Durchgangsheim Leipzig Heiterblick

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      Durchgangsheim Leipzig Heiterblick

      Diese Einrichtung befand sich in der Torgauer Straße in Leipzig Heiterblick wo sich jetzt ein sogenanntes Gewerbegebiet befindet.
      In dieser Einrichtung kam ich Anfang Dezember 1986 da ich öfters von Kinderheim abgehauen war und befand mich bis 5.Januar 1987 da, wo danach die Jugendwerkhof Zeit begann. Ich kam gleich nach der Ankunft in der der Arestzelle wo zuvor mir meine Privatsachen abgenommen wurde und ich eine Art von Trainingsanzug bekam. So begannen die meisten Narben meinem Körper. Am schlimmsten fande ich ständigen Leibesuntersuchungen und den Extremsport. Ich musste öfters über den langen Gang in Entengang gehen wenn ich nicht schlafen konnte. Wie denn auch wenn das grelle Licht die ganze Zeit an war. Ebenso konnte man auch von normaler Körperpflege nicht sprechen denn man hatte nur kaltes Wasser und wenn man pinkeln musste hatte man nur ein Eimer zur Verfügung. Das Essen konnte ich nicht so bezeichnen,bäh wenn ich daran denke. Dieses hatte ich durch eine Luge mit Alulöffel dazu bekommen. Ich hatte kein Kontakt zur Außenwelt da ich in der gesamte Zeit in Arrest war. Naja es war einfach nur die Hölle pur. Auch wenn es eine Zeit her ist bekomme ich jetzt noch in geschlossenen Räumen und bei grellen Licht Panik sowie habe ich öfters Alpträume. Nun wisst ihr kurz meine schlimmste Phase in meinem gesamten Heimzeit
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      Hallo, an alle
      Ich suche dringend ein Normalkinderheim bei/um Leipzig. Nicht in Leipzig, sondern BEI....
      Ich kann mich noch daran erinnern, dass es ein Flachbau war. Also kein mehrstöckiges Gebäude. Davor war ein Wiesenplatz mit Schaukel vorhanden. Wenn man vom Eingang Richtung "Dorfstraße" ging (dieses Heim war in einem Dorf), war gegenüber ein großer Getreidespeicher? Ein großes, ich glaube, gelbes Gebäude.Das Heim war ein gemischtes Heim, also Jungs und Mädchen.
      Es war wie gesagt ein Normalkinderheim. Man war nicht eingesperrt und wurde auch nicht misshandelt wie in Spezialkinderheimen oder Jugendwerkhöfen.
      Zur Schule ging es per Überlandbus 2 oder 3 Dörfer weiter in eine normale Schule, wo auch die Kinder der Umgebung hin gingen.
      Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass man von der Autobahn von Dresden kommend, am Schkeuditzer Kreuz abfahren musste. Alle Internetrecherchen sind bis jetzt erfolglos gewesen.

      Vielen Dank im voraus.
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      Hm, danke auf jeden Fall schonmal für den Vorschlag :)
      Es ist wie gesagt 30 Jahre her. Ich habe "Kinderheim Großkugel" mal mit Google Maps aufgemacht. Das Dach war eher glatt, glaub ich, nicht mit den Dreieckspitzen. Meine Oma sagt was von "Kleinliebenau". Aber sie wird dieses Jahr 85 und kann sich da aber erinnerungstechnisch auch nicht mehr genau festlegen. Ich mag aber jetzt von Dresden nicht "ins blaue" nach Kleinliebenau fahren und dort feststellen, dass es nicht das gesuchte ist.
      Aber ich werde dieses Objekt ausfindig machen, falls es noch stehen sollte :)
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      Kann sein dass das Heim was ich meine u in Ermlitz lag, ja auch ein Flachdach hatte. Ich selbst war nicht in dem Heim. Denke aber, es bestand nicht nur aus einem Haus. Der Ort kann jedenfalls keine Schule gehabt haben. Dafür war oder ist er zu klein. Mich hat das jetzt aber auch interessiert und habe einen netten Link gefunden. Zur Historie nun das hier.

      gemeinde-schkopau.de/de/ermlitz.html

      Ich kam später nach der Wende mal durch Ermlitz per Zufall. By the way 1 Vorfahr meiner Liebsten stammt aus der Ortschaft.

      Ich suche übrigens auch jemanden aus Heiterblick, der um 1970 dort war. Er hieß Axel Heil..... und kam von dort in meine Gruppe in ein anderes Heim bei Leipzig.

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      Hey

      Vielen Dank für deine Mühe
      Also das Normalkinderheim wo ich war (ca. 1986/87) , war ein länglicher Flachbau und insgesamt auch nur 1 Gebäude.
      Wenn man zum Haupteingang rein ging, war direkt geradeaus das Heimleiterzimmer und nach links ging's zu den Mädels und rechts zu den Jungs. Küche und Waschbereiche sowie Wc's waren alle in demselben Flachbau. Es gab kein weiteres Gebäude welches noch zu dem Heim zählte.
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      Hallo Soeren. Mir sagt das nichts und dann muss das welches du meinst tatsächlich in der Nähe gelegen haben bzw. ein anderes Heim gewesen sein.
      Empfiehlt sich wohl doch mal ein Tagesausflug von Dresden. Es sind ja nicht einmal mit dem Auto 130 km. Gute Fahrt viel Glück bei der Suche u lg
      Ich habe nächsten Montag einen Termin beim Jugendamt gemacht. Die haben meine Akten von damals und da steht alles drin.
      Bin halt heute noch bissl hippelig und kann es kaum erwarten. Deswegen wollte ich hier schonmal "vorfühlen" :)
      Ich werde auf jeden Fall am Montag hier die Ergebnisse posten

      LG zurück.
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      Ja. Da wünsch ich dir dann aber etwas Glück und Geduld, sollte man auch haben wenngleich ich das völlig nachvollziehen Kann, dass du am Anfang hippelig bist. Ging mir kaum anders als ich begann nach Wurzeln zu suchen. Apropos Suche. Schau doch mal hier rein....

      Vage Erinnerungen an das Kinderheim Ermlitz

      vielleicht machst du dann aber besser ein neues Thema auf weil das hier das Heiterblick Thema ist? Nur so als Tipp u lg
      Hallo Leser,
      Im Grunde genommen, habe ich meine gesamte Heimzeit relativ gut überstanden und aus meinem Leben "gelöscht", oder anders formuliert, in der Nachzeit ist soviel passiert (Wende, Lehrzeit, neue Freunde, beruflich lange Zeit im Westen usw.), dass die Erinnerungen daran immer mehr verblaßten. Ich komme jetzt auch nur darauf zurück, weil mich momentan interessiert, was aus einem speziellen Freund von damals geworden ist. Was mich aber wirklich wundert, ist, dass man über dieses Heim so überhaupt nichts im Internet findet. Weder Bilder von damals/heute, wie auch namentliche Erwähnungen. Da waren so viele Jungs und Mädchen, dass sowas doch eigentlich nicht untergehen kann? Naja, morgen um 09.30 erfahre ich mehr darüber.
      Es würde mich allerdings auch nicht wundern, wenn das Gebäude wahrscheinlich in der Nachwendezeit abgerissen wurde, aus welchen Gründen auch immer, und deswegen nirgendwo erscheint.
      Danke auch für deinen Link. Allerdings kann ich mich wirklich nicht an so ein großes Gutshaus oder gar Schlosspark erinnern. Bilder bei Google unter Ermlitz rufen keine Erinnerungen wach. Naja, wie gesagt, morgen weiß ich dann endlich mehr.

      LG und einen schönen Sonntag
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      Danke für dene Einblicke, auch in dem anderen Thema, ich hab das alles gelesen. ich kann dir in vielem beipflichten, denn mit relativ gut überstanden kann ich das auch nur bestätigen; das mit dem Löschen jedoch nicht, was kein Beinbruch ist, denn diese Jahre gehören dazu, waren ein Teil des noch jungen Lebens. Auch bei mir ist später sehr viel passiert, wie bei dir auch und auch ich habe in diesem Forum, in welchem ich früher schon war, trotzdem noch ehem. Mitschüler gesucht, auch zu wissen, was aus einem - nett formuliert - "speziellen Freund von damals geworden ist". Ihn werde ihn nicht finden. Sicher bin, einige wenige andere fand ich jedoch und telefonierte, schrieb mit ihnen noch eine Weile, bis wir uns wieder verloren.

      Da hattest du wohl Pech gehabt, dass man Vieles nicht mehr findet, denn mit der Vergangenheit löschen kannte man sich in Deutschland aus. :hutab:

      Was Ermlitz anbetraf, über das ich schrieb, das war ein alter Gutshof, der auch noch heute dort steht, ein Gehöft aus mehreren Gebäuden bestehend, steht heute auch nichts mehr im Netz, dass es ein Heim war. Bis zur Wende war es das jedoch. Heute ist da irgendwas von Begegnungsstätte oder so die Rede. Vieles wurde auch umfunktioniert, wohingegen das Heim, in dem ich war, noch heute teilweise als Heim in Betrieb ist, womit ich gar nicht erst vor Jahren mit der Suche beginnen mußte.

      Wenn nichts mehr da ist und man die Wurzeln suchen muss, ist das schwieriger, verständlicherweise und wir suchen logischerweise rückblickend immer in der Vergangenheit nach etwas, was wir hatten oder nicht wiederhaben wollen oder es nicht können. Das ergeht glaube ich fast jedem Menschen so und hängt mit vielem zusammen, das man nicht auch noch beleuchten muss. Toi Toi morgen und gib mal Bescheid, was wird.

      Apropos. In meinem ehemal. Jugendamt - Jugendhilfe nannte man das - gab es keine Akten mehr, wohingegen du erst mit 42 Jahren sicher Glück hast, dass da noch Akten auftauchen. Das wünsch ich dir sehr.

      Darf ich dir dann mal die Daumen drücken bei dem was du morgen erfahren wirst? Ich habe damals am Beginn der Aufarbeitung meiner Heimzeit auch sehr viel erfahren und bin dann sogar hingefahren, aber das hatte ich früher hier alles schon geschrieben.

      LG und schönen Restsonntag, meintest du wohl ;)

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      Soooo, komme gerade vom Termin beim Jugendamt.
      Habe meine Akte bekommen und sehe jetzt, was zumindest meinen letzten Heimaufenthalt betrifft, etwas klarer.
      Es war das Kinderheim "Junge Garde" in Dölzig / OT Kleinliebenau. August'88 bis Feb.'89.
      Ich habe meine gesamte Akte, zeitlich begrenzt, nicht vollständig lesen können, deswegen habe ich morgen nochmal einen Termin vereinbart. Da lese ich mich durch den Rest.
      Meine Hauptfrage ist allerdings beantwortet
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      Da siehste mal, wie wichtig Beharrlichkeit ist. :)

      Und sieh einer an, Klein Liebenau ist nur ein Steinwurf von Ermlitz entfernt.

      Den Autobahnsee Nähe der Luppe kenn ich. Bin mal vor 12,13 Jahren mit dem Rad dort durchgekommen in Ri Auenwald in Leipzig. Du kennst den Weg ganz bestimmt. Flache nette ruhige Gegend.

      Und wenn jetzt nicht mein eh. Gruppenkamerad Axel H. der zuvor im Heim Heiterblick war, hier auftaucht, der mit mir im Heim in Eilenburg war dann meld ich mich hier ab. ;(
      Hallo Leser,
      naja, Beharrlichkeit würde ich es nicht nennen :)
      Hab erst vor ein paar Wochen wieder mal drüber nachgedacht, mich dann zu dem Schritt entschlossen und innerhalb 1 Woche hatte ich den Termin beim Jugendamt.

      Ja, da kann ich mich dran erinnern. An einen See und ein Stück vom Heim weg kam dann viel Grün.

      Naja, abmelden würde ich mich jetzt nicht. Bei dem einen oder andern dauert es vielleicht bissl länger sich über seine Vergangenheit "kundig" zu machen. Ich z.B. wäre ein gutes Beispiel dafür. Ich war bei meiner Entlassung 13 Jahre alt. Jetzt bin ich 42. Ich habe mich in diesen 29 Jahren!!! nicht weiter um das Thema "Heim" gekümmert. Ich hab einfach mein Leben gelebt. Erst jetzt hab ich mich dazu entschlossen mal ein bisschen "rumzustöbern".

      Also lass den Kopf nicht hängen. Alles kommt wie es kommt.
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      Danke für deine Worte. Irgendwie schlafe ich heute nicht ein u deshalb antworte ich jetzt schon.

      Es war natürlich ein wenig überspitzt mit dem sich deshalb abmelden. Ich hatte mich früher hier schon öfter mal abgemeldet u hatte auch mehrfach länger pausiert aufgrund so mancher Gegebenheiten. Ich wollte irgendwann auch nicht mehr, weil alles schon gesagt u mehrfach geschrieben wurde. Egal.

      Wie du auch, Soeren, wurde ich mit fast 14 Jahren entlassen. Es dauerte bei mir zunächst auch mehr als drei Jahrzente bis ein Zufall es wollte, mich mit der Zeit früher ernsthaft zu beschäftigen obwohl ich immer spürte u es wußte dass ich "anders"bin, denn das Heim hatte Spuren hinterlassen und dann fuhr ich auch bald darauf hin. Kurz zuvor fand ich das Vorgängerheimforum u dann wurde alles hellwach in mir. Ich begann, die Erlebnisse aufzuzeichnen u drüber zu schreiben, mich auch auf die Suche nach Unterlagen zu machen, fand aber keine Akten mehr, nur die Heimeinweisungsunterlagen der Jugendhilfe fanden sich an u ich hatte zumindest etwas Wesentliches erreicht.

      Das ist nun schon wieder gut 12 Jahre zurückliegend u man soll auch nicht undankbar sein. Eigentlich konnte ich nicht erwarten, mehr zu erreichen und Geduld hatte ich tatsächlich lange gehabt. Wenn du die auch hast, findest du sicherlich schon bald den Einen oder Anderen. Du bist ja noch viel jünger als ich. Bei mir ging das damals eigentlich sehr flott. Kaum 8 Wochen angemeldet u der Erste meldete sich. 1 Jahr darauf der Nächste. Was kann man mehr erreichen?

      LG u alles übrigens mit dem Handy geschrieben....wie gut die Dinger doch sein können wenn man grad keinen PC zur Hand hat..

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      Hallo Marietta,

      ich denke mal, dass jedes Heimkind "sein Päckchen" zu tragen hat. Der eine mehr, der andere weniger. Trotzdem ist es auch nach vielen Jahren schwer nachvollziehbar, wie einige "Erzieher" mit ihren Taten gegenüber Kindern "durchkommen" konnten.
      Ich habe für mich persönlich meine gesamte Heimzeit (in versch. Heimen) aus meinem Kopf "gelöscht". Natürlich blitzt hier und da manchmal noch etwas durch, aber das macht mir heute keine Bauchschmerzen mehr. Es ist auch soviel gutes "danach" in meinem Leben passiert (Schule, Ausbildung, Arbeit, Freunde, Umfeld), dass es das "schlechte" überwiegt.
      Das geht natürlich nicht bei jedem, da jeder auch anders damit umgeht.

      Mit Fragen wie, "hast du jemanden, mit dem du darüber reden kannst" oder "hast du in Erwägung gezogen, dir psychiatrische Hilfe zu nehmen", möchte ich dich an dieser Stelle nicht konfrontieren, da du wahrscheinlich alt genug bist, solche Entscheidungen selbst zu treffen.
      Was ich allerdings sehr bemerkenswert finde, dass du dich für "Altenpflege" entschieden hast und diesen Beruf sehr gern ausübst.
      Vielleicht hilft es dir ja "unbewusst" schon, anderen hilfsbedürftigen Menschen Zuneigung und Interesse zu schenken, was dir als Kind vielleicht gefehlt hat.
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      Guten Abend Sören und alle anderen

      Klar habe ich in meinem Leben geschafft auch wenn leider nicht alles glatt lief als ich falsche Freude hatte aber jetzt sind auch die Gott sei dank aus meinem Kopf. Ich hatte mutterliebe bis zu ihrem Tod erhalten was ich leider nicht von allen sagen kann. Naja was soll's das Leben geht weiter.
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