sei ihm
    erschienen,und ihm gesagt er sollte doch priester werden.

    geschichten gibst,vielmehr gab es :rolleyes:
    =)heiner
    *Das Gute - dieser Satz steht fest -ist stets das Böse, was man läßt!*
    Wilhelm Busch

    Zwangsarbeit statt Fürsorge

    Ich habe leider gestern nicht die sendung Aspekte im ZDF gesehen,dort ging es um den ehemaligen zögling aus dem martinistift Stefan Beuerle
    mit dem link habe ich probleme,bin zu blöd :O
    aber vielleicht einfach nur kopiern,und einsetzen.

    aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,7528081,00.html

    kann ja mal ein stück reinkopieren.

    Heimkinder nach 1945 fordern Entschädigung


    Als Stefan Beuerle ein Junge war, hatte er große Pläne. Er wollte Kunstmaler werden, das Gymnasium besuchen. Doch daraus wurde nichts. Stefan Beuerle musste durch eine andere Schule gehen: In einem katholischen Erziehungsheim lernte er Zucht und Ordnung kennen. Das war 1957. Drei Jahre lang war er im Martinistift, einer katholischen Einrichtung in der Nähe von Münster, eingesperrt. Es waren die schlimmsten Jahre seines Lebens, noch heute quälen ihn die Erinnerungen. "Die Schatten dieser Zeit kommen immer wieder hoch", sagt der 68-jährige Mann. Immer noch muss er an die Entwürdigungen und Diffamierungen denken: "Ich habe danach nie mehr Ruhe gefunden."
    "Er droht zu verwahrlosen"
    Beuerle war sechzehn Jahre alt, als er ins Fürsorgeheim kam. Damals lebte er bei seiner Mutter, sie war alleinerziehend. Beuerle war ein selbstbewusster Junge, politisch interessiert, er besuchte Existentialistenclubs, sympathisierte mit den Kommunisten und las viel: Hemingway, Marx und Engels. Für die Behörden reichte das schon: "Er droht, zu verwahrlosen", heißt es in seiner Akte. Die Mutter werde mit ihm nicht fertig. So wurde Beuerle ein Fall für die Fürsorge. Ein Schicksal, dass er mit vielen Jugendlichen in dieser Zeit teilte.

    ZDF
    Stefan Beuerle
    Nach Schätzungen lebten 800.000 Kinder und Jugendliche in den fünfziger und sechziger Jahren in öffentlichen Erziehungsanstalten - das waren nicht nur Waisenkinder. Jugendliche, die sich nicht anpassen wollten, die auffielen, Halbstarke oder auch Mädchen, denen man einen "unmoralischen Lebenswandel" unterstellte - sie alle liefen Gefahr von den Jugendämtern in Erziehungsanstalten eingewiesen zu werden. Die Standardbegründung hieß "Verwahrlosung". In den Heimen sollten sie lernen zu gehorchen. Wer sich nicht an die strikten Heimregeln hielt - zum Beispiel die, bei Tisch zu schweigen - wurde bestraft. "Man wurde dafür geprügelt, wenn man sein Gebetbuch nicht zum erzwungenen Kirchgang mitnahm, beim geringsten Anlass wurde mit einem dicken Schlüsselbund zugeschlagen", erinnert sich Beuerle. Wer nicht spurte, kam in den Keller - bei Wasser und Brot wurden die jungen Männer dort tagelang eingesperrt.
    Im dunklen Kellerloch
    Dass Willkür und Gewalt zum Alltag im Martinistift gehörten, davon will man im katholischen Martinistift ungern sprechen. Strafen, erklärt Stefan Jochems, der Geschäftsführer der Einrichtung, mussten damals in einem Buch dokumentiert werden. Dieses "Strafbuch" sei alle zwei Jahre der Heimaufsicht vorgelegt worden. Danach sei nur in Einzelfällen zugeschlagen worden. Jochems bedauert diese Übergriffe. Das Strafbuch existiert nicht mehr, aber die Arrestzellen gibt es noch. Noch bis in die späten sechziger Jahre wurden Jugendliche dort eingesperrt. Von den Tagen, die Beuerle in dem dunklen Kellerloch verbringen musste, träumt er manchmal. Doch noch viel mehr machen ihm die Schikanen und Demütigungen zu schaffen. "Sie wollten uns einbläuen, dass wir überhaupt nichts wert sind."
    Vor allem eine Begebenheit verfolgt ihn: Er war krank, musste ganz plötzlich zur Toilette und rannte los. Das war gegen die Regeln: Man musste sich abmelden, wenn man zur Toilette wollte. Der Arbeitserzieher, der die Jungen bei der Arbeit zu beaufsichtigen hatte, pfiff ihn zurück. Beuerle ist das heute noch peinlich: "Ich hab die Hose vollgemacht und das hab ich dann dem Erzieher erzählt." Die Folge: Er musste seine Unterhosen ausziehen - vor versammelter Mannschaft. "Alle sollten sehen, was für ein beschissener Typ ich bin."

    das sind nur zwei ausschnitte,aber im zdf infokanal gibt es
    aspekte-Wiederholungen
    Sendung Im ZDFinfokanalSa. 21 Uhr, So. 23.30 Uhr, Mo. 16.30 Uhr, Mi. 23.30 Uhr, Fr. 16.30 Uhr
    leider kriege ich den infokanal nicht. ;(

    =)henry g
    *Das Gute - dieser Satz steht fest -ist stets das Böse, was man läßt!*
    Wilhelm Busch

    Zwangsarbeit statt Fürsorge

    Ich habe leider gestern nicht die sendung Aspekte im ZDF gesehen,dort ging es um den ehemaligen zögling aus dem martinistift Stefan Beuerle
    mit dem link habe ich probleme,bin zu blöd :O
    aber vielleicht einfach nur kopiern,und einsetzen.

    aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,7528081,00.html

    kann ja mal ein stück reinkopieren.

    Heimkinder nach 1945 fordern Entschädigung


    Als Stefan Beuerle ein Junge war, hatte er große Pläne. Er wollte Kunstmaler werden, das Gymnasium besuchen. Doch daraus wurde nichts. Stefan Beuerle musste durch eine andere Schule gehen: In einem katholischen Erziehungsheim lernte er Zucht und Ordnung kennen. Das war 1957. Drei Jahre lang war er im Martinistift, einer katholischen Einrichtung in der Nähe von Münster, eingesperrt. Es waren die schlimmsten Jahre seines Lebens, noch heute quälen ihn die Erinnerungen. "Die Schatten dieser Zeit kommen immer wieder hoch", sagt der 68-jährige Mann. Immer noch muss er an die Entwürdigungen und Diffamierungen denken: "Ich habe danach nie mehr Ruhe gefunden."
    "Er droht zu verwahrlosen"
    Beuerle war sechzehn Jahre alt, als er ins Fürsorgeheim kam. Damals lebte er bei seiner Mutter, sie war alleinerziehend. Beuerle war ein selbstbewusster Junge, politisch interessiert, er besuchte Existentialistenclubs, sympathisierte mit den Kommunisten und las viel: Hemingway, Marx und Engels. Für die Behörden reichte das schon: "Er droht, zu verwahrlosen", heißt es in seiner Akte. Die Mutter werde mit ihm nicht fertig. So wurde Beuerle ein Fall für die Fürsorge. Ein Schicksal, dass er mit vielen Jugendlichen in dieser Zeit teilte.

    ZDF
    Stefan Beuerle
    Nach Schätzungen lebten 800.000 Kinder und Jugendliche in den fünfziger und sechziger Jahren in öffentlichen Erziehungsanstalten - das waren nicht nur Waisenkinder. Jugendliche, die sich nicht anpassen wollten, die auffielen, Halbstarke oder auch Mädchen, denen man einen "unmoralischen Lebenswandel" unterstellte - sie alle liefen Gefahr von den Jugendämtern in Erziehungsanstalten eingewiesen zu werden. Die Standardbegründung hieß "Verwahrlosung". In den Heimen sollten sie lernen zu gehorchen. Wer sich nicht an die strikten Heimregeln hielt - zum Beispiel die, bei Tisch zu schweigen - wurde bestraft. "Man wurde dafür geprügelt, wenn man sein Gebetbuch nicht zum erzwungenen Kirchgang mitnahm, beim geringsten Anlass wurde mit einem dicken Schlüsselbund zugeschlagen", erinnert sich Beuerle. Wer nicht spurte, kam in den Keller - bei Wasser und Brot wurden die jungen Männer dort tagelang eingesperrt.
    Im dunklen Kellerloch
    Dass Willkür und Gewalt zum Alltag im Martinistift gehörten, davon will man im katholischen Martinistift ungern sprechen. Strafen, erklärt Stefan Jochems, der Geschäftsführer der Einrichtung, mussten damals in einem Buch dokumentiert werden. Dieses "Strafbuch" sei alle zwei Jahre der Heimaufsicht vorgelegt worden. Danach sei nur in Einzelfällen zugeschlagen worden. Jochems bedauert diese Übergriffe. Das Strafbuch existiert nicht mehr, aber die Arrestzellen gibt es noch. Noch bis in die späten sechziger Jahre wurden Jugendliche dort eingesperrt. Von den Tagen, die Beuerle in dem dunklen Kellerloch verbringen musste, träumt er manchmal. Doch noch viel mehr machen ihm die Schikanen und Demütigungen zu schaffen. "Sie wollten uns einbläuen, dass wir überhaupt nichts wert sind."
    Vor allem eine Begebenheit verfolgt ihn: Er war krank, musste ganz plötzlich zur Toilette und rannte los. Das war gegen die Regeln: Man musste sich abmelden, wenn man zur Toilette wollte. Der Arbeitserzieher, der die Jungen bei der Arbeit zu beaufsichtigen hatte, pfiff ihn zurück. Beuerle ist das heute noch peinlich: "Ich hab die Hose vollgemacht und das hab ich dann dem Erzieher erzählt." Die Folge: Er musste seine Unterhosen ausziehen - vor versammelter Mannschaft. "Alle sollten sehen, was für ein beschissener Typ ich bin."

    das sind nur zwei ausschnitte,aber im zdf infokanal gibt es
    aspekte-Wiederholungen
    Sendung Im ZDFinfokanalSa. 21 Uhr, So. 23.30 Uhr, Mo. 16.30 Uhr, Mi. 23.30 Uhr, Fr. 16.30 Uhr
    leider kriege ich den infokanal nicht. ;(

    =)henry g
    *Das Gute - dieser Satz steht fest -ist stets das Böse, was man läßt!*
    Wilhelm Busch
    Hallo Henry,

    ich habe das Video gesehen, geh bitte, wenn Du den Link auf hast, an die rechte Seite, dann sind da Videos, klick das unterste an, dann spilet das Video ab. Du schaffst das bestimmt, viel Erfolg.
    Gruß von dat-Liesbeth
    Hallo Henry,

    ich habe das Video gesehen, geh bitte, wenn Du den Link auf hast, an die rechte Seite, dann sind da Videos, klick das unterste an, dann spilet das Video ab. Du schaffst das bestimmt, viel Erfolg.
    Gruß von dat-Liesbeth