Informationen zu Unterbringungsbedingungen im JWH Eckartsberga in den 1980er Jahren

    Team

    Who is online?

    22 guests

    New Members

    Most active members

      Hallo,
      Ich war, im Jahre 1986/87, für 3 Monate dort gewesen. Meine Erinnerungen daran sind nicht so doll. Ich wurde mit einem Barkas B 1000 von Alt Strahlau direkt dort hingekarrt. Zwei Männer begleiteten mich. Das Gelände war leicht ausserhalb des Ortes gewesen, direkt an einer Straße. Links war das kleine Verwaltungsgebäude gewesen. In den anderen Gebäuden waren immer 2 Gruppen untergebracht. Du kamst unten rein,wo links der Waschraum und dahinter gleich das Kloh war. Zwei Klohs mit nur einer einfachen Holztrennwand. Gitter gab es keine. Alles offen. Vom Eingang geradezu war der Gruppenraum gewesen. Ich war in Gruppe 4. das waren die Maurer. Da ich aber schon eine abgeschlossene Ausbildung hatte, war ich nachher beim Hausmeister angestellt. Dann ging es die Treppe nach oben. Gerade zu war das Erzieherzimmer, wo links an der Wand die Aufbewahrungsfächer für die Jugendlichen waren. Rechts und Links von diesem Raum lagen die Schlafsäle für jeweils 8 Personen. Einige Meter vor unserem Haus waren die Duschen gewesen, wo auch die Zellen waren. Es waren 2 Stück. Einmal durfte ich miterleben, wie ein Junge nach Torgau abgefahren wurde. Dazu gab es einen Fahnenapell mit einer kleinen Ansprache. Danach musste der jenige in den Barkas B 1000 einsteigen und wurde direkt nach Torgau eingeliefert. Der Typ war ziehmlich runter mit den Nerven. Einer aus unserer Gruppe wäre auch beinahe dorthin verfrachtet worden, weil er ein Klohbecken in die Luft sprengte. Keine Ahnung, wo er den Sprengstoff her hatte. Der kam nach einer Aufstellung aller anschließend erstmal in eine der Zellen. Ich bin dort drei mal abgehauen. Glücklicherweise kam ich nach drei Monaten in die Nähe von Berlin, was mir sehr gelegen kam. Bevor ich aber nach Eckersberga kam, war ich 4 Wochen im D - Heim Am Goldberg und davor 4 Wochen in Alt - Strahlau. In den Durchgangsheimen war es immer sehr straff gewesen.Wenn man von der Flucht wieder zurück gebracht wurde, musste man einen gesamten Tag unten im Raum stehen. Die konnten dann mit uns machen was sie wollten. Das war die Strafe gewesen. Ich war heilfroh, als ich da wieder weg war. Unten gab es auch noch die Kleiderkammer, wo sich meist die Starken aufhielten, um zu trainieren. Wenn es mal eine Auseinandersetzung gab, wurde sie dort ausgetragen. Schlägereien waren dort an der Tagesordnung. Man musste sich da schon durchsetzen. Einer der Erzieher, so ein schlanker mit Schnauzbart, war ein Guter und ein anderer ein Idiot. Einmal, als ich aufs Kloh musste, wurden mir gerade mal 20 cm Klohpapier zugeteilt. Ja, das Klohpapier wurde eine Zeit lang zugeteilt. So war das damals dort gewesen. Nun gut, genug geschrieben von damals. Endlich konnte ich das mal los werde. Achso, Ausgang erlebte ich dort nie.

      Grüße aus Berlin
      Dirk
      NULL

      Post was edited 2 times, last by “Waldarmeise” ().

      Hallo,
      Ich war, im Jahre 1986/87, für 3 Monate dort gewesen. Meine Erinnerungen daran sind nicht so doll. Ich wurde mit einem Barkas B 1000 von Alt Strahlau direkt dort hingekarrt. Zwei Männer begleiteten mich. Das Gelände war leicht ausserhalb des Ortes gewesen, direkt an einer Straße. Links war das kleine Verwaltungsgebäude gewesen. In den anderen Gebäuden waren immer 2 Gruppen untergebracht. Du kamst unten rein,wo links der Waschraum und dahinter gleich das Kloh war. Zwei Klohs mit nur einer einfachen Holztrennwand. Gitter gab es keine. Alles offen. Vom Eingang geradezu war der Gruppenraum gewesen. Ich war in Gruppe 4. das waren die Maurer. Da ich aber schon eine abgeschlossene Ausbildung hatte, war ich nachher beim Hausmeister angestellt. Dann ging es die Treppe nach oben. Gerade zu war das Erzieherzimmer, wo links an der Wand die Aufbewahrungsfächer für die Jugendlichen waren. Rechts und Links von diesem Raum lagen die Schlafsäle für jeweils 8 Personen. Einige Meter vor unserem Haus waren die Duschen gewesen, wo auch die Zellen waren. Es waren 2 Stück. Einmal durfte ich miterleben, wie ein Junge nach Torgau abgefahren wurde. Dazu gab es einen Fahnenapell mit einer kleinen Ansprache. Danach musste der jenige in den Barkas B 1000 einsteigen und wurde direkt nach Torgau eingeliefert. Der Typ war ziehmlich runter mit den Nerven. Einer aus unserer Gruppe wäre auch beinahe dorthin verfrachtet worden, weil er ein Klohbecken in die Luft sprengte. Keine Ahnung, wo er den Sprengstoff her hatte. Der kam nach einer Aufstellung aller anschließend erstmal in eine der Zellen. Ich bin dort drei mal abgehauen. Glücklicherweise kam ich nach drei Monaten in die Nähe von Berlin, was mir sehr gelegen kam. Bevor ich aber nach Eckersberga kam, war ich 4 Wochen im D - Heim Am Goldberg und davor 4 Wochen in Alt - Strahlau. In den Durchgangsheimen war es immer sehr straff gewesen.Wenn man von der Flucht wieder zurück gebracht wurde, musste man einen gesamten Tag unten im Raum stehen. Die konnten dann mit uns machen was sie wollten. Das war die Strafe gewesen. Ich war heilfroh, als ich da wieder weg war. Unten gab es auch noch die Kleiderkammer, wo sich meist die Starken aufhielten, um zu trainieren. Wenn es mal eine Auseinandersetzung gab, wurde sie dort ausgetragen. Schlägereien waren dort an der Tagesordnung. Man musste sich da schon durchsetzen. Einer der Erzieher, so ein schlanker mit Schnauzbart, war ein Guter und ein anderer ein Idiot. Einmal, als ich aufs Kloh musste, wurden mir gerade mal 20 cm Klohpapier zugeteilt. Ja, das Klohpapier wurde eine Zeit lang zugeteilt. So war das damals dort gewesen. Nun gut, genug geschrieben von damals. Endlich konnte ich das mal los werde. Achso, Ausgang erlebte ich dort nie.

      Grüße aus Berlin
      Dirk
      NULL

      Post was edited 2 times, last by “Waldarmeise” ().