Salvator Kolleg Klausheide

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      Salvator Kolleg Klausheide

      Hallo liebe Ex-Heimis und Ex-Heimzöglinge,
      ich habe keinen Aktuellen Thread zum Salvator Kolleg Klausheide gefunden sollte es einen geben dann bitte ich die Admins diesen Beitrag dahin zu verschieben.


      Kürzlich bekam ich die dritte schicksalsschwere Akte meines ehemaligen Heimatjugendamtes, die sich lange geziert haben diese herauszugeben. Aber sie war nicht nur schicksalsschwer sondern auch umfangreich, wenn auch nicht so umfangreich, wie ich es mir erhofft hatte.


      Es hat sich was gewandelt, heute haben die Jugendämter der Städte und Kreise Angst vor UNS ehemaligen Heimkindern. Zwar werden wir immer noch vertröstet und verschaukelt siehe Heimkinderfonds, aber mein Jugendamt von damals hat viel in der Akte geschwärzt, mehr als es der LWL oder ein noch bestehendes Heim getan hat. Wovor haben die solche Angst????


      Weswegen ich hier unter Klausheide schreibe obwohl ich nie dort war, Wegt darin, dass ich gelesen habe, dass ich damals 1978 fast dort gelandet wäre, es lag nur daran, dass es dort nicht sofort einen Heimplatz gab. Stattdessen, dass wissen einige Leser hier, bin ich ins Martini Stift nach Nottuln/Appelhülsen gekommen.


      Meine Frage, wer von Euch war in der Zeit (1978 - 1980) in Klausheide und kann berichten, wie es dort zuging? Ich denke ähnlich wie im Martini Stift oder? Vielleicht aber wäre ich in Klausheide nicht von Erziehern, Wachleuten oder ähnlichen Menschen sexuell und seelisch vergewaltigt worden? Ich wüsste es zu gerne ob dies nur Wunschdenken von mir ist, oder ob ich vom Regen in die Traufe geraten wäre!!!!


      Natürlich ist es heute müßig darüber nachzudenken, aber die Frage beschäftigt mich nun mal wirklich. Wenn Jemand meiner geneigten Leser Erfahrungen kommunizieren mag, der kann mich gerne persönlich über PN oder auch hier im Thread anschreiben. Vielen Dank im Voraus liebe Grüße Euer Ex-Heimzögling HaVo
      Es soll Menschen geben, die sind bestechlich.......pfui Deibel.....aber es gibt sie...
      Es gibt aber auch Menschen, die sind einfach unbestechlich........die wollen noch nicht mal Vernunft annehmen!!!!


      HaVo wrote:

      Ich denke ähnlich wie im Martini Stift oder? Vielleicht aber wäre ich in Klausheide nicht von Erziehern, Wachleuten oder ähnlichen Menschen sexuell und seelisch vergewaltigt worden?



      Doch,doch wahrscheinlich dort eher als In Appelhülsen. Mir persönlich ist kein einziger Fall, auch nicht vom Hörensagen, des sexuellen Missbrauchs im Martinistift zu Ohren gekommen.
      In Klausheide ist der ehemalige Direktor, Pater Ludger Dingenotto wegen "sexuellen Missbrauchs mit Abhängigen" 1957 zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt worden, der Nachtwächter dort, Bruder Glubschauge Laurentius hatte seine schmutzigen Finger in vielen jungen Hosen und so mancher ehrwürdige Ordensbruder der Salvatorianer ebenfalls...nichts davon ist wirklich vergessen oder gesühnt. Das kommt noch! Ganz sicher!!
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses
      Hallo liebe Ex-Heimis,
      vielen Dank für die Antwort die ich leider insgeheim so befürchtet hatte. Was dein Post betrifft Brötchen, ich weiß ja nicht wann Du in Appelhülsen warst, ich war ja von 1978 - 1980 dort und zu der Zeit waren es nicht nur die Wachleute die Nachts ganz alleine mit uns Jungs waren die sich an uns vergangen haben auch der damalige Heimleiter sprich Direktor hat seine Zöglinge gehabt, die er zu weiß was alles gezwungen oder erpresst hat.

      Auch dein Post Bons, hat mich tief erschüttert, auch wenn ich damit gerechnet habe dass es in Klausheide nicht besser gewesen ist als im Martini Stift.

      Wer rechnet von Euch denn noch damit dass es zu einer Art Sühne kommen wird? Ich denke die meisten beteiligten sind tot und schmoren hoffentlich in der Hölle oder sind so steinalt dass deren Gehirn nur noch Gemüse darstellt.

      Ich wünsche Euch erstmal für Heute eine schöne Restwoche
      liebe Grüße HaVo
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      Es gibt aber auch Menschen, die sind einfach unbestechlich........die wollen noch nicht mal Vernunft annehmen!!!!
      Na ja Havo, ich war von 63 bis 69 dort. Reiner und ich können uns
      ein Urteil erlauben, ohne etwas ausschmücken zu müssen. Auch ohne
      Polemik und Dramatisierung war das alles schrecklich genug.
      Dieser Bruder Klemens(Lupo) war ein echter Lump. Besonders unter
      dem Aspekt, das er selbst mal ein Heimkind war. Möglicherweise hat er
      auch nur das wiedergegeben, was er selbst erlebt hat. Wer weiß das schon?
      Ändert aber nichts an der Tatsache, das er etwas ausgelöst hat, was man
      eigentlich unter "Rosa Wolken", Schmetterlingen im Bauch und tiefer Liebe
      zuallererst erleben sollte. Nicht durch eine Sau in Soutane.
      Dazu kommen die Sadisten wie Bruder Antonius u.a.
      Das es auch einige anständige gab ist Fakt, aber war nicht besonders tröstlich-damals.
      Ich wünschte manchmal, das alles aus dem Kopf tilgen zu können.
      Und zu Deiner Frage ob das irgendwann mal gesühnt werden könnte: Nein-nicht
      in unserem Leben. Reiner geht auf die 70 zu und ich bin auch nicht mehr soooo weit
      davon entfernt. Fünf Jahre sind schnell vorbei...und so ein Menschenleben auch.
      LG Ralph
      Das Leben ist eine kurze Unterbrechung immerwährendem Fortseins
      Salvatore Kolleg Klausheide, das erste Heim wo ich landete. Empfang beim Pater Direktor, von da auf die Abteilung im 1. schnurstraks auf den Balkon, Absprung und auf Richtung Autobahn Wiedenbrück. Meine erste Walze. Danach Arrest, Walze, Arrest Walze. So ging das 4x dann wollte man mich dort nicht mehr haben und schob mich ab nach Wettringen. War nicht lange da und habe auch nicht viel Erinnerungen an die Zeit. Kann mich allerdings noch an Panzerarsch erinnern. Und meine Kämpfe mit den Sch...Nonnen. Das bischen was an Erinnerungen hängen geblieben ist ist durchweg negativ. Swimmingpool hatten wir ja auch stimmt, wenn es dahin ging, bin ich ohne Stop gleich weitergerannt - Walze-! Wo die Jesuiten ihre Finger drin hatten war von Hause aus schon -Asche-. Ich hasse diesen verlogenen Orden. Gut, wir haben es gut überstanden und will auch gar nicht weiter motzen. War eben nur ein kleiner Einblender meinerseits, weil ich gerade disen hochtrabenden Namen las. Ich war Ende der 50er dort. Ganz genau weiß ich es nicht mehr, war 58/59. Aber wie gesagt recht kurz mein Gastspiel dort.
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      Frank, warst Du zu der Zeit noch Schüler? Ich war von 1956-1959 dort in den 3 Schülergruppen. Vor einiger Zeit habe ich hier auch einen Ehemaligen wieder gefunden der 1957 mit mir Bett an Bett gelegen hat...unglaublich solche Zufälle...er heisst Norbert (nein, nicht den 'Nobbi')
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses
      Ja zu dem Zeitpunkt war ich noch Schüler und wir müssen zur gleichen Zeit dort gewesen sein. Ich bin 1946 geboren und kam damals aus Dortmund
      Aber wie gesagt, die meiste Zeit saß ich oben in den Zellen. Kann mich nur erinnern, unsere Abteilung befand sich im 1. Stock. Und ich kann mich erinnern auch von Nonnen betreut worden zu sein. Zum Essen jedenfalls. Bin dmals nach meiner Ankunft gleich vom Balkon gesprungen und war dann erst einmal auf der Walze. Aber stimmt schon, wir müssen zur gleichen Zeit dagewesen sein.
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      Dann warst Du wahrscheinlich auf der Mittelgruppe als ich bereits (Jahrgang 1944) auf der Obergruppe war. Vielleicht helfen Dir die Namen der Nonnen weiter:
      Untergruppe = Schwester Hermenegildis (die Prügelnonne)
      Mittelgruppe = Sr. Erethea
      Obergruppe = Sr. Iphegenia
      Nachtwächter: Bruder Laurentius
      Schulleitung: Herr Böckstegers
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      Sagt eigentlich der Name schon, hast recht, aber sahen für mich gleich aus. Börgermoor waren Jesuiten, das weiß ich ganz sicher. Aber der gesamte Klerus ist für mich eine Mischpoke. Wir haben neben einem Franziskanerkloster gelebt und konnten dort vom Balkon in der Klostergarten schauen. Alles linke Vögel. Eben diesen Franziskanern habe ich es zu verdanken nach Klausheide gekommen zu sein. Die haben meine Eltern davon überzeugt ich sei schwer erziehbar und müsse in eine solche Institution gegeben werde. Grund und Vorgeschichte. Bin mit einem Freund über die Klostermauer, dort stand ein Moped. Gehörte einem dortigen Theologie Studenten. Moped im Klostergarten rumgefahren, plötzlich war das große Tor offen, weil Krankenwagen kam, wir dann raus mit den Mopeds. Ich hatte das Pech eine Unfall zu bauen. Meine Eltern kamen für den Schaden auf und der leitende Abt des Klosters redete mit meinen Eltern und ich sollte fortan ebi diesem Theologiestudenten nach der Schule meine Hausaufgaben machen und er sollte positiv auf mich ein wirken. Toll, beim ersten Treffen meinte er mich züchtigen zu müssen da ich mich an seinem Moped vergriffen hatte. Da stand er nun vor mir mit einem Rohrstock in der Hand. Nur er hatte mich nicht nach meinem einverständnis gefragt und das war sein Fehler. Ich war ihm zwar körperlich unterlegen, aber ich war ein echter Streetfighter der schon alle Tricks und Kniffe bei Prügeleien kannte. Fazit, er war der Unterlegene mit zwei gebrochenen Fingern und ich der böse Bube der weggesperrt gehörte. So begann mein "Leidensweg" durch 4 deutsche Heime. Danach wurde esd auch nicht besser. Nun das ist eine andere Geschichte.
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