Bräunsdorf, Martin-Andersen-Nexö

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      Hallo,
      na da bin ich aber froh Witte, das du auch hier bist, wollt eigentlich mal fragen was mit dem Treffen Ende August in Bräunsdorf wird, hab gerade mit Lars telefoniert.. er hat das mit Imheim nicht gewusst, also wäre schön etwas zu erfahren.
      Gruß Harti
      Der Klügere gibt nach, aber sollen immer die Dummen bestimmen.

      Bräunsdorftreffen

      Hallo Harty,

      schön das du auch hierher gefunden hast. Leider kann ich nichts neues zum Treffen sagen. Den einzigen den ich informieren kann ist shirley. Mal sehen, wer noch hierher findet.


      witte09

      RE: Bräunsdorftreffen

      schlimm ist es,zu finden,wo man mal brüllen darf
      schlimm ist es,wenn der brüllende vertrieben wird
      ok,es steht noch pause da,das aber erst seit heute,ohne mir eine pm zu schicken,war ich weg vom fenster
      ok,ist eure art
      werde weiter brüllen,nur nicht euch gegenüber,ihr erschreckt mich zu schnell
      was meine pn angeht,sabrina,ich war noch nie so überrascht
      man lernt dazu

      RE: Bräunsdorftreffen

      Ich war letztens in Bräunsdorf.
      Auf dem Kiessportplatz wächst jetzt hohes Gras.

      Das Haus 3 und die Schule waren erst zu sehen, als ich mich durch dichtes
      Buschwerk gekämpft hatte. Wie im Dschungelbuch waren vor den Eingängen
      schon Bäume gewachsen. Dicke Bäume.

      Nee, da war kein Wehleid, kein Hass, keine Freude... nur das absolut arrogante
      Gefühl tiefster Genugtuung.
      Ich bedanke mich bei der " Kinderarche " die das Heim, Gruppenbereich für
      Gruppenbereich, Haus für Haus, immer am Umziehen abgewohnt haben, bis
      nichts mehr bewohnbar war...
      Ich bedanke mich bei den Spekulanten, die die Nutzungsrechte gepachtet haben,
      und wohl nie einen Investor finden werden. Wer investiert schon in abgelegene
      überdimensionale Ruinen ?
      Und so hat das Kinderheim Bräunsdorf nur eine Geschichte. Die einer
      Verwahranstalt von Tante Margot und Onkel Erich.
      Wenn sie auch das Zeitliche segnet, empfehle ich es ihr als Friedhof.

      Bräunsdorf war nicht mein Ziel, sondern nur ein Abstecher von meiner Route,
      halbherzig angeplant, wenn man denn schon nach 30 Jahren die Strecke
      Chemnitz - Berlin über Dresden fährt.
      Und das wird es nach Lage der Dinge wohl auch gewesen sein.
      Ich habe einige wenige gute Erinnerungen an meinen Wehrdienst in Eggesin, an
      Bräunsdorf nur Schlechte.
      Andere Spezialkinderheime waren wohl anders. Ich hatte das angenehme
      Erstaunen bei einen Heimkindertreffen der Eilenburger. Auch Kehnert war besser.

      Macht Euch nichts vor. Da zerfallen nicht nur Ruinen. Da zerfällt das
      "System Bräunsdorf". Wenn ich heute noch einmal da hin sollte... ich würde lieber
      in einen JWH gehen, oder einen Knast.
      Doch ich hab´s geschafft.
      Ich sass abends mit einem ehemaligen Erzieher im Garten und wir redeten von
      damals, von danach und heute. Die meisten Erzieher gehen sich aus dem Weg,
      und grüssen sich nicht mehr. Und sollte ich noch Zweifel gehabt haben, dass meine
      Sicht auf Bräunsdorf zu streng gewesen wäre, sind sie wohl ausgeräumt.
      Touretti sagte mal zu mir : "Im Grunde genommen, sind wir alle zu Dialektikern
      erzogen worden."
      Recht hat er. Und ich hoffe, dass dem Kinderheim Bräunsdorf keinerlei Dialektik
      mehr inne wohnt.
      Sonst muss ich doch mal wieder hin.
      Daten und Fakten zum SKH Bräunsdorf:

      Nach dem zweiten Weltkrieg wurde aus der Lehranstalt 1946 die Einrichtung Jugendwerkhof. Anfangs diente diese Ausbildungsstätte der gezielten beruflichen Ausbildung von Jugendlichen. Ab 1960 wandelt sich dieses Bild zu einer Anstalt für sogenannte schwer erziehbare Jugendliche. Die Zuständigen in der damaligen DDR sprachen von einem Spezialkinderheim. Aus der gesamten damaligen DDR wurden Kinder und Jugendliche eingewiesen. Häufig wurde als schwer erziehbar klassifiziert, wessen Eltern nach Westen strebten oder wer westliches Gedankengut offenbarte.

      Nach der Wende wurde die Anstalt langsam aufgelöst und das Hauptgebäude der Königlich-Sächsischen Lehranstalt befindet sich seit dem Jahr 2003 im Eigentum der Deutschen Eliteakademie. Diese ist bemüht, dem prächtigen Gebäude wieder neues Leben einzuhauchen und es einer neuen Verwendung als Lehr- und Prüfungszentrum zuzuführen.





      Geschichte:

      1824 wurde in Bräunsdorf die Landeswaisenanstalt eingerichtet.
      Ab 1832 wurde sie ausgebaut und zur Korrektionsanstalt für kriminelle Kinder.
      Um 1900 erhielt die Anstalt den Namen Erziehungsanstalt für sittliche gefährdete Kinder.
      Nach 1933 war sie Landeskorrektionsanstalt, wobei man in Ver- und Bewahrte unterschied.
      1945 wurde die Anstalt zum Jugendwerkhof.
      Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit die uns etwas bringt!

      RE: Bräunsdorftreffen

      Original von Proxipony
      Ich war letztens in Bräunsdorf.
      Auf dem Kiessportplatz wächst jetzt hohes Gras.

      Das Haus 3 und die Schule waren erst zu sehen, als ich mich durch dichtes
      Buschwerk gekämpft hatte. Wie im Dschungelbuch waren vor den Eingängen
      schon Bäume gewachsen. Dicke Bäume.

      Nee, da war kein Wehleid, kein Hass, keine Freude... nur das absolut arrogante
      Gefühl tiefster Genugtuung.
      Ich bedanke mich bei der " Kinderarche " die das Heim, Gruppenbereich für
      Gruppenbereich, Haus für Haus, immer am Umziehen abgewohnt haben, bis
      nichts mehr bewohnbar war...
      Ich bedanke mich bei den Spekulanten, die die Nutzungsrechte gepachtet haben,
      und wohl nie einen Investor finden werden. Wer investiert schon in abgelegene
      überdimensionale Ruinen ?
      Und so hat das Kinderheim Bräunsdorf nur eine Geschichte. Die einer
      Verwahranstalt von Tante Margot und Onkel Erich.
      Wenn sie auch das Zeitliche segnet, empfehle ich es ihr als Friedhof.

      Bräunsdorf war nicht mein Ziel, sondern nur ein Abstecher von meiner Route,
      halbherzig angeplant, wenn man denn schon nach 30 Jahren die Strecke
      Chemnitz - Berlin über Dresden fährt.
      Und das wird es nach Lage der Dinge wohl auch gewesen sein.
      Ich habe einige wenige gute Erinnerungen an meinen Wehrdienst in Eggesin, an
      Bräunsdorf nur Schlechte.
      Andere Spezialkinderheime waren wohl anders. Ich hatte das angenehme
      Erstaunen bei einen Heimkindertreffen der Eilenburger. Auch Kehnert war besser.

      Macht Euch nichts vor. Da zerfallen nicht nur Ruinen. Da zerfällt das
      "System Bräunsdorf". Wenn ich heute noch einmal da hin sollte... ich würde lieber
      in einen JWH gehen, oder einen Knast.
      Doch ich hab´s geschafft.
      Ich sass abends mit einem ehemaligen Erzieher im Garten und wir redeten von
      damals, von danach und heute. Die meisten Erzieher gehen sich aus dem Weg,
      und grüssen sich nicht mehr. Und sollte ich noch Zweifel gehabt haben, dass meine
      Sicht auf Bräunsdorf zu streng gewesen wäre, sind sie wohl ausgeräumt.
      Touretti sagte mal zu mir : "Im Grunde genommen, sind wir alle zu Dialektikern
      erzogen worden."
      Recht hat er. Und ich hoffe, dass dem Kinderheim Bräunsdorf keinerlei Dialektik
      mehr inne wohnt.
      Sonst muss ich doch mal wieder hin.



      Deine Rolle in diesem so verhassten Heim ist mir immer noch nicht so richtig klar. Leider bist Du zum Treffen letztes Jahr nicht gekommen. Die Anwesenden konnten sich sehr gut an Dich erinnern! Insbesondere A. Rückert hat eine gute Erinnerung an eure Zeit.

      RE: Bräunsdorftreffen

      Meine Rolle ?
      Stell Dir einen Menschen vor, der A.Rückert diametral gegenübersteht, also das ganze Gegenteil von ihm ist.
      Ansonsten mag ich ihn. Nur verstehen werden wir uns nie. Und so ungefähr weiss ich schon was er so im allgemeinen macht, und es erweckt keinerlei Neugier in mir.
      Meine sonstige Rolle in Bräunsdorf ist nahezu lächerlich. Hauptsächlich bin ich dorthin gekommen, um mich von meiner Ausreiseantragsreichen Familie zu isolieren. Ich bin mit einer Vorstrafe da angekommen und habe meine 9 & 10. Klasse da gemacht. Die meisste Zeit hab ich mich wie alle gelangweilt und auf die Zeit danach gewartet, dass ich mein Mädel wieder in den Arm nehmen kann. Das ging dann nicht mehr, weil sie zu fett geworden war.
      Irgentwann ist die halbe Gruppe abgehauen, und mangels anderen Personals, und weil man mich so gut mit meiner Bewährungsstrafe bedrohen konnte, wurde ich zum FDJ-Sekretär befördert, ob ich wollte oder nicht, was wohl gleichbedeutend mit einem KZ - Kapo war.Als Srellvertreter wurde mir ein armer Irrer dazugestellt, der erst jeden Einzelnen von der Gruppe verdrosch, und dann selbst von allen das Jackstück vollbekam
      Das Peinlichste an der ganzen Geschichte ist wohl, dass es regelrechte Prügelbefehle gab, die von unseren hochgeliebten Staaatsbürgerkundelehrer und Klassenlehrer, dem hochverdienten Parteisekretär Herr Pelikan erteilt wurden. Er nannte das roter Terror. Das ist kein Witz. Meiner Meinung nach war der völlig irrsinnig.
      Von meiner Seite aus gab es nichts, womit ich mich mit Ruhm bekleckert hätte, noch mir Asche aufs Haupt streuen müsste. Und so überlasse ich dann auch Herrn Pelikan die Einschätzung meiner Person, daselbst niedergeschrieben in meinem Abschlusszeugnis der 10.Klasse.

      "Hans - Peter schliesst sich häufig negativen Gruppierungen an. Als FDJ-Funktionär erfüllte er nur zeitweilig seine Pflichten im Sinne der Ziele des Jugendverbandes."

      Wie wahr...
      Nette Geschichte. Doch was wohl von allen aus gutem Grund verschwiegen wird, und daher kaum erforschbar ist die Tatsache das Bräunsdorf eine reaktivierte Einrichtung war, oder ist denn niemanden aufgefallen, dass das ja wohl kaum noch königlich - sächsiche Lehranstalt während der Zeit von 1933-1945 war.
      Wohl verschwiegen von den Dorfbewohnern, von den Erziehern und Lehrern voll verdrängtes Geschichtsbewusstsein, mit dem man ja nichts zu tun haben konnte...
      das man ja auch nicht so äussern konte, denn schliesslich wollte man ja das Bild einer sozialistisch geprägten Jugendeinrichtung darstellen.
      Und so hat selbst unsere alte coole Nachtwache Lucky immer nur mal gebrubbelt, wenn man ihn danach gefragt hat.
      Einen erstaunlichen Hinweis darauf habe ich in der königlich - sächsichen Lehranstalt in Dresden völlig zufällig gefunden, die heute das Ausbildungszentrum einiger grosser Berufsgenossenschaften ist. Demzufolge ist das Gelände wie andere
      Lehranstalten in Deutschland auch von der NAPOLA betrieben worden.
      Hinter dem Kürzel verbarg sich eine Organisation die für zukünftige nationalsozialistische Jugend- und Führungskader Wehr-und Waffenkunde sowie Schulungen in NA-tional POL-itscher A-gitation durchführten. Gegen Ende des 2. Weltkrieges waren auch partiell Zwangsarbeiter dort untergebracht.
      Aber was solls ?
      Im Gebäude von Görings "Reichsluftfahrtsministerium" residierte später die "staatliche Plankommission" und heute die "Treuhand".Wer nimmt schon noch zur Kenntnis das Buchenwald bis 1947 als KZ benutzt wurde ?
      Dieser Geschichte gegenüber zeigt Bräunsdorf sich wieder einmal langweilig. Ein viel zu grosser Brocken für ein so kleines Dorf.

      Meine Geschichte


      moin moin, bin durch Zufall hier auf die Seite gestoßen und möchte mich nunmehr auch mal zu Wort melden:


      Also, ich war auch Bewohner dieses "schönen" Heimes, und zwar von Mitte der 80iger bis so 1991, zu Beginn des Golfkrieges, als ich mich dann selber entlassen habe. Grund war das feindliches Verhalten gegenüber der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik meiner Alten, also Flucht ins Bessere Leben quasi, so das ich eines morgens um 7 Uhr vom Jugendamt quasi verschleppt wurde.


      Zu meiner Zeit war das "Haupthaus", welches gleich hinter dem Tor steht nur noch von der Verwaltung belegt, gegenüber dem Haupthaus befand sich eine Art Speise- und Küchentrakt mit Bücherei, läuft man weiter Richtung Schule auf das Gelände rauf, dann ging es einmal zu einem Wohnhaus für 3 oder 4 Gruppen, geradeaus zum Sportplatz und Turnhalle, und zu den Villen der Erzieher. Weiter kommt dann, wenn man den Weg läuft eine 5 oder 6 geschoßige Schule, sowie ein weiteres Wohnhaus, welches auch 2-Bett Zimmer hatte.


      Mein letzter Besuch 1997, da war es noch in Betrieb, und Herr Wiehland inzwischen Heimleiter, ist nun schon ein paar Tage her.


      Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, das ich oder andere befreundete Insassen (kann man Insassen sagen?) wirklich misshandelt worden oder so. Ok ich hab mal eine gescheuert bekommen, als ich mir erlaubt habe, Nachts pullern zu gehen und dabei gequastscht habe.


      Es war halt typisch DDR kann man jetzt sagen. Die letzten beiden Jahre meiner Verbringung durfte ich dann in die Dorfschule gehen, meines wissen nach war ich auch der einzige, der das jemals in der Geschichte durfte. Man hat nicht drüber gesprochen, was im Heim los war und war glaube ich froh, einen wie mich los zu sein. Man durfte eben nicht alles hinterfragen und in Frage stellen, besonders nicht die Erziehung im Sozialismus und die Unterrichtsfächer Stabi und so was in der Art. Man hat zu allem ja und ahmen gesagt, die Russen waren unsere Freunde und alles ist schick.


      Es gab im Haupthaus sowie auf den Dachböden der Häuser Kleiderkammern, wo man sich neue Sachen zum Wäschetausch abholen musste, jeden Freitag Mittag glaube ich. Man hat sich dann bis auf die Unterhose ausgezogen, stand im Treppenhaus und hat auf die Ausgabe seines Wäschepaketes gewartet. Privatsachen waren das aber keine oder kaum welche. Schuhe standen im Kellergang, neben dem Fahrradkeller. Jeden Morgen Frühsport, dann das übliche Zähne putzen blabla und dann Frühstück. Dann ging es im Team in die Schule, einer meiner Lehrerinen war Frau Bauer, die auch russisch unterrichtet hat, weiter eine Frau Herrman, die von allen UFO genannt wurde, ich glaube wegen ihrer Hose oder dem fetten Arsch. War aber beides nicht ansehnlich *LOL* Frau Kujau oder ähnlich hat Kust unterrichtet und ein dicker Mann mit Hang zur Westliteratur Werkunterricht, bei dem haben wir jedes Mal Westhefte angeschaut über irgendwelche Autos. Alles 14 Tage mussten wir dann ab Klasse 8 glaube ich nach ja wie auch immer der Ort geheißen hat fahren zum PA- Unterricht bzw. polytechnischen Unterricht, was ein nettes Wort für Sklavenarbeit gewesen ist.


      Wieso ich das schreibe? Um anderen mal einen Einblick in die Geschichte des Heimes und dem Leben dort zu geben.


      Mein unrühmlicher Abgang hatte dann auch im Keller angefangen - ich habe mir ein Rad aus dem Heim "geklaut" und bin damit nach Frankenstein, der Ort heißt wirklich so, gefahren und dort in den Zug nach Karl-Marx-Stadt bzw. Zwickau, meinen Alten gesagt, ganz schnell ZZ aufs Jugendamt und raus aus dem Laden dort. Das Problem, was man als Heimkind aber hat ist, das einmal Heimkind immer Heimkind.


      Sicherlich war vieles unter aller Sau, aber es gab auch gute Sachen, wie zum Beispiel Kinderverschickung an die Müritz, also sorry für das Wort, aber irgendwie fällt mir nichts anderes dazu ein, weil Urlaub war das ja keiner. Das Heim hatte ine Art Ferienlager, was in Boeck an der Müritz gewesen ist und aus naja Baraken bestand. Dort war man dann 14 Tage hingeschickt wurden. Ansich ganz nett, wenn nur die ganzen Russen mit ihren Panzern nicht gewesen wären. Ein Bunker nach dem anderen. Das Lager gibt es aber auch nicht mehr.


      In dem Heim waren zu meiner Zeit mehr oder weniger Jungs, die einfach Kinder waren und das gemacht haben, was man mit 11, 12 oder 13 halt so macht Jede Menge misst. Und dann waren da noch die Staatsfeinde, die irgendwie glaube ich das erste halbe Jahr nicht mal nach Hause durften, zumindest war es bei mir so.


      Ich such auch ehemalige Bräunis, kann mich noch an Mike Heinze, Rene Steffes und Heiko Lehmann erinnern, sowie Nico Dubiel, mit dem ich mir dann das Zimmer geteilt habe. Jetzt wo ich die anderen Namen lese, kommt auch die erinnerung wieder hoch. Vlt. kann man ja mal ein Treffen orgen und sich dort treffen, nen Tee schlürfen und Erfahrung austauschen.

      Hallo "Bräunis"

      Ich war von 73 bis 76 in Bräunsdorf, zu der Zeit waren dort nur Jungs, und kann mich mit euren Erinnerungen nahezu selbst wiederfinden. Namen der "Erzieher" , Orte wie Boek an der Müritz oder Pa in Halsbrücke, so heist der Ort, sind mir bekannt. Ich hatte keine gute Beziehung zu meiner Familie also fiel es mir nicht schwer mit der Trennung von zu Hause zurecht zu kommen. Das heist aber nicht, das ich mich dort wohl gefühlt habe. Das Beste war für mich die Geschichte mit den AG's, ob Sport, Schalmeikapelle oder Holz-AG. Fahrten nach Dresden in die Gemäldegalerie oder Meißen in die Porzeline. Die Sachen haben mir was fürs Leben gegeben. Aber das sind einige positive Erinnerungen. Es gibt auch Andere. Die Einzelhaft im Haus 2 oben unterm Dach in einer 1,5 mal 1,5 Zelle mit 20 cm Lüftungsschlitz in der einer aus unserer Gruppe 4 Tage einsitzen musste. Oder wie der Handrich einem Jungen mit nem Handfeger hinterher rannte um ihn zu vekloppen und ihn mit Hilfe von Tümmel letztendlich auch erwischte und in den Keller brachte.... oder Kruppa, der sich beim Massenduschen von jedem Jungen zeigen lies, ob er sich auch unter der Vorhaut gewaschen hatte...Der militärische Drill beginnend beim Aufsten bis zum Schlafengehen... täglich Aktuelle Kamera - also Rotlicht tagtäglich usw ...

      Ich kenne noch einige Namen der Jungs aus meiner Gruppe oder der Gruppe in der ich 6 Wochen zur "Eingewöhnung" war:

      Norbert Held, Qualle und Fischer(leider nur die Spitznamen aber bekannt für ihre sadistische Tyrannei gegenüber Kleineren), Dietmar Hermann, Eric Dolata(die hatten eine Musikanlage zusammengelötet und in der Dorfkneipe sogar einigemale 'ne Disco beschallt) oder Patrice Urban(dessen Vater ein Farbiger war und der mit seiner Hautfarbe nicht nur bei den Jungs aneckte) und noch einige mehr.

      Naja, ein Andermal Mehr

      MFG Pit